Oldtimer-Rallye-Guide: Tipps für die nächste Gleichmäßigkeitsrallye Der große Rallye-Guide

10.06.2014

Ohne Ehekrise und Stress im Cockpit: Mit unserem Rallye-Guide können Sie die nächste Gleichmäßigskeitsfahrt voll und ganz genießen

Sie überlegen schon seit längerem, einmal an einer Oldtimer-Rallye teilzunehmen? Oder haben Sie die Anmeldung für die nächste Gleichmäßigkeitsfahrt schon in der Tasche? Wer das erste Mal an solch einer Ausfahrt mit Gleichgesinnten teilnimmt, hat häufig eine eher vage Vorstellung von dem, was ihn dort erwartet.

 

Oldtimer-Rallye-Guide: Tipps für Einsteiger 

Um also anstrengenden Irrfahrten und Ehekrisen im Cockpit vorzubeugen, haben wir einen kleinen Guide zusammengestellt. So werden Veranstaltungen wie die AUTO ZEITUNG Youngtimer Classic 2014 zu dem, was sie eigentlich sein sollten - eine herrliche Freizeitbeschäftigung!

Anmeldung: Jede Gleichmäßigkeitsrallye hat ihren eigenen Charakter, spezialisiert sich auf bestimmte Baujahre (etwa Old- oder Youngtimer) und offeriert meist eine bestimmte Menge an Startplätzen, auf die man sich mit seinem Fahrzeug bewerben kann. Passende Veranstaltung gefunden? Los geht's!

Beifahrer: Entspannt im Leder räkeln und dösen wird nichts, der Beifahrer hat alle Hände voll zutun. Er oder Sie navigiert schließlich mit dem Roadbook und sagt wo es langgeht, muss bestimmte Schilder am Straßenrand notieren oder mit Hilfe der Stoppuhren die Fahrzeit bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen ermitteln.

Bordkarte: Hier tragen Helfer die Ankunftszeit bei den Zeitkontrollen (ZK) ein oder stempeln an gewissen Punkten auf der Route. Der Beifahrer notiert zudem vorgegebene Schilder - wird eines übersehen, gibt es am Ende Strafpunkte.

Chinesenzeichen: Kleine Pfeile, sogenannte Chinesenzeichen, und Kilometerangaben zeigen im Roadbook die vorgegebene Route an. Eine 2,7 und ein Pfeil nach rechts liest sich dann so: Nach 2,7 Kilometern rechts abbiegen. An schwierigen Stellen gibt es zudem meist kleine Tipps, etwa Straßennamen, die die Navigation erleichtern.

Gewinnen: Bei einer Oldtimer-Rallye auf öffentlichen Straßen gewinnt natürlich nicht der schnellste, sondern der mit den wenigsten Strafpunkten. Dazu muss man die Prüfungen möglichst präzise absolvieren, alle vorgegebenen Zeiten einhalten und sich möglichst selten verfahren. Manche Teilnehmer legen dabei eine fast schon unentspannte Verbissenheit an den Tag. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken und genießen Sie die Tour - vielleicht gibt es ja am Ende eine Überraschung im Gesamtklassement...

Gleichmäßigkeitskontrolle (GK): Mit Hilfe von Lichtschranken oder Messschläuchen wird die Zeit ermittelt, die Sie für einen bestimmten Streckenabschnitt benötigen. Lautet etwa die Vorgabe, dass 100 Meter in 10 Sekunden zurückgelegt werden sollen, zählt der Beifahrer mit Hilfe der Stoppuhr laut herunter - je präziser desto besser.

Panne: Ein platter Reifen, ein überhitzter Motor - irgendwas ist immer. Streikt das historische Schätzchen, wird  natürlich keiner einfach am Straßenrand zurückgelassen. Der Veranstalter hilft mit Rat und Tat, häufig ist sogar eigens ein Serviceauto mit dabei.

Roadbook: Vor der obligatorischen Fahrerbesprechung am Morgen gibt's für jedes Team ein Roadbook. Hier finden sich Informationen zum Ablauf, Zeiten und natürlich die Route, die in der Regel mit erwähnten Chinesenzeichen angezeigt wird. Zur groben Orientierung hilft es übrigens auch, eine Karte der Region im Gepäck zu haben.

Stoppuhr, am besten zwei: Für eine Gleichmäßigkeitsrallye brauchen Sie keine Zeitmaschine mit Messung bis auf die Nanosekunde - ganz normale Stoppuhren reichen aus. Hauptsache sie sind einfach und schnell zu bedienen. Kann eine der Stoppuhren auch herunterzählen, erleichtert das die Arbeit des Beifahrers. Warum zwei Stück? Manchmal folgen mehrere Prüfungen direkt aufeinander...

Strafpunkte: Gibt's für jede Zehntelsekunde Abweichung bei den GKs, Zeitüberschreitungen oder Navigationsfehler - zum Glück offenbart sich das Ausmaß Ihrer Sammelleidenschaft erst am Ende der Veranstaltung. Aber keine Sorge, niemand ist fehlerfrei unterwegs. Versprochen!

StVO: Bei allem Wettbewerbseifer und vorpreschenden Mitfahrern - eine Oldtimer-Rallye findet auf öffentlichen Straßen statt! Sicherheit muss jederzeit im Vordergrund stehen, schließlich sind auch Motorradfahrer oder Rennradler gerne auf den kurvigen Landstraßen deutscher Mittelgebirge unterwegs...

Technische Abnahme: Ist vorgeschrieben. Vor Beginn der Rallye wird kontrolliert, ob das Auto denn auch verkehrstauglich ist. Gibt der Prüfer sein OK, kann's sofort losgehen.

Tripmaster: Eine glorreiche Erfindung aus den 1950er Jahren. Der Tripmaster zeigt die zurückgelegte Strecke an, lässt sich per Knopfdruck nullen und erleichtert so die Navigation mit dem Roadbook ungemein (Kilometerangaben stehen schließlich neben jedem "Chinesenzeichen"). Alternativ gibt es aber auch Apps für's Smartphone oder, ganz zur Not, den guten alten Kilometerzähler im Cockpit.

Zeitkontrolle (ZK): Eine Oldtimerrallye ist normalerweise in mehrere große Abschnitte unterteilt, die man in einer gewissen, recht großzügig bemessenen Zeit durchfahren muss. Vor jeder Zeitkontrolle sollte genug Platz sein, sodass die Fahrer bis zu ihrer vorgeschriebenen Ankunftszeit warten können. Wer zu früh oder zu spät durch die ZK fährt, bekommt - genau, Strafpunkte.

Jonas Eling

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