Fahrbericht Nissan GT-R Nismo: 100 Kilogramm mehr Abtrieb Im Grenzbereich

29.12.2013

Fahrbericht Nissan GT-R Nismo: Die neue 600 PS starke Nismo-Variante des aktuellen Nissan GT-R, Modelljahr 2014, legt die Messlatte in puncto Fahrdynamik erneut um ein gutes Stück höher

Carlos Ghosn ist während der Präsentation des überarbeiteten Nissan GT-R in Tokio sichtlich zufrieden. Und er hat allen Grund dazu, schließlich hat der deutsche Werkspilot Michael Krumm mit der neuen 600-PS-Nismo-Version auf dem Nürburgring pünktlich zur Vorstellung eine Bestzeit in den Asphalt gebrannt: Mit 7:08,679 hält Nissan nun den Rundenrekord für viersitzige Großserienfahrzeuge auf der prestigeträchtigen Strecke.

Jetzt haben wir Gelegenheit, uns unser eigenes Bild vom neuen GT-R zu machen. Der „Sodegaura Forest Raceway“ östlich der japanischen Metropole dient als Teststrecke. Die Nismo-Version hat gerade einmal 50 PS mehr und wiegt lediglich 20 kg weniger als der normale, bereits 315 km/h schnelle GT-R, Jahrgang 2014, aber es fühlt sich mindestens nach 150 PS und 300 kg an.

 

Fahrbericht Nissan GT-R Nismo: 100 Kilogramm mehr Abtrieb

Schon beim Anbremsen der ersten Kurve ist man eins mit dem Nismo. Er liegt wie das sprichwörtliche Skalpell eines Chirur- gen in der Hand seines Fahrers. Den anvisierten Einlenkpunkt trifft er mit bestechender Präzision. Der Nismo folgt der vorgegebenen Linie wie auf Schienen. Ausgesprochen früh lässt er sich unter Last durch die Kurve führen. Der Grip, den der Allradantrieb und die neuen, extra für den Nismo entwickelten Dunlop-Reifen produzieren, ist schlicht atemberaubend.

Oberhalb von 4500 Umdrehungen reagiert der dank größerer Lader nun 600 PS starke Biturbo so feinfühlig aufs Gas, dass man das Gefühl hat, jedes einzelne PS gezielt abrufen zu können. Die schnelle Schikane schluckt der GT-R vollkommen unbeeindruckt – er liegt extrem ruhig und stabil auf der Piste. Seine Lenkung ist ein Musterbeispiel an Rückmeldung.

Keine Frage, die Mannschaft um Hiroshi Tamura, den Kopf des GT-R-Teams, hat ganze Arbeit geleistet. Bereits der normale 550-PS- GT-R, der in 2,7 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt, bekommt zum Modelljahr 2014 eine intensive Überarbeitung, doch beim Nismo kam jedes Bauteil auf den Prüfstand. Schon die Karosserie des Nismo erfährt wäh- rend der Fertigung eine Sonderbehandlung und wird zusätzlich verklebt und verpresst.

Bug- und Heckschürze, Unterboden sowie der Kofferraumdeckel mit dem gewaltigen Heckflügel sind aus Karbon gefertigt und erzeugen zusammen deutlich mehr Abtrieb: 100 Kilo gegenüber dem aktuellen Basis-GT-R. Feinschliff an den mit Bilstein entwickelten Feder-/Dämpferelementen sowie breitere, geschmiedete Felgen und die eigens entwickelten Dunlop-Pneus flankieren die intensiven Entwicklungsarbeiten der Japaner. Zudem wird es zum Verkaufsstart im Herbst 2014 – der GT-R mit 550 PS erscheint bereits im Februar – ein Race Kit geben, das auch am Rundenrekord-GT-R von Michael Krumm verbaut war.

Die Preise stehen noch nicht fest. Allerdings soll der nun komfortablere normale GT-R das Preisniveau seines Vorgängers mit knapp unter 100.000 Euro beibehalten. Die heiße Nismo-Variante soll rund 150.000 Euro kosten. Neben dem Rekordwert ein weiteres Argument, das die etablierte Sportwagenkonkurrenz abermals nachdenklich stimmen dürfte.

Michael Godde

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