Porsche 911 GT3 991: Renn-11er auf dem Genfer Autosalon 2013 Keine Kompromisse

04.03.2013

Was dabei herauskommt, wenn man sich Sportlichkeit nicht nur auf die Fahnen schreibt, sondern bis zur letzten Schraube lebt, zeigt der neue Porsche 911 GT3

Moderne Autos haben es nicht immer leicht: Während es früher völlig in Ordnung war, vor allem auf einen bestimmten Aspekt des Autofahrens ausgelegt zu sein, verlangen die Kunden heute immer öfter Allrounder. So versuchen Limousinen und selbst SUVs Sportlichkeit zu vermitteln, während bei der Entwicklung von so manchem Sportwagen penibel darauf geachtet wird, dass er auf keinen Fall zu wenig Komfort bietet.

 

Porsche 911 GT3 991: Renn-11er auf dem Genfer Autosalon 2013

Zum Glück gibt es auch heute noch Fahrzeuge wie den Porsche 911 GT3, die nicht mit aller Macht versuchen, jeden Menschen glücklich zu machen. Sie begnügen sich damit, Kenner und Auto-Gourmets zu beglücken, ihr anerkennendes Nicken ist ihnen mehr Wert als der tosende Applaus der grauen Masse.

Auf dem Genfer Autosalon 2013 präsentieren die Zuffenhausener nun den neuen GT3 auf Basis der aktuellen 911-Generation 991 und wie schon bei den seit 1999 angebotenen Vorgängern zeichnet sich auch die jüngste Interpretation des Themas GT3 durch eine konsequente Konzentration auf Fahrdynamik und Sportlichkeit aus.

Im Jahr des 50. Geburtstags des 911 verkörpert der Porsche 991 GT3 perfekt die ursprüngliche Idee hinter der Sportwagen-Ikone: An Bord befinden sich praktisch nur jene Dinge, die dem Fahrspaß dienlich sind und eine gewisse Rest-Alltagstauglichkeit bescheren. Motor, Getriebe und Fahrwerk wurden für den 911 GT3 komplett neu entwickelt, was ihm ein eigenständiges Fahrverhalten mit deutlicher Abgrenzung zu den Carrera-Modellen beschert.

Für vehementen Vortrieb sorgt ein 3,8 Liter großer Sechszylinder-Boxermotor, der dank geschmiedeten Kolben, Titanpleueln und völlig neuentwickelter Ventilsteuerung Höchstdrehzahlen von 9.000 U/min erreicht und zudem mit einem äußerst direkten Ansprechverhalten glänzt. 475 PS sorgen dafür, dass der Hochleistungssportler in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h erreicht. 200 km/h liegen nach weniger als 12 Sekunden an.

Kombiniert wird der dynamisch gelagerte Hochdrehzahl-Saugmotor des neuen Porsche 911 GT3 2013 stets mit einem PDK genannten Doppelkupplungsgetriebe, das über sieben Gänge verfügt und sich mit Hilfe von Schaltwippen am Lenkrad manuell beeinflussen lässt. Auch beim Getriebe handelt es sich um eine Eigenentwicklung für den GT3: Ähnlich wie bei sequenziellen Schaltgetrieben im Rennsport liegt der Fokus einzig auf extrem schnellen Gangwechseln und maximaler Performance. Dazu passt auch, dass die Höchstgeschwindigkeit im 7. Gang erreicht wird, der anders als heute üblich nicht als Overdrive für niedrige Drehzahlen ausgelegt ist.

Vor allem hohen Kurvengeschwindigkeiten ist hingegen das Fahrwerk verpflichtet, das wie beim Vorgänger in Höhe, Spur und Sturz einstellbar ist. Die 20 Zoll großen Felgen kommen wie im Rennsport mit Zentralverschluss, was theoretisch schnellere Reifenwechsel ermöglicht. Besonderes Highlight ist aber die aktive Hinterachslenkung, die je nach Geschwindigkeit gegen- oder gleichsinnig zu den Vorderrädern lenkt und so Agilität und Stabilität verbessert.

Dass sich die Mühe der Entwickler gelohnt hat, lässt sich schon an einem einzigen Wert ablesen: Die Nürburgring-Nordschleife umrundet der neue 911 GT3 laut Porsche in weniger als 7:30 Minuten, was ihn in eine Liga mit den stärksten und schnellsten Supersportwagen überhaupt hebt. Für optimale Traktion beim Herausbeschleunigen sorgen das Sperrdifferenzial und die 305 Millimeter breiten Reifen an der angetriebenen Hinterachse.

Dass die Kunden diese Fähigkeiten und die konsequente Auslegung des GT3 zu schätzen wissen, macht ein weiterer Wert deutlich: Etwa 80 Prozent aller 911 GT3 werden laut Porsche tatsächlich auf der Rennstrecke gefahren, weil sich das volle Potenzial des bisher schärfsten 991 ohnehin nicht auf öffentlichen Straßen erkunden lässt.

Benny Hiltscher

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