Orkantief Xaver in Deutschland: Sturmschäden drohen Autofahrer aufgepasst

04.12.2013

Schwere Sturmböen bahnen sich ihren Weg über Deutschland. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf schwierige Witterungsverhältnisse einstellen

In den kommenden Tagen könnte es auf Deutschlands Straßen turbulent zugehen: Das Orkantief Xaver ist im Anmarsch und hat bis zu zehn Zentimeter Schnee sowie heftige Sturmböen im Schlepptau! Experten prognostizieren die örtliche Stärke 12, was eine Geschwindigkeit von etwa 140 km/h bedeutet. Autofahrer müssen laut ADAC nicht nur mit winterlichen Straßenbedingungen rechnen, sondern auch Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume und herabfallende Äste. Diese Tipps sollten beachtet werden:

 

Orkantief Xaver: Tipps zur Gefahrenvermeidung

- Mit angepasster Geschwindigkeit fahren. Wird man von einer Böe erfasst, kontrolliert gegenlenken

- Auf Brücken und in Waldschneisen auf Windsäcke oder Hinweisschilder achten. Hier ist die Gefahr besonders groß, von Windböen erfasst zu werden

- Bei sehr starkem Wind möglichst nicht mehr in Waldgebiete einfahren: Bäume können umstürzen oder die Fahrbahn bereits blockiert sein

- Besondere Vorsicht gilt beim Überholen von Lkw oder Bussen. Während man zunächst im Windschatten überholt, wird man nach dem Überholvorgang voll vom Seitenwind erfasst

- Dachlasten wie Fahrräder oder Skiboxen erhöhen aufgrund der größeren Aufprallfläche die Seitenwindempfindlichkeit erheblich. Besonders anfällig für Seitenwind sind Wohnmobile und Wohnwagengespanne sowie Busse und Lkw. Diese Fahrzeuge können im schlimmsten Fall sogar umkippen

Naturgemäß schnellen im Falle starker Sturmböen auch die Fahrzeugschäden in die Höhe. Beschädigungen, die durch umstürzende Bäume oder herab fallende Äste entstehen, können laut ADAC über die Teilkaskoversicherung abgewickelt werden. Beulen am geparkten Wagen oder Schäden nach einer Kollision mit einem stürzenden Baum muss der Eigentümer gegebenenfalls mit konkreten Angaben des Wetteramtes untermauern.

Um Sturmschäden nachzuweisen, muss zum Zeitpunkt der Beschädigung mindestens Windstärke 8 geherrscht haben. Lagen Gegenstände schon länger auf der Straße, greift die Teilkasko nicht - in so einem Fall zahlt nur die Vollkaskoversicherung. Im Falle von Wasserschäden sind die Bedingungen ähnlich: Bei plötzlich auftretenden Überschwemmungen oder wenn das Auto in einer mit Wasser vollgelaufenen Tiefgarage beschädigt wird, haftet und zahlt die Teilkasko. Wer aber durch eine offensichtlich überschwemmte Straße fährt und damit einen Schaden am Fahrzeug billigend in Kauf nimmt, muss damit rechnen, dass ihm grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird.

AUTO ZEITUNG

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