Opel Astra 2009 Neuer Rivale

22.12.2008

Ford hat den Focus geliftet, VW macht den Golf VI startklar. Noch im Geheimen bereitet Opel den Gegenschlag vor – Ende 2009 wird der neue Astra präsentiert

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Um zu erkennen, was Fortschritt bedeutet, reicht eine kleine Runde Gehirn-Jogging. Wie war das noch, vor 20 Jahren? Große Pläne, aber ein knappes Budget. Porsche im Kopf, aber Zündschlüssel für ein Kompaktauto auf der Flurkommode - mehr ging eben nicht.

Kompaktauto, das bedeutete beispielsweise VW Golf II, Ford Escort und natürlich Opel Kadett. Der traditionsreiche Kleine mit dem putzigen Seefahrernamen (1991 wurde er zum Astra) war, wie die Konkurrenzmodelle auch, noch weit entfernt vom vergleichsweisen Luxus-Niveau des Jahres 2008: Bi-Xenon-Kurvenlicht, Klimaautomatik, elektronische Dämpferregelung, Motoren bis 200 PS und bequemer Platz für vier? Weit gefehlt. Wer sich aber den aktuellen Jahrgang mit all seinen Ausstattungsmöglichkeiten anschaut, weiß: Mehr braucht man wirklich nicht.
Vor diesem Hintergrund bekommt der Begriff Fortschritt eine neue Dimension, die von den Opel-Technikern derzeit mit Leben erfüllt wird. Der neue Astra, der noch Ende 2009 präsentiert werden soll, wird sparsamer, sicherer und qualitativ hochwertiger werden als alle Modellgenerationen zuvor.

Stilistisch folgt er der neuen Linie des Hauses, die mit dem Vectra-Nachfolger Insignia (siehe Ausgabe 10/2008) eingeführt wird. Wegen der neuen Bestimmungen zum Fußgängerschutz - mehr Freiraum zwischen Motor und Haube - fällt die Frontpartie höher aus als bisher. Energieabsorbierende Elemente im Bereich der Aufprallzonen sollen zusätzlichen Schutz bieten. Um einen harmonischen Übergang der insgesamt höherliegenden Motorhaube mit dem Rest der Karosserie zu erreichen, verlaufen die vorderen Dachsäulen (A-Säulen) relativ flach. Auch die Frontscheibe duckt sich stärker. Auffällig ist eine kräftige Sicke auf der Flanke, die kurz hinter dem Vorderrad beginnt, zunehmend breiter wird und erst im Bereich der Hinterachse schwungvoll nach oben ausläuft.

Gegenüber dem aktuellen Astra (Länge 4,25 Meter) wächst der Nachfolger um einige Zentimeter - auch, um den Abstand zum auf stramme 4,83 Meter gestreckten Top-Opel Insignia zu verkürzen. Das Höhenplus von rund zwei Zentimetern kompensiert die Raumeinbuße der stärker geneigten Frontscheibe locker. Der Zuwachs an Knieraum tut ein Übriges.

Wie bisher basiert der Astra auf der in Deutschland entwickelten Delta-Plattform, die auch künftige Chevrolet-Modelle und - mit vergrößertem Radstand - der Nachfolger des Saab 9-3 nutzen werden. Die bewährten Komponenten aus McPherson-Vorderachse und der weiter verbesserten Verbundlenker-Hinterachse samt der vernetzten elektronischen Assistenzsysteme (ESP, Traktionskontrolle, Kurvenbremskontrolle) bleiben, werden aber neu abgestimmt. Gegen Aufpreis wird die elektronische Dämpferregelung Continuous Damping Control (CDC) erhältlich sein.

Neue Benziner-Generation

Größere Veränderungen gibt es auch in der Motorenpalette, die derzeit aus elf Triebwerken von 90 bis 200 PS besteht. Das Rückgrat des künftigen Benziner-Angebots bildet ein neuer 1,4-Liter-Vierzylinder, der in unterschiedlichen Ausbaustufen (variables Schaltsaugrohr, Direkteinspritzung, Turboaufladung) ein Leistungsspektrum von 100 bis 140 PS abdecken soll. Darüber rangiert vorerst der 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo, der mit 150 und 180 PS angeboten wird. Bei den Dieseln tritt ein bis zu 150 PS starker 1.7 CDTI an die Stelle des bisherigen 1.9 CDTI. Noch nicht entschieden ist der Einsatz der neuen 2.0-CDTI-Triebwerke aus dem Insignia (von 110 bis 160 PS).

Fest im Plan steht dafür eine Start-Stopp-Automatik. Ganz neu ist eine Turbo-Version des 1,6-Liter-CNG-Triebwerks (Compressed Natural Gas), das im Zafira bislang 94 PS leistet. Mit 137 PS soll der umweltfreundliche Erdgas-Antrieb noch Ende des Jahres zuerst erneut im Zafira angeboten werden und später auch im Astra. Für Opel ein wichtiger Schritt und eine strategische Entscheidung, denn Erzkonkurrent VW wird vom neuen Golf (Start Oktober 2008) erstmals eine LPG-Version (Flüssiggas) anbieten, die besonders bei Flottenbetreibern auf großes Interesse stößt. Zudem arbeiten die Techniker an der Umsetzung der E-Flex-Technologie, mit der ein Fahrzeug auf Astra-Plattform rund 65 Kilometer rein elektrisch fahren kann.

Der neue Astra Caravan wird Ende 2010 bei den Händlern stehen. Anfang 2011 soll eine sportliche Coupé-Version im Stil des Calibra folgen, die den Astra GTC ablöst. Hinzu kommt eine Cabrio-Version als Nachfolger des TwinTop.
So gerüstet, ist die erfolgreiche Opel-Kompaktbaureihe fit für die Zukunft. Bis heute wurden zehn Millionen Astra gebaut. Es werden noch ein paar Millionen hinzukommen. Stefan Miete

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