Technik Peugeot 208 HYbrid FE: IAA-Studie verbraucht 2,1 Liter Super Sportlich sparen

30.07.2013

Peugeot stellt auf der IAA einen sportlichen 208 mit Hybridtechnik vor, der sich mit nur 2,1 Liter Super pro 100 km begnügen soll. Wir durften ihn exklusiv unter die Lupe nehmen

Nicht Spaß oder Sparen, sondern Spaß bei gleichzeitig geringem Verbrauch ist gefragt. Was gegensätzlich klingt, haben sich die Peugeot-Vorausentwickler als Zukunftsziel gesetzt. Alles nur Theorie? Ganz im Gegenteil: Schon im Spätsommer wollen die Franzosen auf der IAA 2013 eine fahrfertiges Studie präsentieren, das beides kann: beschleunigen wie ein Sportler, aber deutlich weniger verbrauchen als ein übliches Auto mit Benzinmotor.

 

Peugeot 208 HYbrid FE: Nur 2,1 Liter Super auf 100 km

Projektleiter Christophe Mary verrät bereits Zahlen: Der Peugeot 208 HYbrid FE soll in acht Sekunden Tempo 100 und eine Spitze von 170 km/h erreichen und dabei nur 49 g CO2/km emittieren. Das entspricht einem Verbrauch von 2,1 Liter Super pro 100 km.

Um das zu realisieren, schnürten die Entwickler ein stattliches Technologiepaket: Sie speckten das Basis-Auto um 200 kg ab, senkten den Rollwiderstand der Reifen, optimierten den Benzinmotor, spendierten Hybridtechnik und sorgten im Windkanal für minimierten Luftwiderstand.

Beim Einsatz alternativer Kunststoffe und neuer Leichtlauf-Schmieröle (z. B.: 0W12) erhielten die Autobauer tatkräftige Unterstützung von den Entwicklern des französischen Chemie-Konzerns Total. Das gesamte Karosserieteil des 208 besteht von den A-Säulen bis zum Heck aus karbonfaserverstärktem Kunststoff, um Gewicht zu sparen. An den Radführungen sorgen Bauteile aus hochfesten Kunststoffen für eine deutliche Gewichtsreduzierung.

An den Achsen ersetzen Kunststoff-Querblattfedern die üblichen schweren Stahlfedern. Zudem stellen sich keine Außenspiegel in den Fahrtwind. Stattdessen sorgt Videotechnik mit kleinen Außenkameras und Monitoren für den Rückblick.

Die wichtigsten Neuerungen stecken allerdings im Antrieb. „Hier profitieren wir von unseren fundierten Rennsporterfahrungen“, sagt Mary. Sein Team von 15 Mitarbeitern besteht hauptsächlich aus Konstrukteuren der Motorsportabteilung. Kein Wunder, dass die Optimierung des Benziners besonders gründlich gelang: Der 1,0-Liter-VTi-Saugmotor mit 68 PS wurde auf 1,2 Liter Hubraum aufgebohrt. Alle Bauteile des Dreizylinders erfuhren eine gründliche Modifikation. Kolben, Kolbenbolzen, Ventilschäfte und Steuerungsteile erhielten eine diamantharte, temperaturfeste Karbonbeschichtung, die vor allem Reibungsverluste minimiert.

Beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt ein kleiner 30-kWE-Motor den Benziner (Systemleistung 109 PS). Er wird von einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist, die nur mit Bremsenergie nachgeladen wird. Durch dieses Konzept konnte Peugeot Hochvolt- Speicher und E-Motor besonders kompakt und leicht ausgelegen.

Die E-Maschine ist nicht größer als ein üblicher Starter und wiegt gerade mal sieben Kilogramm. Wann der Serienstart erfolgt, stehe noch nicht fest, so Mary. „Jetzt sehen wir erst einmal, was alles geht, dann müssen wir die Kosten in den Griff bekommen.“

Holger Ippen

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