Porsche Panamera S Groß-Sportler

19.06.2009

Laut Porsche soll der Panamera das Beste aus zwei Welten vereinen, zugleich Sportwagen sein und Luxuslimousine. Ist der große, schnelle Viertürer also mehr S-Klasse oder mehr Porsche 911?

Eckdaten
PS-kW400 PS (294 kW)
AntriebHeckantrieb, 7-Gang-Doppelkupplung
0-100 km/h5.4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit283 km/h
Preis98.085,00€

Optisch ist der Panamera ganz klar ein Porsche: flache Front mit V-förmiger Haube, modellierte Kotflügel, schlanker Aufbau. Die Heckscheibe steht sportlich flach. Praktisch am neuen Porsche: Die große Heckklappe und umklappbare Rücksitze erlauben eine Variabilität, die ungewohnt ist in diesem Segment. Zwischen 445 und 1200 Liter fasst der Kofferraum. Damit ist der Panamera-Kofferraum variabler als der von Maserati Quattroporte, Mercedes CLS oder S-Klasse.

Mehr Platz als zum Beispiel im CLS haben die Passagiere auf den beiden Einzelsitzen im Fond. Auch 1-90-Meter-Menschen haben viel Kopffreiheit. Die tiefe Sitzposition ist beabsichtigt, man muss die Beine etwas anwinkeln, sitzt aber nicht unbequem. Die Gürtellinie steigt nach hinten etwas an, es geht nicht ganz so luftig zu wie etwa in einer Mercedes S-klasse oder in einem Audi A8. Aber der Panamera wird wohl viel seltener als Chauffeurswagen genutzt – der Besitzer sitzt also meist vorn. Und dort findet er den Zündschlüssel, wo er in einem Porsche hingehört: links vom Lenkrad.

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Das Cockpit ist insgesamt etwas enger geschnitten, viele Knöpfe erfordern eine kurze Eingewöhnung. Auffallend sind die edlen Materialien und die sehr gute Verarbeitung. Alles so, wie es sich für eine Luxuslimousine gehört.

Gleichzeitig hat Porsche dem Panamera eine Sportlichkeit antrainiert, die für Luxuslimousinen beinahe unanständig ist. Bissig hängt der V8-Direkteinspritzer am Gas, knurrt, blubbert und röhrt. Die Lenkung reagiert sensibel und direkt. Die tief sitzenden Passagiere fühlen sich gut ins Geschehen eingebunden. Der Fahrer kann drei Kennfelder für die Federung manuell anwählen – je nachdem, ob es etwas softer oder etwas softer zugehen soll. Sehr kräftig sind die Bremsen mit 36 Zentimeter Durchmesser vorn und 33 Zentimeter Durchmesser hinten.

Zu den schnellsten Viertürern zählt schon die Basis des Panamera. Das ist bis zur Einführung der V6-Variante der Panamera S mit 400 PS starkem V8-Direkteinspritzer. In 5,6 Sekunden soll der Viertürer von null auf 100 km/h beschleunigen. Mit den Optionen Direktschaltgetriebe (PDK, 3510 Euro) und Chrono Sport Plus verbessert sich die Sprintzeit um 0,2 Sekunden. Maximal erreicht der S 285 km/h, mit PDK 283 km/h.

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Dafür sind im Schnitt 12,5 Liter Super Plus fällig – die PDK-Version verlangt laut EU-Norm 10,8 Liter. Komfortabler fahren und weniger verbrauchen – wer hätte das gedacht in einem Porsche? Möglich macht das die in Verbindung mit PDK serienmäßige Auto-Start-Stopp-Funktion. Die stellt den Motor bei jedem Halt und betätigter Bremse ab. Das reduziert den Verbrauch im Stand auf Null. Leichtbau und ein Cw-Wert von 0,29 tragen ihren Teil zum Minderverbrauch bei.

Fazit: Der Panamera ist ein spektakuläres Auto mit enormen Fahrleistungen und hoher Agilität. Porschetypisch hoch ist der Preis.

Fazit

Technische Daten
Motor 
ZylinderV8, Benzin-Direkteinspritzer
Hubraum4806
Leistung
kW/PS
1/Min

294/400
6500 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
500
3500 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe7-Gang-Doppelkupplung
AntriebHeckantrieb
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbel. Scheiben
h: innenbel. Scheiben
Bereifungv: 245/50 R 18
h: 275/45 R 18
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)1800
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)5.4
Höchstgeschwindigkeit (km/h)283
Verbrauch 
Testverbrauchk.A.
EU-Verbrauch10.8l/100km (Super)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)k.A.

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