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Nissan 370Z-Rennwagen Teil 1

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Nissan und AUTO ZEITUNG / POWERCAR starten beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit dem 370Z

Noch liegt zeitweise Schnee in der Eifel, die Nürburgring-Nordschleife fügt sich still in die Landschaft ein. Das ändert sich bald, die Vorbereitungen für den Langstrecken-Klassiker am 23. Mai laufen bereits auf Hochtouren. Das gilt auch für das gemeinsame Rennprojekt von Nissan und AUTO ZEITUNG / POWERCAR. Es startet 2009 wie geplant ins dritte Jahr – und das mit einem völlig neuen Modell, dem Nissan 370Z.

Beinahe sechs Wochen dauerte die Überfahrt der grundierten Rohkarosserie von Japan nach England. Dort übernahm RJN Motorsport das Chassis. Die britischen Nissan-Spezialisten realisieren – wie schon 2007 und 2008 beim Vorgängermodell 350Z – den kompletten Aufbau und Einsatz des rundum neuen Rennwagens. An der Strecke verstärkt sie zusätzlich das deutsche Partnerteam ESR-Tech. Schon früh haben Technik- und Sponsoren-Partner wie Dämpferspezialist Bilstein und die Nissan Bank ihre Unterstützung für den ehrgeizigen Neustart des Projekts zugesagt. Auch Reifenpartner Dunlop wird nach aktuellem Stand dabei sein. Weitere Sponsoren-Verhandlungen laufen. Als Fahrer sind bisher Ex-DTM-Meister Kurt Thiim und POWERCAR-Projektleiter Holger Eckhardt gesetzt.

RJN-Motorsport-Teamchef Bob Neville: „Das neue Chassis ist leichter und noch steifer als das des 350Z. Die Türen und die Heckklappe bestehen aus Aluminium – ein teurer Ersatz aus Karbon wäre kaum leichter. Wir haben alle Schweißnähte verstärkt und die Rohre für den schützenden Stahlkäfig angepasst.“ Gleichzeitig werden alle Motorenbauteile vermessen und auf ihre Renntauglichkeit hin überprüft. Das betrifft vor allem die Kurbelwelle und die Pleuel. „Wir erwarten am Ende mindestens 400 PS, selbst bei Verwendung des serienmäßigen Ansaugsystems“, sagt Neville.

Wie serienmäßig der 370Z wirklich bleibt, entscheidet sich entsprechend der gewählten Rennklasse. Der ADAC Nordrhein schreibt 2009 erstmals auch die seriennahe GT4-Klasse aus. In dieser Klasse errang RJN Motorsport 2008 mit dem Nissan 350Z auf Anhieb den Vizemeistertitel im Premierenjahr der zugehörigen Europa-Cup-Serie. Vieles spricht dennoch für einen 24-Stunden-Einsatz in der Spezialklasse SP7 – im direkten Umfeld der zahllosen Porsche 911 GT3 sicher kein leichtes Unterfangen. Neville erklärt: „Der kürzere Radstand und die breitere Spur des 370Z steigern die Agilität des Rennwagens. Das Leergewicht soll je nach Klasse zwischen 1250 und 1300 Kilo liegen. Ein entscheidender Knackpunkt wird auch die Wahl des Getriebes sein: Das standfeste, sequenzielle Hewland-Renngetriebe verbietet sich in der GT4-Klasse.“ Anfang April soll voraussichtlich der erste Rollout stattfinden.

Hintergrundinfo: Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am 23. Mai

Ursprünglich war ein Start für Mitte Juni geplant. Um eine Überschneidung mit den 24h von Le Mans zu vermeiden – einige Toppiloten starten bei beiden Langstrecken-Klassikern –, verlegte der ADAC Nordrhein sein 24-Stunden-Rennen auf den 23. Mai. Das Training findet 2009 schon am Donnerstag und nicht erst am Freitag statt. Um 13.45 Uhr und um 19.30 Uhr starten die rund 220 Rennwagen auf die 25,4 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife. Der Start zum eigentlichen Rennen am Samstag erfolgt um 16.00 Uhr. Ein Hinweis für alle Youngtimer-Fans: Das beliebte 500-km-Rennen findet in diesem Jahr nicht statt. Als Ersatz wird am Freitag ein 3h-Stunden-Rennen für Klassiker bis Baujahr 1986 stattfinden, organisiert von der „Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport“.

Alles über das Rennprojekt und die Vorjahres-Rennen beim 24-Stunden Rennen am Nürburgring