Autolack-Pflege: Zehn Autopolituren im Test Glänzende Handarbeit

11.02.2013
Inhalt
  1. Autopolituren im Test
  2. Autopolituren für leicht ermattete Lacke zeigen, was sie können
  3. Die Autopolituren verschleifen die Mini-Krater im matten Lack
  4. Nicht alle AUTOPolituren arbeiten gleich sauber
  5. Gute AUTOPOlituren konservieren den Glanz

Autopolituren mit neuen Rezepturen sollen sich leicht und schnell verarbeiten lassen. Die Hersteller versprechen zudem Hochglanz, Farbauffrischung und konservierende Wirkung durch das Behandeln mit nur einer Lackpolitur. Wir testen zehn Produkte in Labor und Praxis

 

Autopolituren im Test

Autolacke sollen weit mehr als nur alle Blicke auf sich ziehen. Zum Beispiel das empfindliche Blechkleid vor Schmutz, Witterung, Rost, UV-Strahlen, Baumharz und Vogelkot schützen. Dazu muss die Oberfläche intakt sein und Wasser in dicken Tropfen abperlen. Stumpfe Lackoberflächen bedürfen einer gründlichen Pflege. Hier reicht ein Wachs, das nur konservierende Funktion hat, nicht mehr aus. Stattdessen sollte man sich für eine auffrischende Politur entscheiden – und diese per Hand auftragen.

 

Autopolituren für leicht ermattete Lacke zeigen, was sie können

Für die mühsame Polier-Arbeit gibt es zwar in Autoteileläden elektrische Poliermaschinen für zirka 50 Euro, doch bei unsachgemäßem Gebrauch schleifen diese vor allem an Karosseriekanten die Lackschicht viel zu schnell ab. Aus der breiten Palette unterschiedlichster Polituren wählten wir jene, die für nur leicht ermattete Lacke bestimmt sind. Solche Oberflächen enthalten mikrofeine Risse und Kratzer, und die Farbe des Autos wirkt im Sonnenlicht leicht ergraut. Grundsätzlich gilt, die Polituren sanft und mit möglichst gleichmäßigem Druck aufzutragen. Denn diese Chemie enthält Schleifmittel, die durch das Einreiben und Blankpolieren eine dünne Schicht des Lacks abträgt.

 

Die Autopolituren verschleifen die Mini-Krater im matten Lack

Unter dem Mikroskop betrachtet, sieht der matte Lack wie eine Alpenlandschaft aus.
Durch die beim Polieren abgetragenen Spitzen und gefüllten Täler entsteht wieder eine glatte, geschlossene Oberfläche. Allerdings reduziert das Polieren die Schichtdicke des Decklacks bei jeder Anwendung um etwa drei Mikrometer. Das sind zwar nur ein bis zwei Tausendstel Millimeter, aber immerhin fünf Prozent der Klarlackschicht. Allzu häufiges Polieren schadet also dem Lack. Beim Einkauf unserer Testproben entdeckten wir so genannte Color-Polituren. Diese enthalten Rezepturen, die auf bestimmte Farbtöne abgestimmt sein sollen. Einige Produkte sollen laut Etikett speziell für Metalliclacke geeignet sein. Solche Pflegemittel kann man getrost im Regal stehen lassen: Alle modernen Autos – ob mit Uni- oder Metalliclack – tragen eine farblose Klarlackschicht. Spezieller Polituren bedarf es also nicht.

 

Nicht alle AUTOPolituren arbeiten gleich sauber

Bei unserem Test legten wir besonderen Wert auf die Reinigungsleistung, denn bei der Polierarbeit sollen sich Insektenrückstände, Teerspritzer und Baumharzreste möglichst schnell und restlos entfernt lassen. Hier leisteten die Sonax Auto Politur und das A1 2K von Dr. Wack Chemie ganze Arbeit und erhielten die volle Punktzahl. Auch in der Schleif- und Polierwirkung lagen diese beiden Produkte mit Abstand vorn. Trotz wenig mechanischer Nacharbeit erzielten Dr. Wack-Politur A1 2K und die Sonax Auto Politur die besten Ergebnisse. Nicht überzeugen konnte hier die Ultra Hochglanz Politur von Armor All, die auch insgesamt den Test verliert.

 

Gute AUTOPOlituren konservieren den Glanz

Damit der saubere und aufpolierte Lack möglichst lange seinen strahlenden Glanz behält, enthalten die Rezepturen Konservierungsmittel. Die wirkungsvollsten Beigaben für langanhaltenden Glanz registrierten wir bei der Sonax Auto Politur und der A1 Speed Polish von Dr. Wack. Oft sind Chemikalien, die ein bestimmtes Material schützen, für andere Werkstoffe unverträglich oder gar schädigend. Deshalb ließen wir alle Produkte im DEKRA-Umweltlabor auf Verträglichkeit untersuchen. Erfreulicherweise enthielt keine der getesteten Proben Stoffe, die Dichtgummis schaden, Kunststoffe anlösen und Aufkleber oder Zierstreifen zerstören. Alle Produkte zeigten sich giftfrei. Abzug gab es lediglich für alle in der Rubrik „biologisch abbaubar“. Große Unterschiede fielen bei der Ergiebigkeit auf: Flaschen mit gut dosierbaren Öffnungen und Chemikalien mit langsam ablüftenden Lösungsmitteln erleichtern den gleichmäßig dünnen Auftrag. Bei den meisten Mitteln klappte dies gut. Abstriche mussten der Aral Lack Reiniger und die 1Z Lack-Politur hinnehmen. Gute Polier- und Konserviereigenschaften krönen die Sonax Auto Politur zum Gesamtsieger, gefolgt von den beiden Dr. Wack-
Produkten A1 2K und A1 Speed Polish.

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