Vergleich Sportcoupés: Peugeot RCZ 200 THP vs. Subaru BRZ Sport Sport ist ihr Hobby

08.04.2013
Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Der frisch überarbeitete Peugeot RCZ und der dynamische Subaru BRZ sind die idealen Partner für die spontane Flucht aus dem Alltag. Sportcoupé-Vergleich

Sportwagen machen keine Kompromisse. Sie sind keine Allrounder für den täglichen Weg zur Arbeit oder die Fahrt zum Einkaufen. Sportwagen dienen dem Vergnügen, der Flucht aus dem täglichen Stress. Doch nicht jeder kann sich Kompromisslosigkeit leisten. Allerdings muss auch nicht jedes Zugeständnis an Funktion einen faden Beigeschmack haben. Peugeot RCZ und Subaru BRZ sind der Beweis dafür: zwei rassige Sportcoupés, die beim täglichen Ritt zur Arbeit durchaus Spaß bereiten. Dabei verfolgen sie unterschiedliche Philosophien, um dem Alltag mehr Würze zu geben: Peugeot setzt auf Turbo-Punch und Frontantrieb, während Subaru ganz traditionell Heckantrieb und drehwilligen Saugmotor bevorzugt.

 

Karosserie

Schon beim ersten Blick auf diese Sportler wird klar, dass sich hier alles um Fahrer und Beifahrer dreht. Denn obwohl beide Hersteller keck ihre Coupés als 2+2-Sitzer anpreisen, reicht der Platz vor allem im Peugeot hinten nur für Kleinkinder. Der insgesamt flachere Subaru verwöhnt zwar mit einem Hauch mehr Luft über den Köpfen der Fondgäste, aber eng ist es auch hier.

Vorn fallen die zwei dafür passgenau aus. Während der Peugeot mit seiner höheren Sitzposition mehr Überblick und ein luftigeres Raumgefühl gewährt, demonstriert der Subaru mit seiner flachen Sitzposition mit ausgestreckten Beinen unter dem steil stehendem Lenkrad traditionelle Sportwagentugenden.

Erst beim Kofferraumvolumen kommt beim Japaner ein Engpass auf: Gerade einmal 243 Liter Gepäck passen in sein knackiges Heck, der Peugeot darf fast 80 Liter mehr transportieren. Eine geteilt umlegbare Fondsitzlehne sorgt zum Ausgleich bei beiden für etwas Flexibilität im täglichen Umgang.

Während der Franzose Notrufassistenten, Berganfahrhilfe und unter anderem Kurvenlicht (950 Euro inklusive Xenon) anbietet, übt sich Subaru bei der Sicherheitsausstattung in Zurückhaltung.

Grundsolide hingegen ist die Verarbeitung beider Coupés, doch die feineren Materialien findet man im Innenraum des bei Magna Steyr in Graz gebauten RCZ.

KarosserieMax. PunktePeugeot RCZ 200 THPSubaru BRZ Sport
Raumangebot vorn1006563
Raumangebot hinten100615
Übersichtlichkeit704038
Bedienung/ Funktion1008285
Kofferraumvolumen1002011
Variabilität1001616
Zuladung/ Anhängelast802120
Sicherheit1505246
Qualität/ Verarbeitung200170166
Kapitelbewertung1000472460

 

Fahrkomfort

Ihren sportlichen Anspruch können der Peugeot und der Subaru auf zerfurchten Pisten nicht verleugnen. Insbesondere die Federelemente des Peugeot RCZ reagieren auf Querfugen steifbeinig. Seine durch und durch harte Abstimmung sorgt zudem dafür, dass selbst auf glatten Autobahnetappen stets Bewegung im Aufbau entsteht. Der Japaner agiert allerdings nur eine Spur sanfter auf schlechten Strecken. Auch beim Sitzkomfort hat der Subaru BRZ etwas mehr zu bieten: Seine gut anliegenden Sitze sind bequemer als das kurze, weil vorn stärker abfallende Sitzmobiliar des Peugeot.

Dafür gleitet der Franzose mit geringeren Windgeräuschen übers Land und profitiert darüber hinaus besonders auf längeren Etappen von seinem bei gleichem Tempo niedrigerem Geräuschniveau des Turbos im Vergleich zum unter Last stets präsenten Subaru-Boxertriebwerk.

FahrkomfortMax. PunktePeugeot RCZ 200 THPSubaru BRZ Sport
Sitzkomfort vorn150118122
Sitzkomfort hinten1001528
Ergonomie150120118
Innengeräusche503227
Geräuscheindruck1008175
Klimatisierung503432
Federung leer200117120
Federung beladen200117118
Kapitelbewertung1000634640

 

Motor und Getriebe

Kleine Turbos mit sattem Punch gehören derzeit zum guten Ton. Und in diesem Vergleich wird deutlich warum: Gegenüber dem Zweiliter-Sauger des Japaners hat der per Turbolader unter Druck gesetzte kleine Vierzylinder des Franzosen stets die Nase vorn. Er drückt schon ab 1700 Umdrehungen 275 Newtonmeter in den Antrieb. Der nach Drehzahl hechelnde Boxer des Subaru BRZ im Fahrbericht braucht 6400 Touren, um gerade einmal 205 Newtonmeter zu produzieren. Dort, wo der Peugeot lustvoll mit fülligem Druck nach vorn stürmt, benötigt der Subaru eine schnelle Hand am Schalthebel, um die optimale Zahnradpaarung einzulegen, die den Sauger ins passende Drehzahlfenster befördert. Allerdings stört dieser Charakterzug lediglich im Stadtverkehr.

Auf Landstraßen hingegen, weckt der Subaru-Treibsatz klassisches Sportwagenflair. Oberhalb von 6000 Touren harmoniert alles bestens: Knackiges Getriebe, gieriges Ansprechverhalten und die heiser kreischende Boxermelodie distanzieren den BRZ wohltuend vom Turbo-Einerlei der Konkurrenz.

Auch der Peugeot-Dampfhammer lässt besonders durch seinen sonoren Klangteppich, das feine Ansprechverhalten und die enorme Drehfreude keine Spur von Langeweile aufkommen. Der etwas geringere Verbrauch fällt hier kaum ins Gewicht.

Motor und GetriebeMax. PunktePeugeot RCZ 200 THPSubaru BRZ Sport
Beschleunigung150120119
Elastizität1008579
Höchstgeschwindigkeit1507972
Getriebeabstufung1008276
Kraftentfaltung503630
Laufkultur1006365
Verbrauch325222218
Reichweite251110
Kapitelbewertung1000698669

 

Fahrdynamik

Nicht nur beim Motor setzt Subaru auf klassische Sportwagentugenden und schickt die Kraft über die Hinterräder auf den Asphalt. Beim BRZ Sport kommt zudem ein Hinterachssperrdifferenzial zum Einsatz. Zusammen mit dem weniger frontlastigen Gewichtsverhältnis von 56 zu 44 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse sowie der fein kommunizierenden Lenkung steigt im BRZ mit jedem Meter die Lust am Fahren. Ohne Hektik über den Handlingparcours dirigiert, folgt der kompakte Sportler aus Japan willig den Anweisungen des Fahrers. Dank Sperrdifferenzial und feinem Ansprechverhalten des drehfreudigen Boxers lässt sich die Leistung äußerst gefühlvoll dosieren. Der konzeptbedingte Drang zum Übersteuern fördert beim Subaru sogar noch die Dynamik als dass er sie einschränkt – die Abstimmung passt somit auch für die Rennstrecke. Allerdings hat das klassische Konzept ein Problem: frontangetriebene Sportcoupés als Gegner vom Schlag eines Peugeot RCZ.

Denn trotz seiner Kopflastigkeit – 65 Prozent des Gewichts lasten auf der Vorderachse – und 100 Kilogramm Mehrgewicht wetzt der Franzose äußerst leichtfüßig über den kurvigen Handlingparcours. Er lenkt willig ein, fährt stabil auf Kurs und bleibt im Grenzbereich frei von plötzlichen Ausfallschritten. Das in Wechselkurven leicht nach außen drängende Heck hebt die dezente Untersteuertendenz zum Teil auf und verschafft dem RCZ ein fein ausbalanciertes sowie sehr sicheres Handling.

Auf der Strecke ist es dann auch der rassige Peugeot, der die Ziellinie als erster überquert – keine Spur von einem langweiligen Frontantriebssportler. Standfeste, wirkungsvolle Bremsen runden die gute Performance des RCZ ab. Allerdings verzögert der BRZ noch etwas energischer, was ihm unterm Strich hauchdünn den Kapitelsieg einbringt.

FahrdynamikMax. PunktePeugeot RCZ 200 THPSubaru BRZ Sport
Handling1509291
Slalom1007566
Lenkung1007578
Geradeauslauf504036
Bremsdosierung302020
Bremsweg kalt150105115
Bremsweg warm150108109
Traktion1003848
Fahrsicherheit150125115
Wendekreis20910
Kapitelbewertung1000687688

 

Umwelt und Kosten

Die Frage, ob man den Peugeot RCZ oder den Subaru BRZ Sport wählt, ist bei den ähnlichen Grundpreisen lediglich eine Entscheidung des Geschmacks. Dennoch sichert sich der Franzose das Kostenkapitel mit dem geringfügig günstigeren Einstiegspreis sowie der umfangreicheren Multimedia-Ausstattung mit serienmäßiger Bluetooth-Schnittstelle und möglichem Festplattenspeicher. Allerdings ist es ein knapper Sieg, denn die fünfjährige Garantie, die Subaru auf die Technik gewährt, ist ein wichtiges Kaufargument.

Kosten/UmweltMax. PunktePeugeot RCZ 200 THPSubaru BRZ Sport
Bewerteter Preis675197193
Wertverlust501819
Ausstattung252020
Multimedia502620
Garantie/Gewährleistung502835
Werkstattkosten201414
Steuer1098
Versicherung403430
Kraftstoff553635
Emissionswerte252222
Kapitelbewertung1000404396

 

Fazit

Der Subaru BRZ soll als klasssicher Hecktriebler Emotionen wecken – das gelingt ihm sehr überzeugend. Ein feines Handling, der charismatische Motor und die schicke Karosserie treffen Sportwagenfans mitten ins Herz. Doch auch der Peugeot beweist sehr eindrucksvoll, wie dynamisch sportliche Coupés mit Frontantrieb heutzutage über die Piste rennen. Beim Antrieb ist der kleine Turbo des Peugeot RCZ dem Zweilitermotor des Subaru sogar überlegen. Dem Peugeot gelingt der Spagat zwischen unkompliziertem Umgang im Alltag und heißer Performance auf abgesperrter Strecke deutlich besser als dem konsequent auf Fahrfreude ausgelegten Subaru, was dem RCZ unterm Strich verdient den Sieg beschert.

Gesamtbewertung

Max. PunktePeugeot RCZ 200 THPSubaru BRZ Sport
Summe500028952853
Platzierung12

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