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Stars & Cars: Promis am Steuer

Stars geben Gas

Walter Röhrl und Porsche, Lang Lang und Audi, Eva Padberg und Mercedes: Oft nutzen Autohersteller prominente Gesichter, um ihr Image aufzubessern. Meistens passen Marke und Botschafter gut zusammen, doch manchmal ist nicht ganz klar, was Promi und Auto verbindet – außer der Großzügigkeit des Herstellers

Dass der präzise Pianist Lang Lang Botschafter der Marke Audi ist, leuchtet ein. Sicherlich verfügt sein A8 W12 auch über die optional für das Spitzenmodell erhältliche Soundanlage des dänischen Edelherstellers Bang & Olufsen.

Markenbotschafter von BMW ist Prinz Leopold von Bayern. Prinz „Poldi“ passt dabei zur Marke wie der Propeller auf die Motorhaube eines jeden BMW. Denn der adlige Bayer fuhr unter anderem mit einem M1 Rennen, kennt also das Potenzial des Münchener Herstellers. Darüber hinaus ist er eben Bayer. Passt also.

Keine Diskussion gibt es über die Liaison von Porsche mit Walter Röhrl. Der Rallye-Weltmeister ist in Zuffenhausen als Marken-Repräsentant unter Vertrag. Röhrl repräsentiert nicht nur, schon in der Entwicklung hat der Ex-Audi-Pilot Rederecht. Die Entwickler schätzen seine fachliche Kompetenz bei der Beurteilung von Fahrwerken.

Andere Prominente hingegen sollen repräsentieren und dabei - quasi nebenbei - die Marke bekannter machen. Bill Kaulitz, Gitarrist der Band Tokio Hotel, fährt einen Cadillac Escalade. „Cadillac ist die klassische Marke erfolgreicher Musiker“, erklären die Amerikaner dazu.

Neu ist die Idee nicht, Kunst und Kraftwagen zu verbinden. Bertolt Brecht schrieb 1926 ein Gedicht für Steyr und bekam ein Auto. Das fuhr er bei Fulda zu Schrott, dichtete erneut und bekam das zweite Auto. Dichterhirn statt Vollkasko, kein schlechtes Geschäft.

Nicht alle Hersteller sind so großzügig wie es damals Steyr war. Laut Porsche bekommen Prominente keinen besonderen Rabatt auf Cayman, Carrera, Cayenne und Boxster. Fotos von der Abholung in Zuffenhausen oder Leipzig gibt es nur, wenn der Kunde möchte, da sind die Schwaben diskret. Opel und Skoda stellen interessierten Prominenten ein Auto zur Verfügung. Bei Opel ist man stolz darauf, dass die meisten VIP-Kunden das Auto nach Ablauf der Leihzeit kaufen.

Das muss jedoch keinen wundern: Der erste Kontakt kommt meistens über einen Händler zustande, bei dem der Promi ohnehin ein Auto kaufen wollte. Statt Rabatt gibt es einen Leihwagen, dafür tritt der berühmte Kunde bei Neuvorstellungen für Opel auf. Wir wussten es doch immer schon: Prominenz hat die Wahl zwischen Penunzen und Privatsphäre. aof