Paul Walker: Klage gegen Porsche Angebliche Porsche-Mails aufgetaucht

von AUTO ZEITUNG 16.02.2017
Inhalt
  1. Wie kam Paul Walker ums Leben?
  2. Warum verklagt Paul Walkers Tochter Porsche?
  3. Warum wies ein Gericht Rodas Klage ab?

Im Streit um den tödlichen Unfall Paul Walkers haben Anwälte von Walkers Tochter Meadow E-Mails offengelegt, in denen sich Porsche-Mitarbeiter über die auffällige Zahl von gecrashten Porsche Carrera GT ausgetauscht haben sollen. Während Meadows Klage gegen Porsche noch läuft, hatte ein US-Gericht eine ähnliche von der Witwe des Unfallfahrers Roger Rodas bereits abgewiesen.

Neue Entwicklung im Fall des verunglückten Paul Walker: Anwälte seiner Tochter Meadow haben E-Mails veröffentlicht, in denen sich Porsche-Mitarbeiter schon 2006 über die hohe Zahl an verunglückten Carrera GT ausgetauscht haben sollen. Fast-&-Furious-Star Walker war im November 2013 ebenfalls in einem Carrara GT verunglückt und gestorben. So habe einer der Mitarbeiter geschrieben, er habe gehört, dass bereits 200 der 1280 gebauten und zwischen 2004 und 2006 verkauften Porsche Carrera GT Totalschaden erlitten hätten. "Das wären tolle Neuigkeiten für die verbliebenen Carrera-GT-Besitzer, ihre Autos werden rar", soll der Porsche-Mitarbeiter weiter geschrieben haben. Ein anderer habe geschrieben, dass die Unfallzahlen immer im Hinterkopf seien, wenn er in den Carrera GT einstiege. Meadow Walkers Anwälte schlussfolgern gegenüber der US-amerikanischen "TMZ.com" daraus, dass "eine ethische Firma die Autos vom Markt genommen hätte" oder "zumindest die Besitzer vor den Gefahren gewarnt hätte". Bislang ist noch keine Stellungnahme von Porsche zu den E-Mails bekannt geworden.

Paul Walkers Autosammlung im Video:

 
 

Wie kam Paul Walker ums Leben?

Der Fast-&-Furious-Star war am 30. November 2013 mit seinem Freund Roger Rodas und dem Fahrer des Porsche Carrera GT auf dem Rückweg einer Wohltätigkeitsveranstaltung, als Rodas nördlich von Los Angeles die Kontrolle über den viel zu schnellen Sportwagen verlor und verunfallte. Nachdem der Porsche gegen einen Laternenmast und einen Baum geprallt war, ging er in Flammen auf. Sowohl Paul Walker als auch Rodas starben noch am Unfallort. Dem Polizeibericht zufolge war der Carrera GT mit 150 km/h unterwegs. An einer Stelle, an der rund 70 km/h erlaubt ist. Seitdem streiten Meadow Walker und Porsche darum, wer Schuld am Unfall trägt.

 

Warum verklagt Paul Walkers Tochter Porsche?

Paul Walkers Tochter Meadow hatte schon 2015 Klage gegen Porsche eingereicht, in der sie dem Autobauer eine Mitschuld am Tod ihres Vaters gibt. Angeblich habe der Porsche Carrera GT schwere Mängel gehabt, weshalb die Sicherheit der Insassen gefährdet gewesen sei. Der Anklage zufolge hätte Paul Walker den Aufprall überlebt, sei aber dann bei lebendigem Leibe verbrannt, weil er nicht aus dem Wrack hätte aussteigen können. Porsche streitet eine Mitschuld ab und verwies auf den Polizeibericht, der dem Autobauer schon in erster Instanz Recht gab: Walker und Rodas seien in einer 72-km/h-Zone mit 150 km/h unterwegs gewesen, weshalb die Geschwindigkeit als Hauptursache für den Kontrollverlust und den Unfall gewertet werde.

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Warum wies ein Gericht Rodas Klage ab?

Eine ähnlich gelagerte Klage von Kristine Rodas, der Witwe von Unfallfahrer Roger Rodas, hatte ein US-amerikanisches Gericht bereits abgewiesen. In ihrer Klage machte Rodas ebenfalls eine mangelhafte Ausstattung, Konstruktionsfehler und technische Defekte am verunglückten Porsche Carrera GT für den Tod vom Fast-&-Furious-Darsteller sowie dessen Berater Roger Rodas verantwortlich. Laut "TMZ.com" sah es der verantwortliche Richter aber als erwiesen an, dass weder eine mögliche Seitenwindempfindlichkeit des verunglückten Porsche Carrera GT noch ein durch etwaige Konstruktionsfehler entstander Brand Ursache für den Tod von Walker und Rodas seien. Auch hier gilt das überhöhte Tempo als Hauptunfallursache – mit 150 km/h war der Carrera GT nämlich doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt.

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Wie positionierte sich Porsche zum Unfall?

Auf die Klage von Paul Walkers Tochter Meadow hatte Porsche offiziell reagiert und in einem Gerichtsdokument jegliche Schuld am tragischen Unglück vom 30. November 2013 von sich gewiesen. Vielmehr sei für die US-Sparte der VW-Tochter Leichtsinn im Spiel gewesen. Laut "TMZ.com" stehe in diesem Dokument, dass der Unfall laut Porsche vor allem auf Fehleinschätzungen Walkers und Veränderungen am Auto zurückzuführen seien. Gerade weil der Hollywood-Star Walker ein "fähiger" Fahrer gewesen sei, hätte er die Gefahren einer zu schnellen Fahrweise des steuernden Roger Rodas erkennen müssen. Darüber hinaus sei der Porsche Carrera GT "falsch gefahren und schlecht in Stand gehalten worden".

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