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Volle Kraft voraus

Die automobilen Modelle von morgen sind bereits heute Realität – in den Designstudios von Ford, Volkswagen und Co.

Für das Jahr 2009 steht bei VW ein Facelift für den VW Passat an. Hier finden Sie alle Informationen und erste Bilder des neuen Passat sowie weitere neue Modellvarianten der Wolfsburger. Bei Ford geht man bereits heute neue Wege: vor Kurzem wurde der neue Mondeo vorgestellt, der sich durch das sogenannte "Kinetic"-Design auszeichnet. Wir zeigen Ihnen alles Wissenswerte zum neuen Mondeo.

Neues aus Wolfsburg
VW betreibt Modellpflege - auch am Passat und am Passat Variant. Für Frühjahr 2009 ist eine Überarbeitung des in Deutschland erfolgreichsten Mittelklasse-Modells zu erwarten. Der Variant-Anteil beim Passat liegt hierzulande bei stolzen 85 Prozent, deshalb wird der Kombi besonders sorgfältig modifiziert. Da in Wolfsburg derzeit mit dem neuen Konzernchef Martin Winterkorn und Designchef Walter de Silva eine neue Design-Philosophie Einzug hält, dürften mit dem Facelift des lukrativsten Modells der Marke noch einige signifikante Änderungen erfolgen.

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Unsere Darstellung des Facelifts kann deshalb nur andeuten, wohin die Richtung geht. Martin Winterkorn war in seiner früheren VW-Zeit mitverantwortlich für den markanten Plakettengrill vieler VW-Modelle. Also wird er viel daran setzen, dieses Markenzeichen nicht durch ein neues zu ersetzen. Der Grill soll künftig noch weiter vorstehen und im Detail etwas eleganter und dynamischer werden. Auch die runderen Lufteinlässe und die Scheinwerfer dürften in ihren neuen Form (siehe Foto) dem Passat mehr Dynamik verleihen. Walter de Silva liebt eher runde, elegante Formen.

Technisch wird sich beim Passat wenig ändern. Die Plattform mit Quermotor-Anordnung und der aufwändigen Hinterachse wurde ja gerade erst mit dem aktuellen Modell eingeführt. Ein VW-Techniker sagt dazu: "Mit unserer Mehrfachlenkerhinterachse sind wir bestens unterwegs - die muss man nicht zwingend neu erfinden." Die Motorisierung endet wegen der Quermotoranordnung beim 3.6 V6-Motor. Immerhin leistet der im Passat R36 schon stattliche 300 PS.

Die Vierzylinder-Benzin-Direkteinspritzer mit Turbo- und Kompressoraufladung werden in größerem Umfang beim Passat Einzug halten. Die Vorteile: satter Durchzug schon bei niedrigen Drehzahlen und moderater Verbrauch. Beim künftigen Passat wäre eine Palette aus 1,4, 1,6 und zwei Liter großen Motoren denkbar, die ein Leistungsspektrum von 120 bis weit über 250 PS abdecken. Die Umstellung der Dieselflotte von Pumpe-Düse-Einspritzung auf die Common-Rail-Technik wird bis Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein.

Feinster Passat aller Zeiten
Auf ganz andere Bedürfnisse zugeschnitten ist das neue viertürige VW Coupé, das bis zur Markteinführung intern als CC oder EA 511 geführt wird. Das Design, obwohl im Herbst letzten Jahres bereits im Detail verabschiedet, wird wie beim Scirocco der künftigen VW-Linie angepasst. Änderungen im Blech sind kaum mehr möglich. Die Frontpartie aber wird mit einem breiten Grill und einer großen Kühlluftöffnung unterhalb des Stoßfängers verfeinert.

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Obwohl nur minimal breiter als der Passat, tritt das neue Coupé bulliger auf. Mit einer Länge von fast 4,90 Metern rückt der edle Viertürer dicht an den Audi A6 heran. Die technischen Komponenten wie Fahrwerk, quer installierte Motoren und Getriebe stammen vom Passat. Als Basis-Benziner dient der 150 PS starke Zweiliter-Benzin-Direkteinspritzer, den es auch in einer Turboversion mit 200 PS gibt.

Zum noblen Charakter des Coupés passt auch der 280 PS starke 3,6-Liter-V6, der über Benzin-Direkteinspritzung verfügt und bereits im Touareg eingesetzt wird. Hinzu kommen die Vierzylinder-TDI-Ableger mit zwei Liter Hubraum und 140 sowie 170 PS. Sein Debüt gibt das Coupé jüngsten Planungen zufolge auf der Detroit Motor Show im Januar 2008. Die Markteinführung erfolgt im Sommer.

Rhein-Energie
Der Mann, der das Flaggschiff der europäischen Ford-Abteilung in Form gebracht hat, heißt Martin Smith und ist bester Laune. "Okay, bevor wir die Tücher herunterziehen noch ein paar Worte zu unserem neuen Kinetic-Design." Smith hat den Begriff erfunden, den er mit "Energie in Bewegung" übersetzt und der bedeutet, dass selbst das stehende Auto Fahrdynamik sichtbar machen soll. "Es gibt viele Gründe, sich einen Ford zu kaufen", sagt er und fügt an: "Das Design soll künftig dazugehören."

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Die Grundsätze des Kinetic-Designs, dem bereits die Van-Modelle S-MAX und Galaxy folgen, erklärt der Chefkreative so: "Volle Flächen und Fülle assoziieren den Athleten. Die starke Schulter des Autos entspricht dabei kräftigen Muskeln, und der nach oben führende Knick in der Fensterlinie sorgt für zusätzlichen Schwung." Dann lüftet Smith den Schleier und blickt gespannt in die Runde. Wie reagieren die Menschen, die den Mondeo bislang als Studie Iosis (IAA 2005) oder im jüngsten James Bond-Streifen gesehen haben, auf das leibhaftige Serienmodell?

Erster Eindruck: Die Revolution findet nicht statt. Wo beim Iosis-Konzeptfahrzeug spektakuläre Flügeltüren und die enorm flache Silhouette für Aufsehen sorgten, bleibt der neue Mondeo auf der sicheren Linie des familienfreundlichen Großserienmodells, das einerseits rentabel gebaut werden muss und andererseits in ganz Europa und demnächst auch in China gefallen soll. Das setzt dem Spektakel Grenzen.

Zweiter Eindruck: Der Fortschritt ist deutlich erkennbar. Der Mondeo der dritten Generation wirkt nämlich kräftiger und wertiger als seine beiden Vorgänger. Ja, auch der neue, große Ford gehört in die gutbürgerliche Mittelklasse - aber er tritt selbstbewusster auf denn je.

Fortschritt in fast jedem Detail
Neben der viertürigen Stufenhecklimousine gibt es auch künftig das fünftürige Schrägheckmodell und den traditionell Turnier getauften Kombi, der 1745 Liter Stauvolumen bietet (zum Vergleich: VW Passat Variant 1731 Liter; Opel Vectra Caravan 1850 Liter). Im komplett neu gestalteten Innenraum kommen Materialien mit besserer Anfassqualität zum Einsatz. Bis auf die Dachhimmel und die Teppichböden, die bei den Vorserienmodellen einen mäßigen Qualitätseindruck hinterließen, gibt sich der neue Kölner solide - und geräumiger. Eine um 24 Millimeter größere Beinfreiheit vorn und die um 52 Millimeter größere Innenbreite geben den Insassen mehr Raum.

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Das glattflächige, mit sauber angeordneten Bedientasten bestückte Armaturenbrett ist ein Beispiel praxistauglicher Design-Kunst: ansprechend gezeichnet, sinnvoll gegliedert und haptisch hochwertig. Hier könnten selbst die Strategen der noblen Konzerntochter Jaguar einmal Maß nehmen. Ein zentral im Instrumentenbrett angeordnetes Display gehört zum Serienstandard aller Modelle. In den höheren Ausstattungslinien Titanium und Titanium X gibt es zusätzlich eine 5,8 Zoll große Anzeige, die über die Einstellungen des Navigation