Paul-Walker-Tochter einigt sich mit Porsche (Klage) Walker-Tochter einigt sich mit Porsche

von AUTO ZEITUNG 01.11.2017
Inhalt
  1. Wie kam Paul Walker ums Leben?
  2. Warum verklagt Paul Walkers Tochter Porsche?
  3. Warum wies ein Gericht Rodas Klage ab?
  4. Wie positionierte sich Porsche zum Unfall?

Im Streit um den tödlichen Unfall Paul Walkers hat sich Walkers Tochter Meadow mit Autobauer Porsche außergerichtlich geeinigt. Eine ähnliche Klage von der Witwe des Unfallfahrers Roger Rodas hatte ein Gerichts bereits abgewiesen.

Neue Entwicklung im Fall des verunglückten Paul Walker: Auch wenn Porsche sich immer gegen den Vorwurf gewehrt hat, dass Konstruktionsfehler am Unfallwagen – ein Porsche Carrera GT – Schuld am Tod Paul Walkers hätten, hat sich der Autobauer übereinstimmenden Medienberichten zufolge mit Paul Walkers Tochter Meadow außergerichtlich geeinigt. Über den Inhalt des Vergleichs, der bereits am 16. Oktober abgeschlossen worden sein soll, haben die beteiligten Seiten Stillschweigen vereinbart. Damit fand eine gerichtliche Auseinandersetzung, die große mediale Wellen nach sich gezogen hat, nach Jahren ein Ende. Zuletzt hatten noch Anwälte von Meadow Walker E-Mails veröffentlicht, in denen sich Porsche-Mitarbeiter schon 2006 über die hohe Zahl an verunglückten Carrera GT ausgetauscht haben sollen. So habe einer der Mitarbeiter geschrieben, er habe gehört, dass bereits 200 der 1280 gebauten und zwischen 2004 und 2006 verkauften Porsche Carrera GT Totalschaden erlitten hätten. "Das wären tolle Neuigkeiten für die verbliebenen Carrera-GT-Besitzer, ihre Autos werden rar", soll der Porsche-Mitarbeiter weiter geschrieben haben. Ein anderer habe geschrieben, dass die Unfallzahlen immer im Hinterkopf seien, wenn er in den Carrera GT einstiege. Meadow Walkers Anwälte schlussfolgerten gegenüber der US-amerikanischen "TMZ.com" daraus, dass "eine ethische Firma die Autos vom Markt genommen hätte" oder "zumindest die Besitzer vor den Gefahren gewarnt hätte". Bis zuletzt hatte sich Porsche nicht zu den E-Mails geäußert.

Paul Walkers Autosammlung im Video:

 
 

Wie kam Paul Walker ums Leben?

Der Fast-&-Furious-Star war am 30. November 2013 mit seinem Freund Roger Rodas und dem Fahrer des Porsche Carrera GT auf dem Rückweg einer Wohltätigkeitsveranstaltung, als Rodas nördlich von Los Angeles die Kontrolle über den viel zu schnellen Sportwagen verlor und verunfallte. Nachdem der Porsche gegen einen Laternenmast und einen Baum geprallt war, ging er in Flammen auf. Sowohl Paul Walker als auch Rodas starben noch am Unfallort. Dem Polizeibericht zufolge war der Carrera GT mit 150 km/h unterwegs. An einer Stelle, an der rund 70 km/h erlaubt ist. Seitdem streiten Meadow Walker und Porsche darum, wer Schuld am Unfall trägt.

 

Warum verklagt Paul Walkers Tochter Porsche?

Paul Walkers Tochter Meadow hatte schon 2015 Klage gegen Porsche eingereicht, in der sie dem Autobauer eine Mitschuld am Tod ihres Vaters gibt. Angeblich habe der Porsche Carrera GT schwere Mängel gehabt, weshalb die Sicherheit der Insassen gefährdet gewesen sei. Der Anklage zufolge hätte Paul Walker den Aufprall überlebt, sei aber dann bei lebendigem Leibe verbrannt, weil er nicht aus dem Wrack hätte aussteigen können. Porsche stritt eine Mitschuld ab und verwies auf den Polizeibericht, der dem Autobauer schon in erster Instanz Recht gab: Walker und Rodas seien in einer 72-km/h-Zone mit 150 km/h unterwegs gewesen, weshalb die Geschwindigkeit als Hauptursache für den Kontrollverlust und den Unfall gewertet werde.

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Warum wies ein Gericht Rodas Klage ab?

Eine ähnlich gelagerte Klage von Kristine Rodas, der Witwe von Unfallfahrer Roger Rodas, hatte ein US-amerikanisches Gericht bereits abgewiesen. In ihrer Klage machte Rodas ebenfalls eine mangelhafte Ausstattung, Konstruktionsfehler und technische Defekte am verunglückten Porsche Carrera GT für den Tod vom Fast-&-Furious-Darsteller sowie dessen Berater Roger Rodas verantwortlich. Laut "TMZ.com" sah es der verantwortliche Richter aber als erwiesen an, dass weder eine mögliche Seitenwindempfindlichkeit des verunglückten Porsche Carrera GT noch ein durch etwaige Konstruktionsfehler entstander Brand Ursache für den Tod von Walker und Rodas seien. Auch hier gilt das überhöhte Tempo als Hauptunfallursache – mit 150 km/h war der Carrera GT nämlich doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt.

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Wie positionierte sich Porsche zum Unfall?

Auf die Klage von Paul Walkers Tochter Meadow hatte Porsche offiziell reagiert und in einem Gerichtsdokument jegliche Schuld am tragischen Unglück vom 30. November 2013 von sich gewiesen. Vielmehr sei für die US-Sparte der VW-Tochter Leichtsinn im Spiel gewesen. Laut "TMZ.com" stehe in diesem Dokument, dass der Unfall laut Porsche vor allem auf Fehleinschätzungen Walkers und Veränderungen am Auto zurückzuführen seien. Gerade weil der Hollywood-Star Walker ein "fähiger" Fahrer gewesen sei, hätte er die Gefahren einer zu schnellen Fahrweise des steuernden Roger Rodas erkennen müssen. Darüber hinaus sei der Porsche Carrera GT "falsch gefahren und schlecht in Stand gehalten worden".

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