Nissan X-Trail 1.6 dCi: Neues Crossover-SUV im Fahrbericht Richtungswechsel

30.05.2014

Die Japaner haben den X-Trail für 2014 neu aufgelegt – und zwar richtig. Mit völlig anderem Konzept, geglätteter Optik und der Option auf sieben Sitze soll er auf der Erfolgswelle von Juke und Qashqai mitschwimmen. Fahrbericht

Ganze 13 Jahre hat Nissan an der kantigen SUV-Form des X-Trail festgehalten – mit Erfolg. Insgesamt konnten die Japaner 1,7 Millionen Autos in 190 Ländern verkaufen. Doch weil die Zahlen nach und nach abnahmen, ist es nun Zeit für eine harte Richtungsänderung. Den genauen Kurs dafür zeigen die Modelle aus der Crossover-Ecke. Denn der Erfolg des kleinen Juke und des kompakten Qashqai soll auch auf den größeren X-Trail abfärben.

 

Nissan X-Trail 1.6 dCi: sportliches Handling

So ist es kein Zufall, dass er dem gerade vorgestellten Qashqai zum Verwechseln ähnlich sieht. Mit 27 Zentimeter mehr Außenlänge und zwei extra Sitzen im Heck (800 Euro) ersetzt der X-Trail demnächst sogar den Qashqai +2, der in der neuesten Generation nicht mehr zu haben ist.

Mit einer nahezu identischen Außenlänge von 4,64 Metern und der gleichen Bodenfreiheit von 21 Zentimetern zählt der X-Trail wie sein Vorgänger zu den größeren unter den Kompakt-SUV. Sein Radstand hat allerdings um eine Handbreit zugenommen. Das spüren vor allem die Passagiere in der zweiten Reihe: Zehn Zentimeter mehr Kniefreiheit sind eine Ansage.

Nicht nur optisch hat sich beim Modellwechsel einiges getan. Auf der ersten Testfahrt fällt sofort die deutlich straffere Fahrwerksauslegung auf. Die wird durch die beim Testwagen montierten 19-Zoll-Räder (Tekna-Ausstattung: 34.650 Euro) noch verstärkt, sodass man auf schlechten Straßen ziemlich durchgeschüttelt wird. Bei höheren Geschwindigkeiten liegt der X-Trail so aber ruhiger in der Spur als früher.

Unter der Motorhaube arbeitet zur Markteinführung übrigens als einzig verfügbare Antriebsquelle ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Dieselvon Renault mit 130 PS und 320 Nm. Erst im nächsten Jahr folgt ein 1,6-Liter-Turbobenziner. Der Dieselmotor zeigte auf der Fahrt durch bergiges Land durchaus Sparpotenzial – im Schnitt pegelte sich der Bordcomputer bei sieben Litern ein. Die ausgeprägte Anfahrschwäche und der plötzliche Drehmomentanstieg bei etwa 2000 Touren wirkt allerdings unharmonisch.

So muss man öfter als einem lieb ist zum etwas schwammig geführten Schalthebel greifen. Das stufenlose Automatik-Getriebe Xtronic gibt es nur für den Fronttriebler. Wer den automatischen Allradantrieb ordert, muss wie im Basismodell per Hand schalten.

Letzteres kostet übrigens 26.550 Euro und ist schon mit 17-Zoll-Alu-Rädern, Tempomat, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie Einparkhilfe vorn und hinten ausgerüstet. Großes Lob verdient Nissan auch für das serienmäßige Fahrerassistenzpaket samt Spurhalter, Verkehrszeichenscanner und Notbremsassistenten.

Unser Fazit

Mit dem neuen, fair kalkulierten X-Trail erweitert Nissan seine Crossover-Palette sinnvoll und attraktiv. Der Motor könnte allerdings mehr Kraft haben.

Markus Schönfeld

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