Nissan Juke R 2.0 2015: Fahrbericht Godzillas kleiner Bruder

14.12.2015

Der Nissan Juke R 2.0 wird mit 600 PS zum ernsthaften Sportwagenschreck. Wie fährt sich die zweite Stufe des Mix aus Juke und GT-R?

Wenn Japaner mit leuchtenden Augen von Godzilla sprechen, dann ist die Rede vom Nissan GT-R. Das bis zu 600 PS starke Asphaltmonster ist seit über 40 Jahren die ultimative japanische Sportwagenlegende. Die ganze Aufmerksamkeit dürfte jetzt allerdings sein kleiner Bruder auf sich ziehen. Klein ist bei dem gerade präsentierten Juke R 2.0 allerdings nur die Karosserie. Unter der kompakten Crossover-Hülle steckt nämlich die Allradtechnik von Godzilla. Bereits bei seinem ersten öffentlichen Auftritt 2011 war der Juke R mit dem 480 PS starken Antriebsstrang des damaligen GT-R ordentlich motorisiert. Das Update zum 2.0 spendiert ihm nun satte 600 PS. Fest verzurrt im Schalensitz geht es auf die Piste. Hier gehört das kleine Biest hin. Ein Tritt aufs Gaspedal, und der Juke hämmert mit wild fauchendem V6-Biturbo über die Gerade auf die erste Schikane zu.

 

Nissan Juke-R 2.0: Godzillas kleiner Bruder

Die Sechskolben-Bremssättel nehmen die Scheiben fest in die Zange. Willig und mit leichtem Heck pfeilt der allradgetriebene, mattschwarze Dampfhammer an den Kurbs vorbei und fliegt mit vollem Schub auf die 180-Grad-Kehre zu. Die harte Bremsphase im leichten Rechtsbogen vor der Kehre bringt das Heck zum Tanzen – der kurze Radstand und der hohe Aufbau fordern ihren Tribut. Dennoch lenkt der Juke R willig ein, und das lebendige Heck lenkt hilfreich mit. Dank satter Traktion schnalzt der wilde Zwerg auf die Gerade. Am Bremspunkt erreicht der Crossover 200 km/h wie sein großer Bruder, der GT-R Nismo. Wer es beim Juke drauf anlegt, erreicht Tempo 100 in rund drei Sekunden und kann, wenn er sich traut, mit knapp 300 km/h über die Piste jagen. Nicht nur die Fahrleistungen weisen den Juke R mit 2.0 Update als echten Sportwagen aus. Mit seinen zivilen Brüdern hat er nichts mehr gemeinsam, er teilt sich mit ihnen lediglich noch die markante Silhouette.

Nissan Juke R: Erste Serie im Fahrbericht

Unterm Blech steckt dagegen ein um 25 Zentimeter verkürzter GT-R. Der V6-Biturbo sitzt weit hinten direkt unter der Windschutzscheibe – Spritzwand und Armaturenbrett wurden daher nach hinten versetzt. Getriebe, Differenzial und Radaufhängungen des GT-R fanden samt Hilfsrahmen Platz im Heck des Juke R 2.0. Fahrer und Beifahrer sitzen von Fünfpunktgurten in eng anliegenden Schalensitzen extrem weit hinten im ausgeräumten Innenraum. Sitze im Fond? Kofferraum? Funktionalität? Fehlanzeige! Gebaut wird der Japaner wie bereits die erste Auflage bei Ray Mallock (RML) in Wellingborough. Eigentlich sollte bereits die erste Serie mit 480 PS lediglich als Showcar eingesetzt werden. Die Nachfrage war aber so groß, dass eine Handvoll gefertigt und verkauft wurden. Für 400.000 Euro ohne Steuern produziert RML auf Wunsch auch den Juke R 2.0 von Hand in England – und individuelle Wünsche werden selbstredend berücksichtigt …

Nissan Juke R 2.0: Bildergalerie zum Fahrbericht von der Rennstrecke

Unser Fazit

Die Kreuzung des kleinen, erfolgreichen Crossovers Juke mit dem Antriebsstrang des Nissan GT-R funktioniert besser als gedacht. Der 600-PS-Knaller Juke R 2.0 ist herrlich verrückt, aber auch irrwitzig schnell und auf der Rennstrecke ein guter Entertainer. In diesem Fall verzichten wir daher auf eine Notenvergabe.

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