Opel Monza 2.8 S: Kaufberatung, Bilder und technische Daten Edles Sportcoupé

04.03.2014

Mit dem Edelcoupé Monza startete Opel 1978 einen weiteren Versuch, in der automobilen Oberklasse Marktanteile zu erobern. Kaufberatung

Dabei schielten die Rüsselsheimer vor allem auf Kunden, die sich für den BMW 630 CS und den Mercedes 280 SLC interessierten. Der Preis stimmte. Mit 26.130 Mark galt der Opel Monza geradezu  als  Schnäppchen. Für die Oberklasse-Coupés aus Süddeutschland mussten über 11.000 Mark mehr ausgegeben werden. Damals warb man mit dem Spruch „Viel Auto fürs Geld“ und offerierte ein Coupé mit Schrägheck, großer Heckklappe und variablem Fondraum.

Erstmals erhielt Opels Flaggschiff eine Einzelradaufhängung für die Hinterräder. Eine Schräglenkerachse ersetzte die bis dahin übliche Starrachse. Statt konventioneller Schraubenfedern in Zylinderform hielten hier Miniblockfedern Einzug. Diese hatten eine tonnenförmige Kontur, und die Windungen legten sich beim Einfedern nicht auf-, sondern ineinander. Vorteil: Bei kompakteren Abmessungen ließ sich ein längerer Federweg realisieren. Das kam sowohl dem Fahrkomfort als auch dem Kofferraum zugute.

 

FAHRWERK FÜR FAHRVERGNÜGEN

Unsere Kollegen waren damals voll des Lobes und nannten den Monza in der AUTO ZEITUNG einen „guten Geradeausläufer“ und „unproblematischen Kurvenkünstler“. Natürlich war der Monza standardmäßig auf Komfort getrimmt. Wer es sportlicher haben wollte, konnte für den Monza ein S-Paket bestellen. Das stand für Sport und enthielt ein tiefer gelegtes Fahrwerk mit Gasdruckstoßdämpfern an den Hinterrädern, 6-Zoll-Alu-Felgen und Breitreifen. Die hatten allerdings nichts mit heutigen Tuner-Walzen gemein.

Mit ihrer Dimension 205/60 VR 15 waren es also etwas breitere 15- statt schmale 14-Zöller (Serien ausstattung 175/70 HR 14). Zum Serienstart gab es einen Sechszylinder-Reihenmotor mit oben liegender Nockenwelle. Der „kleine“ 2,8-Liter mit 140 PS erhielt einen Doppelregistervergaser. Die 3,0-Liter-Maschine hatte 150 PS oder 180 PS Leistung– letztere bereits mit elektronischer Einspritzung sowie kontaktloser Transistorzündung.

Mit je einem horizontalen und einem vertikalen Spezialdämpfer sollte dem Motor zu viel Eigenleben – das beim Beschleunigenund abrupten Gaswegnehmen entsteht – ausgetrieben werden. Die Fahrgeräusche drangen nur dezent in den Innenraum und gestatteten selbst bei hohem Tempo noch zivilisierte Unterhaltung. Zum Interieur gehörte ein schwarz umschäumtes Lenkrad mit vier Speichen – was später zum Modetrend werden sollte. Die Sitze waren mehrfach verstellbar und boten sogar großen Zeitgenossen sicheren Halt.

Opel Monza 2.8 S: Technische Daten und Fakten
Antrieb
R6-Zyl.; Hubraum: 2753 cm3; Leistung: 103 kW/140 PS bei 5200/min; max. Drehmoment: 214 Nm bei 3400/min; 4-Gang-Getriebe; Hinterradantrieb
Aufbau und Fahrwerk
Schrägheckkarosserie mit zwei Türen; Radaufhängung vorn: McPherson-Federbeine, Querlenker, Stabi; hinten: Schräglenker, Miniblockfedern, Gasdruckdämpfer, Stabi; Bremsen: v./h. Scheiben; Reifen: v./h. 175/70 HR 14
Eckdaten
L/B/H: 4692/1734/1380 mm; Radstand: 2668 mm; Leergewicht: 1375 kg; Bauzeit: 1978 bis 1986; Preis (1978): 26.130 DM
Fahrleistungen1
Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in 10,0 s; Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h; Verbrauch: 15–17 l/100 km
1Werksangaben


MARKTLAGE

Zustand 2:  4900 Euro
Zustand 3:  2800 Euro
Zustand 4:    900 Euro
Wertentwicklung: leicht steigend
Definition der Zustandsnoten

Holger Ippen

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