Rallye Dakar 2013 - 3. Etappe: Nachbericht Tagessieg für Al-Attiyah

10.01.2013

Nasser Al-Attiyah ist auf der 3. Etappe der Rallye Dakar 2013 nicht zu stoppen. Eine Irrfahrt erlebt das Duo Carlos Sainz/Timo Gottschalk - Schuld ist ein Satellit

Nach einem Wechselbad der Gefühle haben Carlos Sainz und Beifahrer Timo Gottschalk die zwischenzeitliche Führung bei der Rallye Dakar nach der dritten Etappe verloren und sind weit zurückgefallen. Der Spanier büßte als Sechster eine halbe Stunde auf Tagessieger Nasser Al-Attiyah aus Katar ein.

Rang drei genügte dem im Mini des hessischen x-raid Teams fahrenden französischen Seriensieger Stéphane Peterhansel, um sich nach 243 Kilometern von Pisco nach Nazca mit 6:33 Minuten Vorsprung vor Al-Attiyah an die Spitze des Gesamtklassements zu setzen. Sainz und Gottschalk sind Fünfte mit gut 21 Minuten Rückstand, mehr als 30 Minuten liegen als Sechste Giniel De Villiers aus Südafrika und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz zurück.

 

Rallye Dakar: Irrfahrt von Sainz und Gottschalk

Tags zuvor hatte ein defekter Satellit Sainz und Gottschalk eine Wüsten-Irrfahrt beschert. Erst nach einer nächtlichen Prüfung der Panne sprach die Jury dem spanischen Piloten und seinem Berliner Navigator am Montag wieder Platz eins bei der zweiten Etappe und in der Gesamtwertung zu. Die Organisatoren hatten festgestellt, dass die Extrarunden des Duos durch die Ica-Wüste in Südperu am Vortag nicht durch das Navigationssystems im Red-Bull-Buggy verschuldet worden war. Vielmehr hatten die von der Rallye genutzten Satelliten offenkundig das Problem verursacht.

"Die ganze Sache war sehr seltsam", sagte der zweimalige Rallye-Weltmeister Sainz. "Wir haben eine Wegmarke drei- oder viermal durchfahren, bevor wir die Etappe fortsetzen durften", erklärte Sainz. Sie hätten das Kartenbuch falsch gelesen, hieß es zunächst in der offiziellen Pressemitteilung der Organisatoren. Tatsächlich aber belegten die Daten eindeutig, dass Sainz und Gottschalk immer wieder Runden um einen Kontrollpunkt gedreht hatten, ohne dass die Einheitstechnik in ihrem Rennwagen ihnen die Durchfahrt bestätigte.

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"Wir haben uns dann entschieden, einfach weiterzufahren", berichtete Sainz. Ein riskanter Beschluss. Passiert ein Teilnehmer nicht alle vorgeschriebenen Wegmarken, droht eine Zeitstrafe. Auch so verloren Sainz und Gottschalk durch die Extrarunden erst 21 und dann 26 Minuten und fielen weit zurück. Die Jury aber strich den Zeitverlust komplett, damit war das Duo wieder vorn - allerdings nicht lange.

Das Rennen führt über insgesamt etwa 8500 Kilometer und endet am 19. Januar in Santiago de Chile. Die ersten Etappen in den Dünen von Peru gelten als besonders wichtig.
dpa/az

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