Porsche plant neuen Supersportwagen Der Über-Elfer

15.12.2010

Überraschung aus Zuffenhausen: Porsche plant einen völlig neuen Überflieger oberhalb des 911 – schärfer und kompromissloser als alles Bisherige

Der neue Porsche-Chef fackelt nicht lang. Gerade mal seit Anfang Oktober im Amt, redet Matthias Müller bereits Klartext und gibt Gas wie einer, der schon immer den Asphalt radiert hat. Er forciert das mit einer cleveren Audi-Kooperation verbundene SUV-Projekt unterhalb des Cayenne („Cajun“), redet über die Zukunftsidee eines kompakten Mittelmotor-Roadsters („Auch so ein Thema gehört zu Porsche“) und macht Druck bei der Serienentwicklung des Super-Hybridsportlers , für den der Aufsichtsrat grünes Licht gegeben hat.

Wie kein anderer sieht Müller, der im VW-Konzern die weltweite Koordination aller Fahrzeugprojekte verantwortete, die neuen Chancen des Sportwagenherstellers. Sein Dienstwagen ist ein 530 PS starker 911 Turbo S, und das bringt uns rasant zum eigentlichen Thema: Müller plant einen Supersportwagen „oberhalb des 911“, einen, der preislich die künftige Lücke zum über 700 PS starken und über 600000 Euro teuren 918 Spyder schließen könnte und sich von der mittlerweile ziemlich komfortablen und luxuriösen 2+2-sitzigen Elfer-Ikone durch expressive Radikalität und ein anderes Antriebskonzept klar unterscheidet. Die schwäbische Alternative zu Ferrari 458 Italia, McLaren MP4-12C und dem konzerneigenen Lamborghini Gallardo.

V8-Biturbo mit 600 PS

Ein scharfer Hund, der nicht nur kurz beißen, sondern auch für die Autobahn taugen soll. Ein flacher Zweisitzer würde es sein, hört man. Optisch mutiger als alles Bisherige, aber sofort als Porsche erkennbar. Designchef Michael Mauer hat bereits erste Ideen, und die angedachten Proportionen sollen das Thema Speed perfekt verdichten – zu einem Auto, das nur rund 1,22 Meter hoch, 4,50 Meter lang und etwa 1,90 Meter breit ist und sogar ein bisschen Platz fürs feine Wochenendgepäck bietet. Auch eine spätere offene Variante mit klassischem Stoffverdeck wäre nicht ausgeschlossen. Logisch, da muss dann ein extrem leichtes Kohlefaser-Verbund-Chassis her, und bei der Unterwäsche wären im Verbund auch viele Aluminiumteile im Spiel. Für messerscharfes Handling – Stichwort dynamische Achslastverteilung – kommt nur ein Mittelmotor in Frage.

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Passenderweise hat Porsche hier eine Powerversion seines 4,8 Liter großen, direkteinspritzenden V8-Biturbos in petto, für den ohnehin eine Leistungssteigerung geplant ist. 600 PS und mit hoher Wahrscheinlichkeit Allradantrieb sind angedacht. Hybridtauglichkeit für das vollelektrische Herausschleichen aus dem Wohngebiet (bis zu 25 km) ist prinzipiell inklusive – Porsche arbeitet an einem vielseitig einsetzbaren „Elektromobilitätsbaukasten“, der bereits Anfang 2013 einsatzbereit sein soll. Ein Jahr später könnten wir schon die Weltpremiere des neuen, rund 400.000 Euro Supersportwagens erleben. Nennen wir ihn doch einfach 929.
Wolfgang Eschment

AUTO ZEITUNG

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