Nissan X-Trail 2.0 dCi Xtronic: Test Der Nissan X-Trail wird kräftiger

von Michael Godde 17.08.2017

Wir haben das Facelift des Nissan X-Trail getestet. Sowohl auf der Straße als auch im Handel kam der zu klein motorisierte X-Trail bisher nicht so richtig in Schwung. Mit dem neuen, 177 PS starken Zweiliter-Diesel soll der Nissan jetzt endlich Fahrt aufnehmen.

Kleine 1600 Kubikzentimeter waren bisher das Maximum unter der Haube des Nissan X-Trail. Sicher genug, um von A nach B zu kommen – aber deutlich zu schwachbrüstig, um mit dem X-Trail lange Distanzen entspannt zu überwinden. Die kleinen Motoren mit 163 PS (Benziner) und 130 PS (Diesel) mühen sich mit dem großen SUV zu stark ab. Konkurrenten wie VW, Skoda, Kia, Hyundai oder Ford bieten zwar auch kleine Einstiegsmotoren an, auf der anderen Seite aber obendrein kräftige Aggregate, um auch mal mühelos einen Pferdeanhänger schleppen zu können. Nissan zieht jetzt erst nach. Das ist auch nötig, denn seit drei Jahren dümpelt der Verkauf des X-Trail vor sich hin. Allein in diesem Jahr hat Nissan vom kleineren Qashqai bisher dreimal so viele Exemplare verkauft. Der neue Zweiliter-Diesel könnte für einen positive Wende sorgen. Stramme 177 PS und 380 Nm sorgen beim 2.0 dCi für angemessene Testwerte. Das geräumige SUV beschleunigt damit spritzig in 9,1 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht nach kurzem Anlauf gut 200 km/h. Der 1.6 dCi ist zehn km/h langsamer und benötigt deutlich über zehn Sekunden, um auf Tempo 100 zu sprinten. Aber die gemessenen Daten sind nur der Beleg für die erheblich lebendigere Kraftentfaltung.

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Nissan X-Trail (2014): Preis (Update)  

Zweiliter-Diesel für den X-Trail

Der Nissan X-Trail im Video:

 
 

Test: Nissan X-Trail-Facelift mit stärkerem Motor

Vor allem in Kombination mit dem stufenlosen Automatik-Getriebe (CVT) entpuppt sich der große Diesel als passende Kraftquelle für den X-Trail. Die Automatik hält mit dem kontinuierlichem Anpassen der Übersetzung den Turbodiesel beim sanftem Beschleunigen bei 2000 Touren und nutzt so das volle Drehmoment von 380 Nm perfekt aus. Das Resultat: spontaner Antritt bei Überholmanövern, niedriges Drehzahlniveau, effizienter Umgang mit dem Kraftstoff. Wer auf der Drehmomentwelle dahinsurft, kann einen Durchschnittsverbrauch von 5,3 Litern mit dem Fronttriebler erreichen. Auch der Testverbrauch ist mit 7,6 Litern akzeptabel. Wie für alle Motorisierungen lässt sich der 2.0 dCi zudem mit einer dritten Sitzreihe (950 Euro) zum Siebensitzer aufwerten. Ordentlichen Komfort und eine umfassende Serienausstattung bringt der das große SUV ohnehin mit. Etwas Feinschliff bei Materialqualität und Verarbeitung soll den facegelifteten X-Trail, der Ende September startet, in eine noch bessere Verkaufsposition rücken. Lediglich der Preis passt nicht: Für den 2.0 dCi muss der Kunde mindestens 34.490 Euro überweisen. Dafür gibt es bei Kia schon einen deutlich größeren Sorento (34.990 Euro) mit satten 200 PS.

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Das kostet das Qashqai Facelift

Technische DatenNissan X-Trail 2.0 dCi Xtronic
Motor4/4, Turbodiesel
Hubraum1995 ccm
Leistung177 PS
Maximales Drehmoment380 Nm
GetriebeCVT-Automatik
AntriebVorderrad
0-100 km/h9,1 s
Höchstgeschwindigkeit199 km/h
Leergewicht1681 kg
L/B/H in mm4640/1820/1710
Kofferraum550-1982 l
Testverbrauch7,6 l D/100 km
Grundpreis34.490 Euro

von Michael Godde von Michael Godde
Unser Fazit

Nissan macht den X-Trail mit dem 177-PS-Turbodiesel endlich attraktiv. Auch das stufenlose Automatik-Getriebe präsentiert sich mit dem großen Diesel von seiner besten Seite. Lediglich der üppige Preis dürfte den Verkauf weiterhin bremsen.

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