Porsche Panamera und Maserati Quattroporte im Vergleichstest

19.09.2011

Mit dem Panamera klopft Porsche energisch an die Tür zur  prestigeträchtigen Klasse  der sportlichen Luxusliner. Ein Treffen mit dem Rivalen Maserati Quattroporte

Bei einigen Dingen hat man es als Italiener ja leichter. Maserati Quattroporte klingt zum Beispiel viel besser als etwa Porsche Viertürer. Weshalb man sich in Zuffenhausen ein wenig anstrengen musste, um den richtigen Namen für den Neuen zu finden. Panamera ist zwar ein langes Wort, aber am breiten Heck ist viel Platz für viele Buchstaben. Und der Name erinnert, wie auch „Carrera“, an die mexikanische Langstreckenprüfung, bei der Porsche in den 50ern brillierte. Panamera passt.

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Es atmet Porsche-Tradition und klingt leicht lateinamerikanisch-karibisch, wie die gewohnten Modellnamen Cayenne und Cayman. „Der Panamera“, lässt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verlauten, „vereint das Beste aus der Welt der Sportwagen mit der Welt der Luxuslimousinen.“ Eine Beschreibung, die genauso gut auf den Maserati Quattroporte zutrifft, den man auch in Zuffenhausen als einen der künftigen Hauptkonkurrenten des schwäbischen Viertürers sieht. Natürlich neben den besonders üppig motorisierten Versionen von Audi A8, BMW 7er und Mercedes CLS sowie des künftigen Aston Martin Rapide. 

Nun stehen sie zum ersten Mal nebeneinander im Fotostudio, der viertürige Porsche – den manche als Wiedergänger des 928 oder des eingestellten Projekts 989 sehen – und der coole Maserati Quattroporte. Designvergleiche sind natürlich immer sehr subjektiv, und nicht jeder wird den Panamera hübsch finden. Ein sehr stattliches Auto ist er allemal geworden. Und ein Lehrstück, wie sehr ein paar Millimeter in der Höhe und der Breite das Bild eines Autos beeinflussen können. Der Porsche ist nur 36 Millimeter breiter und fünf Millimeter niedriger als der gewiss nicht gerade kleine Maserati, dennoch wirkt der Viertürer aus Modena neben seinem stämmigen Pendant aus Zuffenhausen geradezu zierlich. Dass der Quattroporte – hier angetreten als Sport GTS, der in Motorleistung und Preis am besten zum Panamera Turbo passt –einen längeren Radstand hat und auch ein paar Zentimeter länger ist, glaubt man erst, wenn man sie direkt nebeneinander parkt.

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Vermutlich werden die wenigsten  Käufer, womöglich mit der Ausnahme des italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano, einen dieser Sport-Viertürer als Chauffeurslimousine erwerben. Dennoch ist es gut zu wissen, dass es bei beiden sehr gut ginge. Bei Maserati und Porsche bleibt selbst bei weit zurückgeschobenem Fahrersitz üppiger Knieraum erhalten. Kein Wunder bei Radständen von rund drei Metern. Das luftigere Raumgefühl stellt sich im Italiener ein, dessen filigranerer Aufbau mehr Licht ins Interieur lässt. Im Panamera sitzt man tiefer, die Atmosphäre ist intimer, das Ambiente schummriger – auch wegen der dunkelbraunen Lederausstattung.  

Doch wer über 130000 Euro für ein Auto mit 440 (Maserati) oder 500 PS (Porsche) ausgibt, wird bevorzugt vorn links Platz nehmen und die weichen Ledersessel sowie das optionale Rear Seat-Entertainment hinten dankbaren Mitfahrern überlassen. Zumal bei beiden einiges geboten wird. Maserati offeriert seinen Viertürer in drei Leistungsstufen, die Basisausführung mit 400 PS, den S mit 430 PS und den 440 PS starken Sport GTS. Der Panamera tritt zum Verkaufsstart als S und 4S mit 400 PS und als Turbo mit 500 PS an, wobei 4S und Turbo serienmäßig mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb kommen.

Die Fahrleistungen des gewiss nicht langsamen Sport GTS sortieren sich auf dem Niveau des preiswerteren Panamera S ein. Mit 5,1 Sekunden von null auf Tempo 100 und einer Spitze von 285 km/h muss sich der Quattroporte deutlich hinter dem Panamera Turbo anstellen. Der düst in 4,2 Sekunden auf 100 km/h und läuft 303 km/h schnell – alle Werte sind Werksangaben. Fast noch deutlicher fällt der Unterschied beim EU-Verbrauch aus: 12,2 Liter zu 15,7 Liter Super Plus zugunsten den Porsche. Effizienz ist eben auch bei superschnellen Viertürern ein Thema.

Fazit

Wie sich der Panamera gegen den etablierten Quattroporte im wahren Leben wirklich schlägt, wird ein Vergleichstest zeigen. Die grobe Richtung steht schon nach dem ersten Aufeinandertreffen fest: Hightech-Mobil aus dem Schwäbischen gegen Designobjekt mit Renngenen aus der Emiglia. Oder anders gesagt: Das Herz sagt Maserati, der Verstand Porsche. Aber das war irgendwie immer schon so.

Technische Daten
Motor 
ZylinderV8 / 4
Hubraum4691
Leistung
kW/PS
1/Min

323/439
7000 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
490
4750 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe6-Stufen-Automatik
AntriebHinterrad
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbel. Scheiben
h: innenbel. Scheiben
Bereifungv: 245/35 ZR 20
h: 295/30 ZR 20
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)2065
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)5.1
Höchstgeschwindigkeit (km/h)285
Verbrauch 
Testverbrauchk.A.
EU-Verbrauch15.7l/100km (Super Plus)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)k.A.

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