Porsche Cayenne Erlkönig und neuer VW Touareg Das neue Power-Paar

09.03.2010

In zwei Jahren starten die Nachfolger von Porsche Cayenne und VW Touareg. Wir kennen schon jetzt Details

Erste Prototypen des nächsten Porsche Cayenne sind längst unterwegs, die neuen Formen gut zu erkennen. Verkaufsstart ist im Mai 2010.

VW Touareg und Porsche Cayenne werden auch künftig bei VW im slowakischen Werk Bratislava gebaut, wobei die Porsche-Karossen zur Endmontage und Ausstattung wie bisher ins sächsische Leipzig rollen, damit am Ende Made in Germany draufstehen kann. Und beide neuen Allradler machen, dem Zeitgeist entsprechend, nun einen eleganteren und weniger aggressiven Eindruck. Radstand und Länge wachsen gleichermaßen um vier Zentimeter, an der Breite ändert sich nichts, während die Höhe um zwei Zentimeter abnimmt – gut für geringeren Luftwiderstand. Gefällig sind die sportlich ansteigende Gürtellinie, die schicken Frontscheinwerfer und die LED-Tagleuchten.

Der neue Golf lässt grüßen
Beim Touareg gibt es klare Anklänge an die neue Querdesign-Konzernlinie von VW-Designchef Walter de Silva: ein sehr breiter Grill, der jeweils bis zu den Scheinwerfern reicht, dazu fein skulpturierte Karosserieflächen, die auch an die Formen des neuen Golf erinnern.

Drinnen offeriert der neue Touareg größere und bequemere Sitze als sein Vorgänger, die Rücksitze werden sich fürs Beladen bequem elektrisch umlegen lassen. Eine dritte Sitzreihe wird es aber auch im neuen Modell nicht geben, dafür reichen die Karosseriemaße nicht. Gesetzt sind alle neuen VW-Multimediasysteme bis zum Touchscreen-Navi mit 30-Gigabite-Festplatte. Und Luxus bis zum Abwinken: von naturbelassenen Leder-Sitzbezügen bis zu Edelholzeinlagen mit individueller Maserung, von der Rückfahrkamera bis zur 4-Zonen-Klimaregelung.

Neue Spardiesel im Touareg
Viel Neues bei den Motoren von Touareg und Cayenne: alles noch ein bisschen stärker, aber vor allem sparsamer. Beim Wolfsburger stehen die genügsamen und drehmomentstarken Selbstzünder im Mittelpunkt, denn 97 Prozent aller Touareg werden mit Dieselmotor geordert, allein fast 84 Prozent mit der bekannten 240 PS starken V6-Maschine. Die bleibt deshalb auch weiterhin im Programm, voraussichtlich mit einem kleinen Leistungsplus.

Spannender ist, dass es den Common-Rail-Diesel im neuen Touareg mit gleichem Hubraum auch in einer schwächeren, noch verbrauchsgünstigeren 190-PS-Version geben wird. Die ersetzt den alten Reihenfünfzylinder-Diesel (Pumpe-Düse-Technik, 174 PS), und das Ganze ist ein neuer Trend im VW-Konzern: ein Motor, ein Hubraum, verschiedene Leistungsstufen.

Nächste News: Topdiesel im Touareg ist nicht mehr der fünf Liter große V-Zehnzylinder mit 313 PS und Pumpe-Düse-Technik – der hätte die künftige Euro-5-Abgasnorm nicht erfüllt. Moderner und sparsamerer Ersatz kommt aus dem Audi-Regal: Der Touareg erhält den 4,2 Liter großen V8-TDI mit Common-Rail-Technik, der auch im Audi Q7 arbeitet. Der Verbrauch des Topmodells wird so von 11,9 Litern auf etwa 11 Liter sinken. Nebenbei gibt es mit mindestens 326 PS auch mehr Power. Die Spitze steigt von 231 auf gut 245 km/h, der Sprint auf Tempo Hundert geht in etwa 7,3 Sekunden (vorher 7,4). Auch wird bei VW schon über eine noch stärkere R-Version nachgedacht.

Bei den Touareg-Benzinern soll ein neuer Dreiliter-V6-FSI-Motor für Anreize sorgen. Das neue Turbo-Direkteinspritzertriebwerk (Audi-Entwicklungshoheit), das 330 PS hat und den bisherigen 3,6-Liter-FSI ersetzt, soll zum Verkaufsstart ausschließlich in einer Hybridversion starten – gekoppelt mit einem 34-kW-Elektromotor, der sich beim Beschleunigen zuschaltet und für niedrige Spritverbräuche sorgt. Plaziert zwischen dem V6 und dem Automatikgetriebe, offeriert er bei Vollgas ein Drehmoment von bis zu 285 Nm. Im Schiebebetrieb und beim Bremsen erzeugt das Hybridmodul Strom, als Speichermedium kommt erst mal eine Nickel-Metallhydrid-Batterie zum Einsatz, die später durch eine Lithium-Ionen-Batterie ersetzt wird.

Auch der Topmotor bei den Touareg-Benzinern ist künftig ein Audianer – der 4,2 Liter große V8-Direkteinspritzer mit mindestens 350 PS, der den bisherigen 450 PS starken W12-Motor ersetzt, der sich im Touareg nur noch in homöophatischen Dosierungen verkauft. Natürlich bleibt es beim permanenten Allradantrieb mit selbstsperrendem Mittendifferenzial. Neu im Programm: die Achtstufen-Automatik.

Auch beim künftigen Porsche Cayenne, der sichtbar schnittiger als das aktuelle Modell wirkt, steht das Thema Verbrauchssenkung im Vordergrund. Deshalb gibt es auch die große Überraschung, über die in der AUTO ZEITUNG schon zu lesen war: Der neue Cayenne wird bei Porsche der Diesel-Vorreiter, auch er bekommt den 240 PS starken Dreiliter-Common-Railer von Audi, an dem Porsche allerdings noch etwas feilen wird – mit rund 250 PS darf gerechnet werden. Der Durchschnittsverbrauch: nur rund neun Liter auf 100 Kilometer. Die Spitze dieses Diesels wird bei rund 215 km/h liegen.

Wenn der Selbstzünder bei den Kunden des Hauses einschlagen sollte (und davon gehen wir aus), kann Porsche später noch problemlos aufrüsten, denn auch der oben erwähnte V8-TDI von Audi passt ohne große Modifikationen in den Motorraum des Cayenne.

Neuer Sechszylinder im Cayenne
Die Achtzylinder-Benzinmotoren bekommen einen kleinen Leistungsnachschlag. Der soll sich aber im Rahmen halten und im Schnitt zwischen 10 und 20 PS liegen. So dürfte der 4,8-Liter-V8 des Cayenne S von 385 auf etwa 400 PS und das hubraumgleiche GTS-Triebwerk von 405 auf rund 420 PS zulegen.

Als Basisbenziner für den neuen Cayenne schiebt der VW-Konzern den oben erwähnten, neuen Dreiliter-V6-Turbo (330 PS) Richtung Stuttgart über den Tisch. Und der dient dann außerdem logischerweise beim Porsche-SUV als Kraftquelle für das geplante Hybridmodell, das gleich beim deutschen Verkaufsstart des Cayenne verfügbar sein soll. Bliebe noch zu erwähnen, dass es den Cayenne künftig auch in einer speziellen Geländeversion geben soll und dass auch er neue Infotainmentsysteme erhält und im Innenraum noch mehr Luxus für die Insassen bieten soll.
Wolfgang Eschment

AUTO ZEITUNG

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