Kaufberatung Peugeot 208 (2012): Alle Motoren, Ausstattungen und Preise Nimm 2

18.01.2013

Mit einem umfangreichen Motoren- und Ausstattungsangebot empfiehlt sich der Peugeot 208 für alle Fälle. Lesen Sie in unserer Kaufberatung, welche Version des neuen Kleinwagens des Jahrgangs 2012 für wen in Frage kommt

Seinen ersten Sommer hat der Peugeot 208 hinter sich. Nun ist die Motoren- und Ausstattungspalette komplett – von zwei Ausnahmen abgesehen: Der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 68 PS kommt im Dezember, der 200 PS starke GTi 2013 auf die Straße. Dennoch Grund genug, schon jetzt die Prospekte und Preislisten unter die Lupe zu nehmen, um die Vielfalt des Angebots zu sichten.

Bei der Konzeption des kleinen Löwen stellten sich seine französischen Väter gegen das ständige Größenwachstum bei neuen Modellen. So wiegt der Peugeot 208 durchschnittlich 110 Kilogramm weniger als sein Vorgänger 207 und ist mit 3,96 Metern auch sieben Zentimeter kürzer. Dennoch genießen die vorderen Passagiere ein angenehmes Raumgefühl. Auch im Fond lässt es sich besser aushalten als die Abmessungen vermuten lassen. Der Kofferraum wuchs gegenüber dem des Vorgängers um 15 Liter auf 285 bis 1076 Liter. Dank der asymmetrisch geteilt klappbaren Rückbank verlieren so selbst Großeinkäufe ihren Schrecken.

 

Drei Ausstattungen, acht motoren

Die Bedienungselemente sind übersichtlich gestaltet, und die Komforteigenschaften zählen in der Kleinwagenklasse zu den besseren. Bleibt die Frage, welchen Löwen man letztendlich wählen soll. Zur Wahl stehen drei Ausstattungen („Access“, „Active“ und „Allure“), die sich auf unterschiedliche Weise mit fünf Benzinern und drei Diesel-Aggregaten kombinieren lassen.

Wer hauptsächlich im Kurzstreckenverkehr unterwegs ist, dürfte mit dem kleineren der neuen Dreizylinder-Benziner gut bedient sein, der aus einem Liter Hubraum 68 PS holt und in der Basis-Ausstattung „Access“ schon für 11.600 Euro zu haben ist. Der Aufpreis für die fünftürige Version beträgt übrigens je nach Ausstattungslinie zwischen 650 und 750 Euro. An Bord der „Access“-Modelle findet man unter anderem sechs Airbags, ein ESP, eine Geschwindigkeitsregelanlage, elektrische Fensterheber vorn sowie eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung.

Mit dem kleinen Motörchen knackt der 208 die 100-km/h-Marke laut Werk nach 14,0 Sekunden und rennt bei Bedarf 163 km/h. Den EU-Verbrauch gibt Peugeot mit 4,3 Liter Super auf 100 km an. Nur geringfügig mehr (4,5 Liter) soll die nächste Ausbaustufe des Dreizylinders verbrauchen, die überraschend kultiviert laufende 1,2-Liter-Version mit 82 PS. Damit wirkt der kleine Franzose erstaunlich munter und muss dank 175 km/h Spitzengeschwindigkeit auch Autobahnen nicht fürchten. Die Beschleunigung auf 100 km/h ist nach 12,2 Sekunden erledigt. Wie der Basis-Benziner gelangt die Kraft über ein Fünfgang-Getriebe an die Vorderräder.

Hier fehlt es im Alltag eigentlich an nichts, was im Übrigen auch für die Ausstattung gilt, denn der 82-PS-Motor ist erst ab der „Active“-Version (Grundpreis: 14.150 Euro) erhältlich, die eine manuelle Klimaanlage, CD-Radio, einen farbigen Touchscreen, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und einen USB-Anschluss umfasst. So bestückt dürfte diese Variante all jene ansprechen, die einen Allrounder suchen.

Freunde konventioneller Vierzylinder kommen beim 95 PS starken 1,4-Liter auf ihre Kosten, der im Alltag vor allem sein leichtes Drehmoment-Plus gegenüber dem 82-PS-Dreizylinder (136 zu 118 Nm) in die Waagschale wirft. Der Mehrpreis hierfür beträgt zivile 650 Euro.

 

Auf Wunsch mit starken Muskeln

Mit den beiden 1,6-Liter-Motoren gelangt der Peugeot 208 in Fahrleistungssphären, die seinerzeit dem seligen Peugeot 205 GTI vorbehalten waren. Als Saugmotor leistet das Aggregat 120 PS, während die stärkere Variante als Benzin-Direkteinspritzer – per Turboaufladung gehörig unter Druck gesetzt – auf 156 PS kommt. Die schwächere der beiden Versionen beschleunigt in 8,9 Sekunden auf 100 km/h, während das stärkere, mit einem Sechsgang-Getriebe bestückte Modell hierfür nur 7,3 Sekunden benötigt. Mit maximal 215 km/h dürfte es so manchem Mittelklasseauto nicht aus dem Rückspiegel weichen (120-PSVersion: 190 km/h). Dabei beeindrucken die starken Vierzylinder mit einem Maß an Laufruhe, das man in dieser Klasse nicht überall findet. In der Summe ihrer Eigenschaften kommen diese Antriebe für all jene in Frage, die auch in einem kleinen Auto großen Spaß haben möchten.

Die 1,6-Liter-Aggregate stehen ausschließlich in der Top-Ausstattung „Allure“ zur Verfügung, die neben diversen optischen Applikationen wie einen Frontgrill mit satinierten Zierleisten (Dreitürer) beispielsweise auch eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, einen automatisch abblendenden Innenspiegel und Leichtmetrallräder mitbringt.


Die Medizin gegen CO2: sparsame Diesel

Kaum ein anderer Hersteller kann auf eine so lange Diesel-Tradition zurückblicken wie Peugeot. Ehrensache, dass die Franzosen auch ihren neuen Kleinwagen mit einer breiten Palette an Selbstzündern bestücken. Den Einstieg bildet ein 1,4-Liter-HDi mit 68 PS (ab 13.600 Euro), der nahezu identische Fahrleistungen wie der ebenso starke Dreizylinder-Benziner abliefert, aber nur 3,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer konsumieren soll (98 g CO2 pro km).

Wer den Verbrauch noch weiter drücken möchte, greift zur Version mit automatisiertem Fünfgang-Schaltgetriebe (EGS5) und Start-Stopp-System (Ausstattung „Active“). Diese ist von außen am Frontgrill im Teilwaben-Design zu erkennen. Das Start-Stopp-System beinhaltet eine Bremsenergie-Rückgewinnung und ist an einen reversiblen Startergenerator gekoppelt. Das Abschalten des Motors erfolgt bereits unter acht km/h (bei Schaltgetrieben unterhalb von 20 km/h). Der Neustart dauert lediglich 400 Millisekunden und geht damit deutlich schneller vonstatten als per konventionellem Anlasser. Zwar sind beim Beschleunigungsvermögen Abstriche zu machen, aber dafür soll sich diese 208-Variante mit 3,4 Liter Diesel pro 100 km begnügen, was sie zu einem der sparsamsten Fahrzeuge auf dem deutschen Markt macht. Daten wie diese dürften vor allem Langstrecken-Pendler hellhörig machen.

Die 1,6-Liter-Diesel werden allesamt mit Peugeots Start-Stopp-System ausgeliefert. Die 92-PSVersion ist darüber hinaus ebenfalls mit einem automatisierten Schaltgetriebe erhältlich ( EGS6, Aufpreis: 700 Euro) – allerdings mit sechs Gängen. Die 115-PS-Version verfügt über ein Sechsgang-Handschaltgetriebe. Dank 270 Nm Drehmoment wirkt sie im Alltag besonders elastisch und ist mit 190 km/h Höchstgeschwindigkeit ausgesprochen langstreckentauglich. Der EU-Verbrauch von nur 3,8 Liter Diesel liegt auf dem Niveau der 92-PS-Version. Diese ist wahlweise im mittleren oder höchsten Ausstattungsniveau erhältlich, der Top-Diesel nur mit der Top-Ausstattung.

Unabhängig davon bietet die Preisliste für den Peugeot 208 zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung. Für die optische Aufwertung stehen zum Beispiel zehn Außenfarben zur Verfügung. Eine Metallic-Lackierung kostet 470 Euro. Außerdem sind vier verschiedene Leichtmetallräder wählbar. Bei den Sitzbezügen stehen sechs Polsterstoffe zur Wahl. Wer Wert auf eine Leder-Alcantara-Ausstattung legt, wird im „Urban Vintage“-Paket ab 1150 Euro fündig. Das „einfache“ Lederpaket gibt es ab 850 Euro.

Den richtigen Weg weist ein Navi-System für 490 Euro. Das „Navigationssystem Plus“ für 750 Euro enthält außerdem die „PEUGEOT Connect Box“. Damit kann man im Pannenfall per Knopfdruck Hilfe ordern. Im Fall eines Unfalls (Auslösen eines Airbags oder Gurtstraffers) nimmt ein Call-Center via integrierter europäischer SIM-Karte Kontakt zum Fahrer auf. Bleibt eine Antwort aus, werden Rettungsdienste alarmiert und an den Fahrzeug-Standort geschickt, der vom GPS-Modul der Notrufanlage übermittelt wurde. So dürfte der Peugeot 208 für alle Fälle gerüstet sein – auch für eine erfolgreiche Zukunft.
Elmar Siepen

AUTO ZEITUNG

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