Oberklasse-Limousinen im Vergleich 2013: Audi A6, BMW 520d, Jaguar XF, Mercedes E-Klasse & Skoda Superb Hoch hinaus

Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Platzangebot, Effizienz, Fahrkomfort: Oberklasse-Limousinen müssen vielen Ansprüchen genügen. Wem dies am besten gelingt, zeigen wir im Vergleichstest?

Große Business-Limousinen zählen zu den absoluten Favoriten komfortorientierter Vielfahrer. Vor allem, wenn unter ihren repräsentativen Hauben sparsame wie hinreichend kräftige Diesel-Vierzylinder für gelassenen Vortrieb sorgen. Zu den begehrtesten Modellen zählt seit vielen Jahren der BMW 5er. Die aktuelle Generation, die allein letztes Jahr weltweit 359.016 Abnehmer fand, führt die Absatzstatistik im ertragreichen Segment der Oberklasse trotz der vielfältigen Konkurrenz mit leichtem Vorsprung an. Damit das so bleibt, spendierten die Münchener ihrem Vorzeigemodell jüngst ein Facelift, das neben einer dezenten Kosmetik erweiterte Sicherheitssysteme und ein optimiertes Fahrwerk beinhaltet. Im Test trifft der 184 PS leistende 520d, der Quotenkönig der 5er-Reihe, auf seine schärfsten Widersacher. Dazu gehört traditionell die ebenfalls gerade erst renovierte Mercedes E-Klasse. Der schwäbische Dauerbrenner profitierte von einer der umfangreichsten Modellpflegen in der Historie der Stuttgarter und stellt sich mit dem 170 PS starken 2,2-Liter-Diesel dem Wettbewerb.

Ein weiterer großer Rivale aus Deutschland ist der Audi A6, der mit seinem Fokus auf eine möglichst ausgeprägte Fahrdynamik erfolgreich im Segment unterwegs ist. Mit Frontantrieb und dem 177 PS starken 2.0 TDI tritt der Ingolstädter gegen die Konkurrenz an. Als distinguierte Alternative gibt sich der Jaguar XF 2.2D in diesem Vergleich die Ehre. Der noble Brite vereint schickes Design mit souveräner Fortbewegung. Für Letztere sorgt der in diesem Umfeld kräftigste Motor: 200 PS stellt der Selbstzünder der Raubkatze bereit.

Als günstiges Gegenstück zu den hochpreisigen erstgenannten Kandidaten versteht sich der Skoda Superb. Auch er bekam eben erst ein Facelift verordnet und will vor allem mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis sowie fast Stretchlimo-artigem Raumangebot im Fond punkten. Wie der Audi ist auch der Tscheche mit einem 2,0-Liter-TDI aus dem VW-Konzernregal bestückt. In seinem Fall beträgt die maximale Leistungsausbeute des Vierzylinders allerdings 170 PS, die über ein Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder weitergeleitet werden.

 

Karosserie

Um es gleich vorwegzunehmen: Niemand kann sich in den fünf Testkandidaten ernsthaft über zu wenig Freiraum beschweren. Gleichwohl gibt es ein paar feine individuelle Unterschiede zwischen den Rivalen. Annähernd gleichauf in Sachen Raumangebot liegen die Limousinen aus Bayern beziehungsweise aus dem Schwabenland. Die Interieure von Audi A6, BMW 520d sowie Mercedes E 220 CDI offerieren vorn und hinten geradezu fürstliche Platzverhältnisse – jedenfalls für vier Personen. Den mittleren Sitz in Reihe zwei möchte man keinem Erwachsenen für eine längere Fahrt zumuten, was im Übrigen für alle Testkandidaten gilt. Insgesamt etwas enger geschnitten ist der Jaguar – ohne freilich als Mickerling durchzugehen. Aber im Vergleich fehlen vorn wie hinten ein paar Zentimeter an Kopf- und auch Ellenbogenfreiheit, um zu den Besten zu gehören. Außerdem kann er, was die Materialgüte und die Verarbeitung angeht, nicht ganz mit den Wettbewerbern aus Ingolstadt, München und Stuttgart mithalten. Details wie die schief geschnittene Verkleidung aus Filz am Kofferraumdeckel zeugen von einer gewissen Nachlässigkeit.

Dass es diesbezüglich deutlich besser geht, beweisen die deutschen Business-Klassen. Gerade im fein ausstaffierten Audi, aber auch in BMW und Mercedes findet man die hochwertigeren Materialien vor. Der Skoda ist grundsätzlich ebenfalls sehr gut verarbeitet, weist aber im Innenraum einen wesentlich größeren Hartplastikanteil auf, was bei seinem eklatant niedrigeren Grundpreis jedoch völlig in Ordnung geht. Zudem punktet der Tscheche mit überragender Beinfreiheit im Fond. Kein Wunder, dass der Superb in fernöstlichen Gefilden häufig als preiswerte Chauffeurslimousine geschätzt wird. Vorn hingegen erreicht auch er nicht ganz das Raumangebot der bayerisch-schwäbischen Konkurrenz. Übrigens: Einparkhilfen sind eine sinnvolle Empfehlung für alle fünf Kandidaten, denn keiner von ihnen tut sich mit einer besonders ausgeprägten Übersichtlichkeit hervor.

Deutliche Klassenunterschiede herrschen bei der Bedienung. Mustergültig ist mittlerweile das bei seiner Einführung vor zwölf Jahren oftmals gescholtene iDrive-Bedienkonzept des BMW, das im Rahmen der Modellpflege um eine Touch-Oberfläche erweitert wurde. Mit dem Finger können auf dem zentralen Dreh-/ Drücksteller einzelne Buchstaben „geschrieben“ werden, um beispielsweise das Navigationsziel einzugeben. In der Praxis funktioniert dies sehr gut. Auch der A6 hält eine solche berührungssensitive Fläche bereit und erleichtert damit die Eingabe von Adressen oder die Suche von Namen im Telefonbuch eines an die Bluetooth-Schnittstelle gekoppelten Handys.

Die E-Klasse bereitet grundsätzlich ebenfalls keine sonderlichen Schwierigkeiten bei der Bedienung ihrer umfangreichen Funktionen. Allerdings sind die Menüs nicht ganz so übersichtlich strukturiert wie bei der bayerischen Konkurrenz und erfordern ein gewisses Maß an Eingewöhnung. Im Jaguar hingegen findet man sich nicht auf Anhieb zurecht. Seine verschachtelte Funktionsstruktur über den viel zu kleinen Touchscreen ist typisch britisch, also ziemlich eigensinnig. Völlig eingängig und ohne lästiges Studium der entsprechenden Betriebsanleitung lässt sich indes der Superb bedienen. Bei ihm nervt lediglich, dass der große Monitor recht unsensibel auf Berührungen reagiert. Darüber hinaus zählt der Rechner des aufpreispflichtigen Navigationssystems nicht unbedingt zu den schnellsten, sodass die Routenberechnung etwas langsamer als bei den anderen Wettstreitern vonstatten geht.

Mehr als üppig fallen die Laderäume der großen Viertürer aus, die dadurch allesamt für einen längeren Familienurlaub geeignet sind. Das Volumen reicht von 520 Liter im BMW bis 565 Liter im Skoda. Eine Besonderheit des Tschechen ist bekanntlich seine doppelt funktionale Heckklappe, die sich entweder wie bei einem herkömmlichen Stufenheck oder aber wie bei einem Fließheck, also inklusive der Heckscheibe, öffnen lässt. Diese charmante Eigenart bringt dem Superb zusätzliche Punkte im Bereich der Variabilität ein. Außerdem erweitert sich der Stauraum im Gepäckfach bei umgelegter Rückbank auf insgesamt 1670 Liter, was beinahe schon vergleichbar mit gängigen Mittelklasse-Kombis ist.

KarosserieMax. PunkteAudi A6 2.0 TDIBMW 520dMercedes E 220 CDI BlueEFFICIENCYSkoda Superb 2.0 TDIJaguar XF 2.2 D
Raumangebot vorn1008888888078
Raumangebot hinten1008080798575
Übersichtlichkeit703435353433
Bedienung/ Funktion1008587828468
Kofferraumvolumen1004443436446
Variabilität1001210102710
Zuladung/ Anhängelast803738383927
Sicherheit1509799996374
Qualität/ Verarbeitung200187186185176182
Kapitelbewertung1000664666659652593

 

Fahrkomfort

Gerade beim Fahrkomfort zeigt sich, dass die deutschen Premiumhersteller ihr Handwerk sehr gut verstehen, wobei erwartungsgemäß der Mercedes, der den Test mit der Airmatic-Luftfederung bestreitet, hier seine Trümpfe voll ausspielt. Das 2023 Euro teure Optionsfahrwerk bügelt die meisten Straßenunzulänglichkeiten gekonnt glatt. Darüber hinaus bieten die aufpreispflichtigen Multikontursitze (1523 Euro), mit denen unser Testexemplar ausgestattet ist, ein hohes Maß an Langstreckenkomfort. Ermüdungserscheinungen sind mit ihnen auch nach langen Reiseetappen nicht zu befürchten.

Ebenfalls einen hervorragenden Federungskomfort offeriert der BMW 5er, der im Zug der Modellpflege im Anfedern und im Geräuscheindruck einen Schritt nach vorn gemacht hat. Das lästige Achspoltern, zu dem frühere Testwagen bei voller Beladung geneigt haben, scheint der Vergangenheit anzugehören. Zudem verfügt der 5er über hervorragende Sportsitze (630 Euro) und eine ausreichend konturierte Rückbank.

Trotz des adaptiven Luftfahrwerks (1950 Euro) unseres Testwagens merkt man dem Audi A6 seine sportliche Gesinnung bereits auf den ersten Metern an, was zudem durch die optionalen 19-Zoll-Räder unterstützt wird. Zwar federt auch der A6 noch relativ sensibel an, vermittelt insgesamt jedoch einen strafferen Eindruck als der BMW oder der Mercedes. Dazu passt, dass seine Sportsitze (635 Euro) einen sehr ordentlichen Seitenhalt bereitstellen. Etwas mehr davon wünscht man sich beim Umstieg in den Jaguar. Sowohl vorn wie hinten fehlt es den Sitzgelegenheiten an Kontur sowie an Beinauflage. Zudem reagiert die Federung etwas hölzerner. Gerade auf kurz aufeinanderfolgenden kleineren Anregungen wirkt der Brite stets etwas zittrig.

Auch das Skoda-Fahrwerk spricht relativ trocken an und leitet Fahrbahnmängel eher in die Karosserie weiter als beispielsweise der BMW oder der Mercedes. Zudem blendet der Skoda Superb Motor- und Abrollgeräusche nicht ganz so kompetent aus wie die übrigen Wettbewerber. Am Sitzkomfort hingegen gibt es wenig zu kritteln. Lediglich hinten hätte es gern etwas mehr Kontur im Rückenbereich sein dürfen.

FahrkomfortMax. PunkteAudi A6 2.0 TDIBMW 520dMercedes E 220 CDI BlueEFFICIENCYSkoda Superb 2.0 TDIJaguar XF 2.2 D
Sitzkomfort vorn150138140136126122
Sitzkomfort hinten1007677767073
Ergonomie150124126120122120
Innengeräusche503742363836
Geräuscheindruck1009087897685
Klimatisierung504545443641
Federung leer200150156158144140
Federung beladen200146154156142140
Kapitelbewertung1000806827815754757

 

Motor und Getriebe

Nominell hat der Jaguar den kräftigsten Motor im Vergleich. 200 PS leistet der im oberen Drehzahlbereich kernig klingende Vierzylinder-Diesel des Briten. Dennoch liegt er mit seinen Fahrleistungen nicht ganz vorn. Das agilste und gleichzeitig auch kultivierteste Triebwerk kann in diesem Quintett der BMW vorweisen. Der 520d ist allen anderen in der Beschleunigung und auch in der Höchstgeschwindigkeit eine Nasenlänge voraus, wobei die Unterschiede wirklich nur marginal sind, wie die Topspeed-Differenz von gerade einmal neun km/h zwischen dem schnellsten (BMW) und dem langsamsten Wettbewerber (Skoda) beweist. Seine ausgeprägte Drehfreude und die gelungene akustische Entkoppelung sind weitere Stärken des bayerischen Diesels. BMW und Jaguar vertrauen beide auf die Achtstufen-Automatik des Zulieferers ZF, wobei sie nur im Fall des Briten serienmäßig ist. Dennoch offenbart das Getriebe in den beiden Kontrahenten jeweils einen unterschiedlichen Charakter. Im 520d arbeitet die Automatik spürbar geschliffener und hält fast immer die richtige Übersetzung bereit. Im XF 2.2D trifft sie nicht immer auf Anhieb die richtige Fahrstufe und agiert zuweilen unnötig hektisch.

Derartiges Gehabe verbittet sich der Mercedes. Seine Antriebseinheit, bestehend aus dem 170 PS starken 2,1-Liter-Diesel und der Siebenstufen-Automatik, ist ganz einer möglichst gelassenen Art der Fortbewegung verschrieben. Bereits aus dem Drehzahlkeller schiebt der Motor nachdrücklich an, hohe Drehzahlen sind nicht nötig, um flott voranzukommen. Die Automatik agiert jedoch zuweilen etwas lethargisch und nicht immer ganz treffsicher.

Dass auch in dieser Fahrzeugklasse ein manuelles Getriebe durchaus Sinn machen kann, zeigt der Audi, der als einziger mit Handschaltung ausgerüstet ist, da zum Testzeitpunkt keine Version mit stufenloser Automatik (multitronic) verfügbar war. Bei ihm ist der Griff zum Schalthebel mehr Vergnügen als Arbeit, denn das Sechsgang-Getriebe begeistert mit exakt definierten, kurzen Wegen und trägt damit einen maßgeblichen Anteil am fahraktiven Eindruck.

Die besten Eigenschaften aus manuellem und automatischem Getriebe vereint die Doppelkupplungslösung des Skoda. Ohne Zugkraftunterbrechung schaltet sich das DSG durch die sechs Gänge. Dazu bereitet es mit seinen schnellen Reaktionszeiten auch im manuellen Modus viel Spaß. Einigkeit herrscht unter den Wettbewerbern weitgehend beim sparsamen Umgang mit dem Kraftstoff. Keiner der Testkandidaten outet sich als großer Trinker, wobei der BMW mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,0 Litern hier der Sparfuchs ist.

Motor und GetriebeMax. PunkteAudi A6 2.0 TDIBMW 520dMercedes E 220 CDI BlueEFFICIENCYSkoda Superb 2.0 TDIJaguar XF 2.2 D
Beschleunigung150107113108109108
Elastizität100
Höchstgeschwindigkeit1507476736972
Getriebeabstufung1008890858885
Kraftentfaltung503938383637
Laufkultur1006062615960
Verbrauch325266268264260256
Reichweite252224231822
Kapitelbewertung1000656671652639640

 

Fahrdynamik

Auf kurvenreichen Strecken, etwa unserem Handlingparcours, fühlt sich der Audi A6 eindeutig am wohlsten. Der agile Fronttriebler profitiert von seiner feinnervigen Lenkung sowie dem sportlich abgestimmten (Luft-)Feder-/ Dämpfer-Set-up und vermittelt eine gehörige Portion Fahrvergnügen. Darüber hinaus ist der A6 durch seine gutmütige Natur gänzlich frei von Tücken. Gemeine Konterschwünge des Hecks sind ihm auch bei rabiat provozierten Lastwechseln absolut fremd. Dazu kann sich der Fahrer jederzeit auf die standfeste Bremse verlassen. Gerade bei aufgeheizten Stoppern liegt der Bremsweg auf dem Niveau veritabler Supersportwagen: Aus 100 km/h kommt der Audi nach nur 32,5 Metern zum Stehen.

Umstieg in den BMW: Der 5er fühlt sich insgesamt behäbiger an als der Audi. Zwar ist die Lenkung des Müncheners wohltuend präzise und ebenfalls recht feinfühlig, insgesamt wähnt man sich jedoch in einem schwereren Auto. Die Bestätigung für diesen Eindruck liefert der Handlingpacours, den der 520d eine glatte Sekunde langsamer umrundet. Trotz Heckantriebs bleibt er aber im Grenzbereich gutmütig und neigt dazu, über die Vorderräder zu schieben. Die Bremsanlage erreicht nicht die Fabelwerte des A6, dafür ist ihre Dosierbarkeit über jeden Zweifel erhaben.

In puncto Handling bereitet auch der Jaguar viel Fahrspaß. Die etwas leichtgängige Lenkung reagiert präzise und beschert dem Briten so eine gewisse Leichtfüßigkeit. Immerhin ist der XF dem BMW auf dem Rundkurs dicht auf den Fersen und verliert auf ihn nur drei Zehntelsekunden. Mit warmgefahrener Bremse verzögert der Jaguar (35,7 Meter) indes besser als der 5er (36,5 Meter). Deutlich weniger engagiert gibt sich der Mercedes auf der Piste. Starke Karosseriebewegungen stehen ihm bei der Zeitenjagd im Weg. Er läuft dem Audi mit einem Respektabstand von knapp über drei Sekunden hinterher. Die Lenkung der E-Klasse ist weniger direkt übersetzt und insgesamt etwas gefühlloser. Auch die Bremsanlage agiert behäbiger und benötigt einen längeren Pedalweg. Von der Fahrsicherheit her kann man dem Mercedes hingegen nichts vorwerfen. Wie der BMW schiebt er beim Überschreiten des Grenzbereichs sanft über die Vorderräder. Als letzter kommt der Skoda über die Ziellinie. Der große Tscheche ist seinerseits ebenfalls kein Ausbund an querdynamischem Temperament. Mit frühem Untersteuern verkündet er seine Unlust, sportlich ums Eck zu fahren.

FahrdynamikMax. PunkteAudi A6 2.0 TDIBMW 520dMercedes E 220 CDI BlueEFFICIENCYSkoda Superb 2.0 TDIJaguar XF 2.2 D
Handling1506663555362
Slalom1007157495755
Lenkung1008784827875
Geradeauslauf504341424140
Bremsdosierung302021181818
Bremsweg kalt15010785977779
Bremsweg warm150125851017393
Traktion1004244434047
Fahrsicherheit150130125126127125
Wendekreis206810107
Kapitelbewertung1000697613623574601

 

Umwelt und Kosten

Wer sich für eine Business-Limousine entscheidet, sollte über ein pralles Budget verfügen. Das gilt traditionell für die Premiumhersteller, die sparsamen Zeitgenossen bereits beim Studium der Grundpreise die Röte ins Gesicht treiben können. Diese Klientel sollte es tunlichst vermeiden, einen Blick in die jeweiligen Optionslisten zu werfen. Denn vollausgestattet ist es kein Problem, den Einstandspreis fast zu verdoppeln. Eine positive Nachricht: Eine Klimaautomatik ist bei Audi, BMW, Jaguar und Mercedes serienmäßig an Bord – Skoda verlangt 520 Euro Aufpreis dafür. Der Sieg im Kostenkapitel ist dem Superb trotzdem nicht zu nehmen, schließlich ist er ungleich preiswerter als der Rest des Feldes. Außerdem bringt er die günstigsten Werkstattund Versicherungskosten mit.

Kosten/UmweltMax. PunkteAudi A6 2.0 TDIBMW 520dMercedes E 220 CDI BlueEFFICIENCYSkoda Superb 2.0 TDIJaguar XF 2.2 D
Bewerteter Preis675143130125194136
Wertverlust501615142014
Ausstattung252323231823
Multimedia502934362426
Garantie/Gewährleistung502820262822
Werkstattkosten201817161816
Steuer1088787
Versicherung403430293527
Kraftstoff554444434342
Emissionswerte252222222222
Kapitelbewertung1000365343341410335

 

Fazit

Es ist schwer, den Audi A6 nicht zu mögen. Er bietet viel Platz, dazu eine tolle Material- und Verarbeitungsqualität. Außerdem bereitet er mit seiner Agilität jede Menge Fahrfreude – in Summe ist er der verdiente Testsieger.

Dahinter folgt der 5er-BMW, der ausgerechnet in Sachen Komfort – früher nicht unbedingt eine Paradedisziplin der Münchner – eine echte Lichtgestalt darstellt. Sein kultivierter Power-Diesel und die intuitive Bedienung sind weitere Pfunde, mit denen der 5er wuchern kann.

Ähnliches lässt sich über die Mercedes E-Klasse sagen, die durch die üppige Modellpflege klar dazugewonnen hat. Vor allem die vielen cleveren Sicherheitssysteme beeindrucken, selbst wenn die meisten aufpreispflichtig sind.

Die beste Reiselimousine für alle, die aufs Geld schauen, ist der Skoda Superb. Kein anderes Auto in seiner Preisklasse bietet gerade hinten auch nur annähernd so viel Platz.

Und der Jaguar? Der noble Brite ist ein Fall für Individualisten, die einen eigenständigen Auftritt schätzen und dafür über die ein oder andere kleine Eigensinnigkeit hinwegsehen können.

Gesamtbewertung

Max. PunkteAudi A6 2.0 TDIBMW 520dMercedes E 220 CDI BlueEFFICIENCYSkoda Superb 2.0 TDIJaguar XF 2.2 D
Summe500031883120309030292926
Platzierung12345

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