Jaguar XJ - Vorstellung
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Der neue Jaguar XJ zählte zu den Stars der IAA. Zur Zeit absolviert die britische Luxus-Limousine letzte Abstimmungsfahrten. Die AUTO ZEITUNG fuhr mit
Wer morgens um vier Uhr aufsteht, um den frühen Flieger nach Birmingham zu erwischen, sieht nachmittags vielleicht etwas blass um die Nase aus. Michelle O’Connor erkundet sich jedenfalls besorgt nach dem Befinden ihres Passagiers: „Fahre ich zu schnell?“ Doch es liegt wirklich nur am Schlafmangel. Möglicherweise aber auch am ungewohnten Benutzen der linken Spur.
Schnell, sehr schnell geht es über schmale, ausgemergelte Landstraßen in der Nähe von Coventry. Doch der 510 PS starke Jaguar XJ 5.0 V8 Supercharged gleitet unbeeindruckt vom Zustand der Piste um die Kurven. „Bei der Fahrwerksabstimmung haben wir auf einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Dynamik wert gelegt“, erzählt die Ingenieurin. „Das Vorgängermodell war für viele sportliche Fahrer etwas zu weich geraten.“
UNVERKENNBARES DESIGN
Mit dem hat der neue XJ auch optisch nicht mehr viel am Hut. Das wenig überraschende Retro-Design musste einem eigenständigen Auftritt weichen. „Der neue XJ ist nicht einfach nur ein großer XF, sondern eine Weiterentwicklung. Der nächste logische Schritt“, erzählt XJ-Chefdesigner Giles Taylor. Der Maschendrahtgrill steht deutlich steiler im Fahrtwind, das Hinterteil entspricht eher dem eines fünftürigen Hatchbacks. „Die Heckscheibe ist fast genauso schräg wie die des Coupés XK“, weiß Giles. Hat man mal über eine große Klappe wie beim Porsche Panamera nachgedacht? „Ja, aber nur ganz kurz“, sagt Chefentwickler Andrew Dobson. „In dieser Klasse ist die Limousine nach wie vor das Maß der Dinge.“
Trotzdem wird das Heck des Jaguar für Diskussionen sorgen. Es sieht im sterilen Designstudio und auf Fotos sehr wuchtig aus, und die großen, glatten Flächen mit dem springenden Jaguar wirken ein bisschen langweilig. In freier Wildbahn verfliegt dieser Eindruck jedoch: Selbst an einem normalen englischen Regentag durchbrechen ständig wechselnde Lichtspiegelungen die Wucht des Hecks; der Brite macht sofort einen gefälligeren Eindruck. Eher durchschnittliche 520 Liter Kofferraumvolumen sprechen ohnehin nicht für einen übermäßig voluminösen Hinterwagen.






































































