Mercedes S 63 AMG mit neuem Biturbo-V8 in zwei Leistungsstufen
Rote Sau reloaded
Die rote Sau ist wieder da. Zumindest optisch. Denn AMG zeigt den neuen 5,5-Liter-V8-Biturbo in einem Showcar, das an den 300 SEL 6.8 von 1971 erinnert
Mit diesem 300 SEL 6.8 holte AMG vor 39 Jahren den Klassensieg und den zweiten Platz in der Gesamtwertung beim 24h-Rennen von Spa Francorchamps. Aufkleber im Stil der damaligen Sponsoren, 4,5 Zentimeter breitere Radhäuser hinten und die rote Lackierung sollen dem neuen V8 Historie mitgeben.
Dabei wurde das Aggregat von Grund auf neu konstruiert. Das Kurbelgehäuse besteht aus Aluminium, der Kraftstoff wird über Piezo-Injektoren direkt in die acht Brennräume eingespritzt. Vier voll verstellbare Nockenwellen steuern die vier Ventile pro Zylinder. Extra-Druck macht die Biturboaufladung mit Luft-Wasser-Ladeluftkühlung.
Je nach Ladedruck erreicht der Motor bis zu 571 PS. In der Standardstufe sind es ein bar Ladedruck, 544 PS und 800 Newtonmeter. Das AMG Performance Pack zündet mit 1,3 bar Ladedruck Stufe zwei: 571 PS und 900 Newtonmeter. Dann wird auch die Höchstgeschwindigkeit bei 300 km/h abgeregelt. Ohne Performance Pack hält sich der S 63 AMG an das freiwillige Limit von 250 km/h.
AMG hat gleichzeitig den Verbrauch im EU-Zyklus um ein Viertel reduziert und gibt nun 10,5 Liter für 100 Kilometer an. Zur Effizienz trägt auch ein Siebengang-Getriebe bei, das statt mit einem Drehmomentwandler mit einer nassen Anfahrkupplung arbeitet. Im Fahrprogramm Controlled Efficiency fährt die Limousine im zweiten Gang an, das Getriebe schaltet sehr früh hoch.
Und ein Start-Stopp-System stellt im Effizienzprogramm den Motor im Stand ab und wirft ihn automatisch wieder an. Zusätzlich spart ein Bordnetz- und Generatormanagement 0,15 Liter Sprit ein.
Andreas Of
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