Nitrolympx 2013: Treffen der Dragster in Hockenheim Eine völlig andere PS-Welt

13.08.2013

Das Dragster-Treffen Nitrolympx findet seit 1986 auf dem Hockenheimring statt. Und auch in diesem jahr boten die bis zu 8000 PS starken Maschinen den Zuschauern eine schnelle, feurige und vor allem laute Show

Der V8-Motor nagelt in den Begrenzer, das dumpfe Grollen schmerzt trotz Stopfen in den Ohren, der Boden wummert im Takt mit und aus den acht armdicken Auspuffrohren schießen Flammen: Wenn ein Dragster der Top-Fuel-Klasse an den Start der Viertelmeile rollt, raubt es den Zuschauern den Atem. Und das im wahrsten Sinne: Sobald die Ampel, auch Christmas Tree (Weihnachtsbaum) genannt, auf Grün springt schnellen die etwa neun Meter langen und mit Nitromethanol befeuerten 8000-PS-Monster wie im Zeitraffer dem Horizont entgegen. Am Start entlädt sich eine Druckwelle, die auch in 50 Metern Entfernung noch im ganzen Körper zu spüren ist - für einen Sekundenbruchteil bleibt die Luft weg. Die Umgebung füllt sich mit einem Geruch-Mix aus verbranntem Gummi und süßlich-scharfem Nitromethan.

 

Nitrolympx: Dragster kommen seit 1986 nach Hockenheim

Die Königsklasse der Dragster sind die mit Nitromethan, dieser Stoff wird auch in Raketentreibstoff verwendet, betriebenenen Top-Fueler. In Deutchland kann man sie nur in Hockenheim sehen, aber dort durften sie nicht die gesamte Viertelmeile von 402,34 Metern absolvieren. Weil Sie am Ende einfach zu schnell geworden wären, um wieder sicher zum Stehen zu kommen. So rasten die Boliden mit ihren in kleine Überrollkäfige gepferchten Piloten oder Pilotinnen lediglich über eine 300 Meter lange Strecke. Diese absolvierten die schnellsten allerdings in knapp vier Sekunden und die Ergebnistafel zeigte dabei rund 470 km/h an. Den Standardsprint von Null auf 100 schaffen die Top-Fuel-Maschinen übrigens in 0,8 Sekunden – da hat jeder Lamborghini das Nachsehen.

Neben diesen Boliden traten allerdings noch 16 weitere Klassen bei den Nitrolympx 2013 an. Wie zum Beispiel die Drag-Bikes. Diese Motorräder werden – im Vergleich mit den Top-Fuel-Dragstern – lediglich von schlappen 1500 PS angetrieben, haben jedoch nur ein bis zu 40 Zentimeter breites Hinterrad, das die Kraft auf den Asphalt bringt. Sie schafften die Viertelmeile auf dem Hockenheimring in etwa sechs Sekunden und bremsten erst bei 380 km/h ab.

Neben verschiedenen Klassen gibt es im Dragster-Sport allerdings auch unterschiedliche Modi. So zählt beispielsweise nicht immer die schnellste, sondern die genaueste Zeit. Beide Fahrer müssen im sogenannten Index-Fahren so knapp wie möglich eine bestimmte Zeit erreichen, dürfen diese aber nicht unterschreiten. Wer näher an den Sollwert herankommt gewinnt den Lauf. Gefahren wird übrigens in allen Klassen im K.O.-System, sodass im Finale nur zwei Fahrer übrig bleiben.

Bei der diesjährigen Ausgabe der international besetzten Nitrolympx hatte bei den Top-Fuel-Piloten der Norweger Thomas Nataas die beste Reaktionszeit und den schnellsten Dragster im Finale. Bei den Top-Fuel-Bikes war Ian King aus Großbritannien auf einer 1600er-Yamaha der strahlende Sieger.

Christoph Kragenings

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