Porsche Cayenne Turbo: Facelift im Fahrbericht Echter SUV-Sportler

17.05.2015

Mit frischem Gesicht, mehr Power und technischem Feinschliff geht das Porsche Cayenne Turbo Facelift ins Rennen. Fahrbericht

Richtig gut ging er ja schon immer, der Cayenne Turbo, und deshalb beschränkt sich die Neuauflage des Power-SUV auch nicht nur auf eine Anhebung des reichlich vorhandenen Angebots an Leistung und  Drehmoment. So spendierte man dem neuen Cayenne Turbo denn auch lediglich eine gelinde Steigerung der Leistung von 20 auf nunmehr 520 PS sowie des Drehmoments um 50 auf 750 Newtonmeter, legte dafür aber vor allem bei Formensprache und Ausstattung kräftig Hand an. Doch der Reihe nach.

 

Neuer Porsche Cayenne Turbo mit aktiven Kühlluftklappen

Wie bisher lässt auch die neue Version des Cayenne Turbo in puncto Fahrleistungen keine wirklichen Wünsche offen, erledigt der Porsche mit 4,8-Liter-Biturbo-V8 doch den Sprint von null auf 100 km/h in 4,5 Sekunden und bietet mit 279 km/h gewaltige Topspeed. Und dies laut Porsche bei einer Verbrauchsreduzierung von 0,3 Litern pro 100 km. Zum Vergleich: Der Vorgänger passierte die 100-km/h-Schwelle nach 4,7 Sekunden und rannte 278 km/h schnell.

Wer den Spurt noch ein Zehntel schneller absolvieren möchte, dem hilft das optionale Sport-Chrono-Paket mit Performance-Start-Funktion, über das unser Testwagen jedoch nicht verfügte. Die Aktivierung erfolgt durch gleichzeitiges Betätigen von Fußbremse und Gaspedal. In der Folge wird die Motordrehzahl erhöht, die Tiptronic S vorbereitet und die Schaltung von der ersten in die zweite und von der zweiten in die dritte Fahrstufe geschärft. Beim Loslassen der Bremse stürmt der Cayenne Turbo dann mit aller Macht los.

Doch nicht nur an den Zugewinn schierer Performance wurde beim neuen Cayenne Turbo gedacht. Im Sinne der Verbrauchsreduzierung wurde die Achtstufen-Tiptronic-S mit Segelfunktion ebenso optimiert wie die Auto-Start-Stop-Funktion Plus. Sie schaltet den Motor bereits ab, sobald während des Bremsens eine niedrige Schrittgeschwindigkeit erreicht wird, etwa beim Heranfahren an eine Ampel.

Eine weitere Maßnahme zur  Effizienzsteigerung stellen die erstmals in der Cayenne-Baureihe eingesetzten aktiven Kühlluftklappen hinter dem mittleren Lufteinlass als Teil des Thermomanagements dar. Geregelt vom Motormanagement öffnen und schließen sie sich je nach Fahrzustand sowie Kühlluftbedarf und regeln so den Luftdurchsatz. Dadurch bewirkt diese Lösung ein rascheres Aufheizen von Motor und Getriebe und damit das schnellere Erreichen optimaler Arbeitstemperaturen.

Porsche Cayenne Turbo: Förmlich wie ein Katapult

Im Fahrbetrieb ist davon freilich herzlich wenig zu spüren. Hier punktet der neue Cayenne Turbo auf andere Weise, und die heißt im Fall Porsche einmal mehr Vortrieb. Förmlich wie vom Katapult abgefeuert, schießt das 2185 Kilogramm schwere Power-SUV seine Besatzung in einen fahrdynamischen Orbit, der sich gewaschen hat und dem hauseigenen Anspruch gemäß äußerst sportliche Züge trägt – wenn es der Fahrer wünscht.

Dazu trägt das Fahrwerk entscheidend bei, das von den Porsche-Entwicklern ebenfalls überarbeitet wurde. Bereits serienmäßig mit Luftfederung und der elektronischen Dämpfungsanpassung PASM (Porsche Active Suspension Management) ausgestattet, bietet es nun eine noch weitere Spreizung zwischen komfortabler und sportlicher Abstimmung in den vom Fahrer per Knopfdruck anwählbaren Modi Comfort, Sport und Sport Plus.

Die Luftfederung beinhaltet eine Niveauregulierung, die sechs Fahrzeughöhenlagen ermöglicht und darüber hinaus über eine höchst praktische Zusatzfunktion verfügt: Über eine seitlich im Laderaum angebrachte Taste lässt sich bei geöffneter Heckklappe nun auch direkt von hier aus das Fahrzeugniveau und so die Ladekante um 52 Millimeter absenken. Damit einher gehen die vereinfachte Montage und Demontage der Laderaumabdeckung, was die Einkaufswilligen unter den Cayenne-Turbo-Fahrern freuen wird.

Last but not least bietet der neue Cayenne Turbo auch Änderungen fürs Auge, wirkt kräftiger, bulliger als bisher. So sind Bugteil, vordere Kotflügel sowie Fronthaube komplett neu gestaltet, und die Designlinien laufen nun nicht mehr zur Mitte hin, sondern nach außen zu. Obendrein wirken die Kotflügel glattflächiger, da die Seitenblinkleuchten entfielen und jetzt in die Außenspiegel integriert sind. Achtern wirkt der Cayenne-Zuschnitt dank neu gestalteter Heckleuchten, Heckklappe, Dachspoiler und neuer, in das Heckunterteil integrierter Auspuffendrohre gleichfalls austrainierter und muskulöser.

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Unser Fazit

In seiner Neuauflage hat der Cayenne Turbo rundum gewonnen und bleibt ein echter Sportler unter den SUV – mit noch etwas mehr Druck und Komfort bei dennoch gesteigerter Sportlichkeit sowie einer optisch deutlich kräftigeren Figur.

Jürgen Gassebner

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