Fahrbericht: Porsche 911 (991) Turbo S 2013: Bilder und technische Daten Aggressiver Allrounder

12.09.2013

Wer Turbo sagt, muss auch Porsche sagen: Seit fast 40 Jahren sind diese beiden Begriffe so unzertrennlich wie Bonnie und Clyde. Die neueste Turbo-Generation des Porsche 911 ist technisch hochgerüstet, extrem dynamisch und als 560 PS starke S-Version fast 200.000 Euro teuer. Fahrbericht

Bei Porsche läuft’s zur Zeit wie geschmiert. Ein Absatzrekord jagt den nächsten, und das Topmodell 911 Turbo steht schon in den Startlöchern – und ab September auch beim Vertrags-Händler.

 

VIEL TECHNIK FÜR EXTREME FAHRDYNAMIK

Damit der Neue ein Kracher wird, hat Porsche allerlei Hightech verbaut. Adaptive Dämpfer, aktive Wankstabilisierung sowie Motorlager, Hinterachslenkung und adaptive Spoiler an Bug und Heck sollen die Dynamik des 560 PS starken Turbo S steigern und seine Alltagstauglichkeit sichern.

Über holprige Landstraßen sowie von Teerflicken übersäten Asphalt rollt der Turbo erstaunlich lässig und verarbeitet jede Unebenheit trotz straffer Abstimmung gut. Auch Geradeauslauf und Geräuschkomfort passen, wobei der von zwei Turboladern unterstütze Direkteinspritzer mit sechs Zylindern ab 2500 Touren etwas dröhnig wirkt. Doch was beklagen wir uns, schließlich sitzen wir in einem Super-Sportwagen. Die Launch-Control arbeitet perfekt und soll den Auto News: Der neue Porsche 911 Turbo S anno 2013, den es nur noch mit Doppelkupplungsgetriebe (PDK) gibt, in nur 3,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 katapultieren. Das glauben wir nach dem Selbstversuch gern – auch ohne Messgerät an Bord. Selbst die versprochene Höchstgeschwindigkeit von 318 km/h zweifeln wir nicht an. Doch Längsdynamik ist nicht alles, und deshalb biegen wir auf die neue Rennstrecke am Bilster Berg ab, einer Art Nordschleife im Mini-Format. Das PSM (ESP) hat Pause, Heck- und Frontspoiler sind voll ausgefahren, und von nun an schalten wir manuell über die Wippen am Lenkrad.

1,2 bar Ladedruck meldet das Digitalinstrument, als wir aus der Boxengasse beschleunigen. Nach einem kurzen Sprint verzögern wir das 1530 Kilo schwere Geschoss mit den Karbon-Keramik-Scheiben (Serie im Turbo S) bis in den Kurvenscheitelpunkt hinein, öffnen die Lenkung direkt wieder, stehen gleichzeitig voll auf dem Gas und lassen den stärksten Allrad-Elfer wie auf Schienen aus der Kurve ziehen. Untersteuern hat sich der Neue weitestgehend abgewöhnt, und die mitgelenkte Hinterachse baut selbst auf feuchter Piste extrem viel Grip auf. So schnell und gleichzeitig ruhig fuhr am Limit bisher kein Turbo.

Einen Haken hat die Sache: Im Vergleich zum Vorgänger ist der Turbo S-Preis um über 20.000 Euro gestiegen – den normalen Turbo (520 PS) gibt’s ab 162.055 Euro. Wen’s tröstet: Der Neue soll 1,7 Liter weniger Sprit verbrennen – dank Euro-6-Norm, Segelfunktion und Start-Stopp-System.

Unser Fazit

Zwei Herzen schlagen in seiner Brust: Der neue 991 Turbo ist aggressiver Rundenzeiten-Jäger und entspannter Alltags-Cruiser zugleich.

Paul Englert

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