Peugeot 3008 Puretech 130: Test Kompakt-SUV 3008 im Test

21.03.2017
Inhalt
  1. Test: Peugeot 3008 mit umfangreicher Sicherheitsausstattung
  2. Das neue Franzosen-SUV wirkt recht handlich
  3. Die Grundausstattung ist preislich fair kalkuliert
  4. Unser Testfazit

Dem SUV-Trend kann sich auf Dauer kein Hersteller entziehen. Mit dem neuen Peugeot 3008 machen sich die Franzosen auf ins Kompakt-SUV-Segment und hoffen auf einen Verkaufserfolg. Unser Test klärt seine Marktchancen.

Nein, dem SUV-Trend können sich auch die Autobauer an der Seine nicht verschließen. Autos mit Offroad-Attitüde boomen überall in Europa, unabhängig vom tatsächlichen Alltagsnutzen. Nachdem Modelle wie Peugeot 4007 und 4008 im Grunde nur neu eingekleidete Mitsubishi Outlander und ASX waren, stellen sich die Franzosen nun auf eigene Füße und liefern mit dem neuen 3008 eine selbstentwickelte Interpretation des Themas. Die markante Karosserie wirkt muskulös und offenbart schon gleich nach dem Einstieg ein ordentliches Platzangebot. Vor allem im Fond gibt es reichlich Kniefreiheit, und auch die Polster sind sehr bequem. Vorn freuen sich die Passagiere vor allem über die gute Schulterabstützung der Sitze. Ein Novum ist das aus Modellen wie 208 und 308 übernommene i-Cockpit mit den oberhalb des recht kleinen Lenkrads angeordneten Armaturen. Beim 3008 behindert das Volant den Blick auf die individuell konfigurierbaren Anzeigen nicht. Neu ist auch ein 12,3 Zoll großer Touchscreen. Über diesen lassen sich diverse Fahrzeugfunktionen steuern, die in Menüs hinterlegt sind, die vorher über Drucktasten auf der breiten Mittelkonsole angewählt werden können. Das alles funktioniert gut, wenngleich sich der eine oder andere Fahrer einen direkten Zugriff auf die Regelung der Klimaanlage wünschen würde.

Der Peugeot 3008 im Video:

 
 

Test: Peugeot 3008 mit umfangreicher Sicherheitsausstattung

Sehr hilfreich bei der Beladung des 520 bis 1482 Liter großen Laderaums ist die per Fernentriegelung umklappbare Rücksitzlehne, die einen ebenen Kofferraumboden bildet. Die Materialauswahl des Interieurs geriet geschmackvoll  – insbesondere die Stoffhaptik der Armaturenbrett- und Türtafel Intarsien wirkt pfiffig. In Sachen Konnektivität hat der Testwagen in der hochwertigen Allure-Ausstattung (ab 28.200 Euro) serienmäßig die Peugeot Connect-Box an Bord, die kostenlose Telematik-Dienste wie eine Unfall- und Pannenhilfe bereithält. Mit Hilfe von Mirror Screen lässt sich die Benutzeroberfläche gekoppelter Smartphones auf den Touchscreen spiegeln. So kann der Fahrer Apple CarPlay für iOS-Geräte und auch MirrorLink für Smartphones mit Android-Betriebssystemen nutzen. In puncto Sicherheit bietet schon die Basis-Version Access (ab 22.900 Euro) Abstandswarner, Spurhalte- und Notbremsassistenten (Active Safety Brake) sowie Verkehrsschilderkennung serienmäßig. Die Allure-Version (ab 28.200 Euro) fährt darüber hinaus noch mit aktivem Totwinkelassistenten, aktivem Spurhalte- und Fernlichtassistenten sowie einem Müdigkeitswarner vor. Als Antrieb unseres Testwagens fungiert der bekannte 1,2 Liter große Dreizylinder-Turbo aus der PureTech-Reihe, der 130 PS leistet. Damit harmoniert der 3008 ausgesprochen gut.

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Das neue Franzosen-SUV wirkt recht handlich

Laut Datenblatt soll das maximale Drehmoment von 230 Newtonmetern zwar schon bei 1750 Umdrehungen anliegen, in der Praxis stellt der Franzose Schub aber erst knapp oberhalb der 2000er-Marke zur Verfügung. Damit kann man leben, denn von da an lässt die Zugkraft nicht nach und wird erst vom Drehzahlbegrenzer bei etwa 6300 /min unterbrochen. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechsgang-Getriebe, dessen kurzer Schalthebel zwar optimal positioniert, aber nicht allzu präzise geführt ist. Trotz des Umstands, dass es sich bei dem Dreizylinder um den Einstiegsmotor handelt, fühlt man sich durchaus ordentlich motorisiert. Mit 10,4 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h unterbietet der Franzose die Werksangabe um 0,4 Sekunden, und auch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h wird man keineswegs zum Verkehrshindernis. Erfreulich: Der Testverbrauch bleibt mit 7,2 Liter Super auf 100 Kilometern im Rahmen. Eine gelungene Schwingungsentkopplung dient der Laufruhe des Aggregats und damit dem Komfort. Dieser wird nachhaltig auch von der Feder-Dämpfer-Abstimmung unterstützt, die bei langsamer Fahrt noch etwas straff wirkt, mit zunehmendem Tempo aber die meisten Asphaltbeläge erfolgreich ausbügelt, statt falsch verstandene Sportlichkeit vorzugaukeln.

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Die Grundausstattung ist preislich fair kalkuliert

Dank des kleinen Lenkrads lässt sich der 3008 wieselflink über kurviges Terrain treiben. Dabei tritt das ESP recht früh auf den Plan, um der Untersteuertendenz entgegenzuwirken. Spürbar ist allerdings, dass die Traktion des Fronttrieblers bei beherztem Leistungseinsatz rasch an ihre Grenzen gelangt. Sei’s drum, im Lauf seines Modellzyklus dürften wir den 3008 auch noch mit Allradantrieb als Hybrid sehen. Frei von Tadel sind die Bremsen: Mit 35,5 m (kalt) und 33,6 m (warm) aus Tempo 100 bis zum Stand spielt der 3008 in dieser Disziplin in seinem Segment vorn mit. Den Einstiegspreis für den 130 PS starken 3008 haben die Franzosen mit 22.900 Euro fair kalkuliert. Gleichwohl muss, wer Wert auf bestimmte Ausstattungsdetails wie eine Einparkhilfe vorn und hinten, Leichtmetallräder oder einen umklappbaren Beifahrersitz legt, höherwertige und damit deutlich teurere Ausstattungslinien wählen. Dafür streift der Löwe dann aber auch recht luxuriös durch das SUV-Revier.


Technische DatenPeugeot 3008 PureTech 130
MotorR3
Hubraum1199 ccm
Leistung130 PS
Max. Drehmoment230 Nm
Getriebe6-Gang, manuell
AntriebVorderrad
L/B/H in mm4447/1579/1624
Leergewicht1432 kg
Kofferraum520-1482 l
0-100 km/h10,4 s
Höchstgeschwindigkeit188 km/h
Verbrauch7,2 l
Grundpreis22.900 Euro



 

Unser Testfazit

Beim neuen Peugeot 3008 haben die Franzosen vieles richtig gemacht: Ansprechende Optik, ein quirliger Motor und ordentliche Komforteigenschaften sprechen für das innovative SUV und dessen Marktchancen. Wenn es dann eines Tages auch noch einen Allradantrieb gibt, dürfte es selbst abseits befestigter Wege ordentlich vorwärtsgehen. 

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