Leistungs-Gesellschaft
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Aston Martin V8 Vantage | Maserati Granturismo S
Aus AUTO ZEITUNG 23 / 2008
Aston Martin V8 Vantage Der gedrungene, niedrige Aston Martin . . . weitere Links:
Mit nachgeschärften Motoren messen sich Aston Martin V8 Vantage und Maserati GranTurismo S im Testduell
Zugegeben, bei diesem Vergleichstest fällt es schwer, objektiv zu bleiben. Auch ein Autotester fährt nicht jeden Tag Aston Martin und Maserati. Gerade diese beiden Coupés, lackiert in strahlendem Weiß und leuchtendem Rot, treffen das Herz des Testers dort, wo es am verwundbarsten ist: in jener Region, die großen schnellen GT aus traditionsreichen Manufakturen vorbehalten bleibt.
Dabei ist es noch gar nicht so lange her, da hätten selbst die risikofreudigsten britischen Buchmacher keine allzu hohen Wetten auf das Überleben der Marken Aston Martin und Maserati angenommen. Aston baute im beschaulichen Newport-Pagnell so ungefähr fünf Virage pro Jahr, die ebenso teuer wie bekannt unzuverlässig waren.
Und bei Maserati purzelten unzählige Varianten der berüchtigten Biturbo-Baureihe aus den altehrwürdigen Backsteinhallen in Modena. Seit der Fiat-Konzern bei Maserati und Ulrich Bez bei Aston das Sagen haben, muss man nicht mehr befürchten, dass die Autos mit Dreizack oder Doppelschwinge nur noch auf den Seiten der Oldtimer-Postillen inszeniert werden.
Gerade die aktuellen Versionen des Aston Martin V8 Vantage und des Maserati GranTurismo S beschleunigen den Puls jetzt noch etwas kraftvoller. Bei beiden wurde der Hubraum auf 4,7 Liter erweitert, natürlich mit dem entsprechenden Leistungszuwachs: 426 statt 385 PS beim Aston, 440 statt 405 PS beim Maserati. Los geht’s!
Karosserie
Der Maserati hat mehr Platz, der Aston Martin die bessere Verarbeitung
Okay, die beiden GT kämpfen in diesem Kapitel mit ungleichen Waffen. Der Aston Martin gibt sich nicht einmal die Mühe, wie ein 2+2 zu erscheinen. Er basiert auf der verkürzten Version der sogenannten VH-Plattform von Aston – die im Übrigen auch das Rückgrat des sehr viel teureren DB9 bildet – und bietet schlicht und einfach nur Platz für zwei Passagiere. Zu groß und gewichtig sollten die nicht sein. In die schmalen Sitznischen passen nur eher schmale Gestalten, und die mögliche Zuladung von 180 Kilogramm beschränkt die Mitnahmemöglichkeiten zusätzlich.
Reichlich 300 Kilogramm dürfen im Maserati verstaut werden, inklusive Besatzung natürlich. Mit dem sehr ordentlichen Raumangebot im Fond prädestiniert das den GranTurismo zum schnellen Reisefahrzeug für die gut betuchte Kleinfamilie. Väter werden es auch begrüßen, dass im Maserati serienmäßig Isofixbefestigungen vorhanden sind und die Sicherheitsausstattung deutlich reichhaltiger ausfällt als im spartanischeren V8 Vantage.
Immerhin kann der Aston Martin-Käufer ebenfalls Isofixhalterungen bestellen. Die gibt es aufpreisfrei auf Nachfrage ab Werk. Abgesehen von der eingeschränkten Zuladekapazität und dem eher knapp bemessenen Raumangebot also rundum alltagstauglich? Nicht ganz. Beide Sportwagen haben ihre Eigenarten, die man der Dame des Hauses sorgfältig erklären sollte, bevor sie damit auf Einkaufstour geht.
Die vielen, nicht immer logisch platzierten Knöpfe in Vantage und GranTurismo enthüllen nicht immer auf Anhieb ihre Funktion. Wobei man sich als Sportwagen-Newbie im Aston schneller zurechtfindet. Der hat seit dem Facelift eine übersichtlichere Mittelkonsole samt Festplatten-Navi, das nicht zufällig ziemlich Volvo-artig aussieht. Im Maserati müssen mitunter selbst Autoprofis die etwas holperig übersetzte Bedienungsanleitung zuhilfe nehmen, um alle Funktionen fehlerfrei zu aktivieren.
Bei der Bewertung der Material- und Verarbeitungsqualtität liegt der Brite ebenfalls leicht vor dem Italiener. Selbst im Detail handwerklich perfekt, zeigt Aston Martin, wie ein Auto dieser Preisklasse aussehen sollte. Da kann der Maserati nicht ganz mithalten, obwohl der rote GranTurismo S etwas besser wirkt als vorher begutachtete Exemplare. Dennoch liegt der viel größere Modeneser am Ende der Karosseriewertung deutlich vor dem knappen Coupé aus Gaydon.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Aston Martin V8 Vantage | Maserati Granturismo S | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 65 | 75 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 0 | 24 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 30 | 30 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 75 | 70 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 18 | 13 | ||||||
| Variabilität | 100 | 0 | 5 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 2 | 11 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 61 | 82 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 192 | 180 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 443 | 490 | ||||||
















































