Test: Porsche 911 Carrera 4S 2013 - Bilder und technische Daten Der Vierer fährt voran

14.02.2013

Porsche 911 Carrera 4S im Test: Der aktuelle 911 S ist bereits ein Topauto. Noch besser wird er jetzt mit Allradantrieb unter der Bezeichnung 4S

Klar, einen allradgetriebenen Porsche 911 erkennt man ander 4 am Heck. Aber nicht nur. Der Kenner registriert darüber hinaus die fülligen Hinterbacken nebst breiterer Spur und das Leuchtband zwischen den Rücklichtern als untrügliche Hinweise auf den Vierradantrieb. Soweit die Äußerlichkeiten, doch lassen wir lieber den Drei-Achter-Boxer jubeln und die nach wie vor höchst unterhaltsamen 400 PS von der Leine.

 

Porsche 911 Carrera 4S: Extrem fahrstabil mit Allrad und 400 PS

Zumindest auf trockenem Asphalt fällt auf, dass im Vergleich zum heckgetriebenen Elfer nichts auffällt. Der Porsche 911 Carrera 4S lässt sich genauso spielerisch und leichtfüßig in Kurven aller Art werfen wie der messerscharf präzise Normalelfer. Von Trägheit und Untersteuern – Eigenschaften, die man Allradlern gern mal nachsagt – ist hier keine Spur. Eigentlich eine gute Nachricht, aber es beschleicht einen schon der Verdacht, dass die 9877 Euro mehr für den Allradantrieb herausgeschmissenes Geld sein könnten.

Nun leben wir hier aber nicht in der Wüste Nevadas, sondern haben es häufig mit nassen oder auch mal mit schneebedecktem Asphalt zu tun. Hier spielt der weiterentwickelte Allradantrieb seine verbesserten Eigenschaften sofort aus. In vorauseilendem Gehorsam leitet das mit allen fahrdynamischen Regelsystemen vernetzte PTM (Porsche Traction Management) selbst dann bereits Kraft auf die Vorderräder, wenn hinten noch kein Schlupf auftritt.

Das macht der 4S vor allem, wenn das Doppelkupplungsgetriebe (PDK, Aufpreis 3511 Euro) in den kleinen Gängen verharrt, also zum Beispiel bei beherzter Kurvenhatz im Sport Plus-Modus (nur mit Sport Chrono Paket, 2023 Euro). Beobachten lässt sich das jetzt gut in der graphischen Anzeige für die Kraftverteilung im Cockpit. Mit fast erschreckender Stabilität fegt der Allrad-Elfer durch die Kurven, sogar auf nassem Asphalt.

Um die Grenzen des Systems bei abgeschalteter Fahrdynamikregelung (PSM) kennenzulernen, muss man sich schon in Regionen jenseits von Gut und Böse begeben. Reagiert der Elfer dann auf Lastwechsel mit einem leichten Heckschwenk, reicht meist schon ein Tritt aufs Gas, um das Auto wieder zu stabilisieren. Abgesehen vom horrenden Preisniveau – und das betrifft sowohl den Grundpreis als auch die zahllosen kostspieligen Extras – bietet der Allrad-Elfer nur Vorteile, zumal Verbrauch (11,7 l/100 km) und Gewichtszunahme (plus 50 kg) moderat ausfallen.

Fazit: Mit dem weiterentwickelten Allradantrieb gewinnt der Elfer nochmals an Dynamik. Der Preis dafür ist hoch.

TECHNIK
 

Porsche 911 Carrera 4S 2013
Motor 6-Zylinder Boxer, 4-Ventiler, Direkteinspritzung
Hubraum 3800 cm³
Leistung 294 kW / 400 PS bei 7400 / min
Max. Drehmoment 440 Nm bei 5600/ min
Getriebe 7-Gang, Doppelkupplung (PDK, opt.)
Antrieb Permanenter Allradantrieb
Fahrwerk v.: McPherson-Federbeine, Querlenker, Längslenker;
h.: Mehrfachlenkerachse, rundum: adaptive Dämpfer (PASM), Stabi., PSM (ESP)
Bremsen rundum: innenbelüftete, gelochte Scheiben; ABS, Bremsassistent
Bereifung v.: 245/35 ZR 20 Y; h.: 305/30 ZR 20 Y
Felgen v.: 8,5 x 20; h.: 11 x 20; Pirelli P Zero NO
L/B/H 4491 / 1852 /  1296 mm
Radstand 2450 mm
Leergewicht 1530 kg
Zuladung 365 kg
Anhängelast, gebr. / ungebr. -
Kofferraumvolumen 125 l
Abgasnorm Euro 5
Typklassen HP 13/VK 28 /TK 29
MESSWERTE
 
0-100/ 200 km/h 4,0/ 13,5 s
Höchstgeschwindigkeit¹ 297 km/h
Bremsweg 100-0 km/h kalt / warm 32,6 m / 31,8 m
EU-Verbrauch¹ 11,7 l SP/100 km
CO2-Ausstoß¹ 215 g/km
KOSTEN  
Grundpreis 115.824 (mit PDK)
¹ Werksangaben

Jürgen Voigt

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