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Oberklasse Kombi-Vergleich

Schnell-Laster

Fahrkomfort

Überlegener Fahrkomfort war früher nicht die Domäne der großen Volvo, die über lange Jahre die hintere Starrachse kultivierten, als bei der Konkurrenz schon längst aufwändige Mehrlenkerkonstruktionen im Einsatz waren. Das ist jetzt anders. Der neue V70 rollt mit großer Geschmeidigkeit über kurze und lange Bodenwellen. Voll beladen spricht die Federung vorn wie hinten sogar noch sensibler an. Der Audi kann das dank seiner optionalen Luftfederung (Adaptive Air Suspense, 1950 Euro) noch etwas besser, ohne den Volvo jedoch wirklich distanzieren zu können. Etwas kommoder fühlt man sich auf den vorderen Fauteuils des Ingolstädters untergebracht, obwohl der Schwede mit den teuren Komfortsitzen (2620 Euro) ausgerüstet war. Die Audi-Sitze sind anatomisch besser ausgeformt und bieten mehr Seitenhalt. Im Volvo rutscht man bei forcierter Kurvenfahrt haltlos über das glatte Leder. Ein uneingeschränkter Gewinn ist allerdings die sehr wirkungsvolle und gut dosierbare Sitzlüftung. Vergleichbares gibt es beim A6 auch nicht gegen Aufpreis. Dennoch liegt der Audi am Ende der Komfortwertung mit 20 Punkten Vorsprung vorn.

FahrkomfortMax. PunkteAudi A6 Avant 2.7 TDIVolvo V70 D5 Kombi
Sitzkomfort vorn150132125
Sitzkomfort hinten1007470
Ergonomie150123112
Innengeräusche505151
Geräuscheindruck1007372
Klimatisierung503942
Federung leer200160158
Federung beladen200163165
Kapitelbewertung1000815795
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Motor & Getriebe

Kräftige Dieselmotoren zählen bei den Oberklasse-Kombis nicht ohne Grund zu den bevorzugten Antriebsquellen. Sie sind sparsam, bieten aber dank bäriger Drehmomentwerte trotzdem exzellente Fahrleistungen. Die Abstriche bei der Laufkultur nimmt man dagegen bei einem Kombi in Kauf, zumal moderne Diesel-Triebwerke gerade in dieser Disziplin riesige Fortschritte gemacht haben. Das beweist der 2,7-Liter-V6-TDI im Audi. Außer beim Kaltstart und im Stand ist von seinem Arbeitsprinzip nichts zu hören. Er dreht weich und vibrationsarm hoch und lässt den A6-Piloten gern vergessen, dass dieser in einem Selbstzünder-Kombi sitzt. Der Reihen-Fünfzylinder im Volvo tönt da schon vernehmlicher, wobei sein Knurren eher sympathisch als lästig klingt. Seinen nominellen Leistungsvorsprung von fünf PS kann der Volvo-Antrieb nicht in bessere Fahrleistungen umsetzen. Der A6 geht fast eine ganze Klasse besser als der etwas betuliche V70. Beim Sprint von null auf 100 km/h nimmt der Audi dem Volvo mehr als eine halbe Sekunde ab, bis 160 sind es gar über 3,5 Sekunden. Auch beim Spitzentempo kann sich der deutsche Kombi vom schwedischen distanzieren: 225 zu 210 km/h. Und das sind keine akademischen Werte. Bei schneller Autobahnfahrt hat man im Audi den Volvo bald aus dem Rückspiegel verloren. An der Tankstelle liegt der Bayer ebenfalls leicht vorn: Er konsumierte im Test genau acht Liter Diesel je 100 Kilometer, 0,3 Liter weniger als der Volvo. Zudem kann der A6 mit seinem besser schaltbaren Getriebe punkten, was seinen Sieg in der Motorenwertung noch deutlicher ausfallen lässt. Beim V70 stören die zu nachgiebige Führung des Schaltstocks und die längeren Schaltwege. Die deutlicher spürbare Anfahrschwäche des Volvo-Fünfzylinders unterstreicht zusätzlich, dass der Audi-V6 die harmonischere Antriebsquelle ist.

Motor und getriebeMax. PunkteAudi A6 Avant 2.7 TDIVolvo V70 D5 Kombi
Beschleunigung200151143
Elastizität0--
Höchstgeschwindigkeit2009580
Getriebeabstufung1009385
Kraftentfaltung504036
Laufkultur1007873
Verbrauch250188184
Reichweite251716
Kapitelbewertung925662617
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi A6 Avant 2.7 TDI

PS/KW 179/132

0-100 km/h in 8.40s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 225 km/h

Preis 42.255,00 €

Volvo V70 D5 Kombi

PS/KW 185/136

0-100 km/h in 9.20s

Frontantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 39.760,00 €