Opel Ampera im Fahrbericht Stromer kostet ab 42.900 Euro

07.09.2011

Den Opel Ampera kann man nun vorbestellen, für 42.900 Euro kommt er Ende 2011 zu den Kunden. Wir waren mit dem Elektro-Opel unterwegs

Elektrisch fahren fast ohne Reichweitenbegrenzung? Der Opel Ampera soll es möglich machen. Denn wenn dem geräumigen Viersitzer der Strom ausgeht, schaltet sich das „Bord-Kraftwerk“ ein und lädt die Lithium-Ionen-Batterie nach. Dazu treibt ein so genannter Range-Extender, hier ein 1,4-Liter-Benziner, einen Generator an, der nur für die Stromerzeugung zuständig ist.

Der Verbrennungsmotor hat keine mechanische Verbindung zu den Rädern – der eigentliche Antrieb erfolgt also immer und bei jedem Tempo rein elektrisch. Was wie Zukunftsmusik klingt, ist der Realität schon recht nahe. Erste Prototypen absolvieren bereits ihre Testprogramme. Der Verkaufsstart ist für Ende 2011 vorgesehen, der Preis beträgt 42.900 Euro. Seit dem 11. November 2010 können sich Interessenten für den Elektro-Opel registrieren. Die fällige Gebühr von 150 Euro wird beim Kauf erstattet. Details zur Ausstattung will Opel noch nicht nennen, doch Tochscreen und ein Soundsystem von Bose sollen serienmäßig sein.

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Der Opel Ampera ist ein Fünftürer und basiert auf dem Opel Astra. Vier Personen und deren Gepäck finden hier also bequem Platz. Die recht große, 180 Kilogramm schwere Lithium-Ionen-Batterie ist in dem gut geschützten Bereich zwischen Fahrer und Beifahrer sowie vor der Hinterachse verbaut. Die 200 Zellen des T-förmigen Batteriepacks können Energiereserven von 16 Kilowattstunden speichern. Das soll laut Opel für etwa 60 Kilometer rein elektrisches, emissionsfreies Fahren reichen. Der 150-PS-Elektromotor treibt die Vorderräder an und vermittelt dabei ein sportliches Fahrgefühl. Fast geräuschlos und ohne Schaltunterbrechung – ein Schaltgetriebe gibt es nicht – spurtet der Ampera in neun Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Als Spitze verspricht Opel 161 km/h.


OPEL AMPERA: KRÄFTIGER ANTRITT

Dass der Elektroantrieb des Ampera mit guter Antrittskraft verwöhnt, hat einen Grund: Bei Elektromotoren steht das maximale Drehmoment bereits knapp über der Startdrehzahl bereit, hier sind es 370 Nm. Das Beschleunigen bei niedrigem Tempo – also von 30 auf 50 km/h oder von 50 auf 80 km/ h – gelingt zügiger als bei einem vergleichbaren Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.Wer den Ampera allerdings stärker fordert, kann die Anzeige der Stromreserven rasch sinken sehen. „Auch Licht, Scheibenwischer, Elektroheizung, Klimaanlage und Radio saugen Strom aus der Batterie und verkürzen damit die rein theoretisch mögliche Reichweite“, bestätigt Andreas Lassota, leitender Produkt-Manager für Opel-Elektrofahrzeuge. Doch das ist kein Problem, da der Opel Ampera in dem Fall nicht an die Steckdose muss, sondern sein mobiles Kraftwerk anwirft.

Gespannt warten wir auf genau diesen Moment: Die Batterieleistung geht zur Neige, der Verbrennungsmotor springt an. Das läuft sehr harmonisch und ohne Rucken ab. Das gut gedämpfte Säuseln des 82 PS starken Benziners überdeckt jetzt das Surren des elektrischen Antriebsmotors und die Abrollgeräusche der Reifen.

Die vom Generator gelieferte Energie reicht für einen uneingeschränkten Vortrieb. Der Ampera behält also das gewählte Tempo bei. Besonderheit: Statt eines herkömmlichen Tachos informiert ein TFT-Display über Fahrwerte und Energiefluss Blick unter die Haube: Links befindet sich der 1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 82 PS. Rechts daneben ist der 111-kW-Elektromotor (150 PS) platziert von der gefahrenen Geschwindigkeit bleibt der Motorklang unverändert. Erst ein kräftiges Beschleunigen oder eine größere Lastabforderung, zum Beispiel durch eine Berganfahrt, quittiert der Motor mit stufenweise erhöhter Drehzahl. Insgesamt sind vier unterschiedliche, dann aber konstante Drehzahlniveaus möglich. „Die sind genau so gewählt, dass der Motor stets im effizienten Bereich, also mit geringer CO2-Emisssion arbeitet“, versichert Lassota.

Um die Batterie komplett zu laden, sollte der Opel Ampera allerdings für drei Stunden an eine Steckdose angeschlossen werden. Der Spritvorrat ist so dimensioniert, dass er für eine Gesamtreichweite von 500 km reicht – genug für unbeschwerte Reisen.
Holger Ippen

 

OPEL AMPERA: IM TECHNIK-CHECK

Die Lithium-Ionen-Batterie wird an der 230- Volt-Steckdose innerhalb von drei Stunden aufgeladen (Plug-in). Damit ist eine maximale Reichweite von 60 Kilometern im reinen lokalemissionsfreien Elektrobetrieb möglich. Geht der Stromvorrat zur Neige, dann startet der Range-Extender, ein 1,4-Liter-Benzinmotor, und treibt einen Generator zur Stromerzeugung an, der die Batterie nachlädt. Das Drehzahlniveau des Benzinmotors ist nicht geschwindigkeitsabhängig, sondern wird je nach Lastabforderung in vier Stufen bereitgestellt. Der Verbrennungsmotor läuft dann im jeweils effi zienz- und emissionsoptimierten Bereich.

AUTO ZEITUNG

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