Ogier will Titel-Hattrick - Kurz-Comeback von Loeb

21.01.2015

Die Rallye Monte Carlo eröffnet das neue WM-Jahr mit einem absoluten Leckerbissen. Es kommt noch einmal zum Duell zwischen Rekordweltmeister Loeb und Titelverteidiger Ogier.

Monte Carlo (dpa) - Sébastien Ogier will den Titel-Hattrick, beim Auftakt-Klassiker in Monte Carlo muss der VW-Pilot aber noch einmal Rekordweltmeister Sébastien Loeb fürchten. Der neunmalige Rallye-Champion gibt beim ersten WM-Lauf in diesem Jahr ein Comeback.

«Selbstverständlich ist die Teilnahme für mich persönlich nach einer Pause von mehr als einem Jahr im Rallye-Sport eine große Herausforderung», sagte Loeb, der mittlerweile eigentlich im Tourenwagen Gas gibt. Hersteller Citroën lockte den 40-Jährigen aber noch einmal. «Ich habe keine Sekunde gezögert», sagte Loeb.

Und so kommt es bei einem der Klassiker der Motorsportszene zum Duell des ehemaligen Titelsammlers Loeb gegen den aktuellen Champion. «Seb vs. Seb: Kampf der Titanen», titelte die World Rallye Championship auf ihrer Homepage. Ogier aber will davon nichts wissen. «Es hat keine Wichtigkeit. Ich muss mich nicht gegen ihn beweisen», betonte der Pilot, der im vergangenen Jahr mit acht Siegen souverän den WM-Titel vor seinem finnischen Markenkollegen Jari-Matti Latvala gewonnen hatte. Nicht minder souverän hatte Ogier schon 2013 seinen ersten WM-Triumph eingefahren.

Loeb bestritt seine letzte WM-Rallye 2013 im Elsass. Nach 473 Tagen gibt er sein Comeback, im vergangenen Jahr startete er in der Tourenwagen-WM - und kam auf Anhieb als Dritter in der Endabrechnung aufs Podest. Kann er aber auch seinen 79. Rallye-Sieg am Sonntag im Fürstentum feiern? «Mein Ziel ist natürlich, konkurrenzfähig zu sein. Wir dürfen aber nicht vergessen: Ich bin schon über ein Jahr lang keine Rallye auf diesem Niveau gefahren», erklärte Loeb.

Bei seinem zunächst einmaligen Auftritt kann der siebenmalige Monte-Sieger dennoch seinen Landsmann um den neuerlichen Ruhm als Klassiker-Gewinner bringen. Im WM-Kampf muss sich Ogier aber wohl vor allem auf Duelle mit Vizeweltmeister Latvala einstellen. Der Sieg in Monaco sei für ihn nicht so wichtig wie für einen Franzosen, meinte der Finne. «Ich habe mehr die gesamte Saison im Blick.»

Sprich 13 Rennen, nach dem Start in Monte Carlo an diesem Donnerstag geht es Mitte Februar nach Schweden. Nach einem Abstecher nach Mexiko und Argentinien kehren die Rallye-Piloten im Mai nach Europa zurück: Portugal steht dann auf dem Prüfungsplan, es folgen die WM-Läufe in Italien, Polen und Finnland. Am 23. August wird der Sieger der Deutschland-Rallye gekürt. Danach steht den Teams die weiteste Reise bevor, ehe nach der Rückkehr aus Australien noch die Läufe in Frankreich, Spanien und Wales auf dem Programm stehen.

Da will Ogier mit einem Sieg bei seiner Heimrallye gleich zu Beginn ein Zeichen setzen. «Das Gebiet um Gap ist mein Zuhause. Hier wurde ich geboren und hier bin ich auch aufgewachsen. Meine Fans wissen das und sie geben mir definitiv einen mentalen Vorteil», sagte er. Er weiß aber auch, dass Loeb, einst sein Teamrivale während der gemeinsamen Citroën-Zeit, diesen Vorteil zunichtemachen will. «Ich erwarte, dass er genauso stark fährt, wie man es gewohnt ist.»

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