Die feine Gesellschaft
The big three, die großen Drei in der oberen Dienstwagen-Klasse, heißen Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse. Diese drei halten einen Anteil von 86 Prozent in ihrem Segment. Und auf dem europäischen Markt sind die deutschen Premium-Marken ähnlich dominant. Konkurrenten wie der Alfa Romeo 166, der Peugeot 607 oder der Saab 9-5 haben gegen die deutschen Hersteller bislang nur Außenseiterchancen. Wir zeigen schon jetzt die Neuen von Mercedes und BMW und klären, ob die neuen Modelle von Alfa Romeo, Saab und Peugeot gegen die deutsche Übermacht bald stärker auftrumpfen können.
/>BMW legt für den Nachfolger des 5er, der 2010 starten soll, derzeit gerade das Design fest. Die Bayern wollen ihre klassische Limousine in Zukunft deutlich attraktiver zu machen. Zudem will man das mit Abstand sportlichste Auto im feinen Konkurrenzumfeld bauen. Eine hohe Messlatte, denn schon die aktuelle 5er-Reihe hat mit dem M5 und dessen 507 PS starkem V10-Triebwerk einen dynamischen Überflieger.
Mercedes setzt alles daran, mit der E-Klasse wieder dauerhaft dahin zu kommen, wo man jahrelang war: an die Spitze des Segments. Nach dem Facelift im Sommer 2006 folgt der nächste Schritt Anfang 2009 mit dem Debüt der ganz neuen E-Klasse (W 212). Dieser Neuling soll technologisch in die Fußstapfen der S-Klasse treten. Die Technik-Features reichen vom Night Vision-System über den Zentral-Bedienknopf bis hin zu Abstandsradar und dem Bremsassistenten Plus - das reibungslose Zusammenspiel dieser Elektronik dürfte eine Herausforderung für die Entwickler sein. 
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Vom Design her soll der E-Klasse-Nachfolger ein Mix aus S-Klasse und neuen Stylingzutaten werden. Unsere Computer-Illustration zeigt eine recht seriennahe Interpretation der Frontpartie. Fest steht: Die E-Klasse erhält die Mercedes-typische geschwungene Seitenlinie. Drapiert wird das Ganze mit ausgeprägten Radläufen, die aber dezenter als bei der S-Klasse ausfallen.
Hinzu kommen ein steil stehender Grill und eine hohe Motorhaube. Die Grundkonstruktion des Chassis bleibt unverändert, neben dem konventionellen Fahrwerk kann die Luftfederung als Extra geordert werden. Bei Vorder- und Hinterachse soll mehr Aluminium verwendet werden, bei der Allradtechnik greift man auf die neue 4MATIC der Mercedes S-Klasse zurück.
Die Motoren orientieren sich an der aktuellen Reihe. Die Benziner reichen vom 1,8-Liter-Vierzylinder mit Kompressor und 184 PS über den 3,0-Liter-V6 mit 231 PS bis zum E 350 mit 3,5-Liter-V6 (272 PS). Die Direkteinspritzer-Version des 3.5 V6 CGI mit 292 PS ist auch geplant. Als Reise-Topmodell kommt der E 500 mit 5,5-Liter-V8 und 388 PS. Und für den künftigen Direkteinspritzer E 500 CGI sind mehr als 400 PS zu erwarten. Von AMG wird der 6,3-Liter-V8 mit mindestens 507 PS beigesteuert. Bei den Dieseln erscheinen die V6-Aggregate mit 3,0 Liter Hubraum sowie 190 PS und 224 PS. Ebenfalls vorgesehen: der V8-CDI mit 4,0 Liter Hubraum und 314 PS sowie die neuen, sparsamen und NOx-armen BLUETEC-Diesel mit Harnstoff-Technik.
/>Volkswagen will das Interesse am Bestseller Passat wach halten. Ein Facelift ist erst im Jahr 2009 geplant. Um die Modellreihe dennoch aufzuwerten und um Freunden der Limousinenform eine zusätzliche Alternative zum Variant zu bieten - der Verkaufsanteil des Kombis beträgt derzeit rund 85 Prozent - wird im Jahr 2008 ein weiteres Passat-Derivat nachgereicht: das viertürige Coupé, intern CC genannt.
Das Design, das im Herbst letzten Jahres verabschiedet wurde, soll unter der Regie des neuen VW-Chefs Martin Winterkorn und des Designchefs Walter de’Silva mit einigen Veränderungen in Serie gehen. Obwohl kaum breiter als der Passat, tritt das neue Coupé präsenter auf. Mit einer Länge von fast 4,90 Metern rückt der luxuriöse Viertürer dicht an den Audi A6 heran - und wächst damit in Richtung Oberklasse.
Die Technik und das Fahrwerk, die quer installierten Motoren und die Getriebe stammen vom Passat. Der Basisbenziner, ein Zweiliter-Benzin-Direkteinspritzer, leistet 150 PS. Ihn gibt es auch in einer Turboversion mit 200 PS. Zum noblen Charakter des Coupés passt auch der neue, bis zu 300 PS starke 3,6-Liter-V6 mit Benzin-Direkteinspritzung. Hinzu kommen die Vierzylinder-TDI-Ableger mit zwei Liter Hubraum und 140 sowie 170 PS. Das Debüt des viertürigen Coupés, das besonders von den US-Händlern begrüßt wird, ist auf der Detroit Motor Show im Januar 2008. Die Auslieferung beginnt im Sommer 2008.
Noch nicht entschieden, aber geplant ist der Nachfolger für den Alfa Romeo 166, der derzeit eher ein Mauerblümchendasein fristet. Denkbar ist der künftige 169 nicht vor 2009 - als längere und eigenständige Variante auf Basis des 159.
Das bedeutet Quermotor, Front- und Allradantrieb. Die Motorisierung dürfte vom 2.2 JTS mit 185 PS bis zum 3.2 V6 mit 260 PS reichen. Ein Fünfzylinder-Diesel 2.4 JTD mit 200 PS steht ebenfalls bereit. Die rund 4,80 Meter lange Karosserie des neuen 169 soll ein coupéartiges, typisch italienisch-elegantes Design haben.
Anfang 2008 steht die Händlerpremiere des neuen Citroën C5 an. Auf der IAA im September 2007 zeigen die Franzosen eine seriennahe Studie, die Premiere des Serienautos folgt Anfang 2008 auf dem 78. Genfer Salon. Das Design mit dem betonten Stufenheck wird etwas kantiger und insgesamt deutlich mutiger ausfallen als beim für Citroën-Verhältnisse fast schon konservativen C5 der Gegenwart.
Die Technik basiert auf der Peugeot/Citroën-Plattform 3 für Mittel- und Oberklassefahrzeuge, auf der bereits das Flaggschiff C6 und der Peugeot 407 aufbauen. Die Motorpalette umfasst sechs Triebwerke. Die Benziner: 1,8-Liter-Vierzylinder mit 125 PS, Zweiliter-Vierzylinder mit 140 PS und Dreiliter-V6 mit 215 PS. Die Diesel: Zweiliter-Vierzylinder mit 136 PS, 2,2-Liter-Vierzylinder mit 170 PS und 2,7-Liter-V6 mit 204 PS.
Der neue C5 soll Kurvenlicht, die Hydropneumatik, den Spurhalteassistenten (warnt bei ungewollten Abweichungen von der Fahrbahn), ein Festplatten-Navigationssystem und die feststehende Lenkradnabe bekommen. Insider wissen, dass der C5 eine nach innen gewölbte Heckscheibe erhält wie der C6. Das hätte den Wegfall der bisherigen großen Heckklappe zur Folge.
/>Saab made in Rüsselsheim heißt es Ende 2008. Der neue 9-5 ist das erste Modell, das in Rüsselsheim zusammen mit dem neuen Opel Vectra produziert wird. Hintergrund: Der 9-5 basiert auf der neuen Epsilon-Plattform von General Motors, die es mit zwei verschiedenen Radständen gibt, und auf der - neben dem Opel Vectra - weltweit 13 Modelle aufbauen. Für den Saab 9-5 gibt es die längere Plattform.
Die neue Limousine wirkt durch den längeren Radstand (etwa 2,90 Meter), die großen Karosserie-Überhänge und das lang gestreckte Heck fast wie ein viertüriges Coupé. Die Technik des Saab 9-5 





















