Porsche 911 (IAA 2015): Mitfahrt Beifahrer im gelifteten Porsche 911

09.09.2015

Das Porsche 911 Facelift zur IAA 2015 (17. bis 27. September) bringt erstmals Turbo-Motoren in die Basismodelle Carrera und Carrera S. Wir durften mitfahren und klären, was sich ändert.

Man kann ihn noch nicht sehen, aber dafür umso besser hören. Während Porsche-Motorenchef Jörg Kerner seinen Gästen bei der Erstbegegnung mit dem überarbeiteten 911 noch mit jeder Menge Theorie den Abschied vom Saugmotor schönreden will, der jetzt gegen einen Einheits-Sechszylinder mit drei Litern Hubraum und Doppelturbo getauscht wird, macht draußen eine ganz simple Startsequenz allen Diskussionen ein Ende. Denn wenn ein halbes Dutzend Porsche-Prototypen auf dem Hockenheimring ihre Sechszylinder anwerfen, dann will man nichts mehr wissen von Saugen oder Blasen, dann kümmert es einen nicht, ob der saugende Motor spontaner oder der aufgeladene sparsamer ist. Sondern dann will man nur noch einsteigen und selber ausprobieren, ob der neue 911 Carrera tatsächlich mal wieder der beste Elfer aller Zeiten ist.

Porsche 911 Facelift 2015: Mitfahrt im 911 Carrera Turbo

Ganz so weit ist es zwar noch nicht. Denn Selberfahren dürften Menschen ohne Werksausweis erst zur Markteinführung Mitte Dezember und müssen dafür mindestens 94.344 Euro für das Coupé oder 107.434 Euro für das Cabrio bezahlen. Doch zumindest die Beifahrertür geht schon mal auf und die Werkspiloten stehen für ein paar schnelle Runden der praktischen Beweisführung bereit. Sorgen über die Emotionalität des Elfers blasen sie dabei schon mit dem Anlasser aus der Welt. Denn nicht nur von außen klingt der Boxer rau und rotzig wie eh und je. Sondern mit künftig sogar zwei Direktleitungen vom Heck in den Innenraum hat man den Sound der sechs Zylinder jetzt förmlich direkt im Ohr. Und dass sich in das vertraute Brabbeln bei hohen Drehzahlen das heisere Singen des Turbos mischt – da werden die Porsche-Fahrer bald drauf pfeifen.

Der Sound intensiv und lebendig wie man es kennt und mit Drehzahlen bis 7.500 Touren hinreichend lebendig, muss man sich um die Emotionen offenbar keine Sorgen machen. Und auch was den Elan angeht, ist das Update des Stuttgarter Urmeters über jeden Zweifel erhaben. Nicht so sehr die 20 PS mehr Leistung, die der Turbo aus dem kleineren Motor presst und so den Basis-Efler auf 370 und den Carrera S auf 420 PS bringt, machen den Unterschied. Sondern es sind vor allem die 60 Nm mehr Drehmoment. Zumal die Anzugskraft von 450 Nm im Carrera und 500 Nm im Carrera S jetzt bereits bei 1700 Touren gipfelt und die Kurve erst jenseits der 5.000 Touren wieder abfällt. „Egal in welcher Situation der Fahrer gerade ist, er kann immer spürbar mehr Leistung abrufen“, verspricht Kerner und seine Testfahrer draußen auf der Strecke machen sich einen Spaß daraus, das ihren Passagieren eindrucksvoll zu beweisen. Wer zwei, drei Runden mit ihnen unterwegs war, der glaubt ihnen gerne, dass der neue Elfer dem aktuellen Modell auf der Nordschleife glatte zehn Sekunden abnimmt.

Fortsetzung in der Bildergalerie: So fährt das Porsche 911 Facelift!

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