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Der neue Audi A4

28.08.2007 / Aus AUTO ZEITUNG 18/2007
Der neue Audi A4

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Audi zeigt auf der IAA den neuen A4. Die Mittelklasse- Limousine bietet mehr Dynamik, bullige Optik und Oberklasse-Technik

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Audi zeigt auf der IAA den Nachfolger seines Volumenmodells A4. Die Mittelklasse-Limousine ähnelt im Design dem kürzlich vorgestellten Coupé A5. Neben der Linie hat das Coupé auch die Technik des A4 vorweggenommen. Mit kürzerem vorderen Überhang und Alumium-Lenkern an der Vorderachse soll der neue A4 mit einer neuen Gewichtsverteilung handlicher sein als sein Vorgänger.

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/>Die Mittelklasse-Limousine von Audi ist zwölf Zentimeter länger (4,70 Meter) und acht Zentimeter breiter (1,83 Meter) als bisher. Die Vorderachse sitzt um 15,4 Zentimeter weiter vorn, der Radstand wuchs auf 2,80 Meter. Möglich wurde das durch einen neu geordenten Antriebsstrang: Das Differenzial tauschte seinen Platz mit der Kupplung (Schaltgetriebe) beziehungsweise dem Drehmomentwandler (Automatik) und rückte an den Motor heran.

Innovation auch unter der Haube: Hier arbeiten ausschließlich Direkteinspritzer. Der Vierzylinder-TDI wurde auf Common-Rail-Einspritzung umgestellt.

Dieser Motor leistet nun 143 PS und erreicht bei 1750 U/min ein Drehmoment von 320 Newtonmetern. Der Zweiliter-Diesel ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Damit beschleunigt die Limousine in 9,4 Sekunden von null auf 100 km/h und wird bis zu 215 km/h schnell. Bei 5,5 Litern Durchschnittsverbrauch muss der 2.0 TDI erst nach 1100 Kilometern an eine Tankstelle, der neue Motor soll die Euro 5-Grenzwerte einhalten.

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Die beiden Sechszylinder-Diesel bekamen Feinschliff im Detail. Der 190 PS starke 2.7 TDI erfüllt die Euro 5-Norm und beschleunigt den A4 in 7,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 226 km/h erreicht, durchschnittlich verbraucht der 2.7 TDI 6,6 Liter auf 100 Kilometer. Drei Zehntel mehr - 6,9 Liter - verbraucht der stets allradgetriebene 3.0 TDI nach Werksangabe.


Der Dreiliter-Diesel leistet wie im A5 nun 240 PS. Damit beschleunigt der A4 in 6,1 Sekunden von null auf 100 und erreicht eine Spitze von 250 km/h. Auch der 3.0 TDI unterschreitet die Abgas-Grenzwerte der Euro 5-Norm. Alternativ zum Sechsgang-Schaltgetriebe bietet die Aufpreisliste das stufenlose Multitronic-Getriebe für den 2.7 TDI, für den 3.0 TDI ist eine Sechsgang-Automatik lieferbar.

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Ebenso wie die Selbstzünder arbeitet auch der kleinere der beiden Benziner mit Turboaufladung. Der 1.8 TFSI ist eine kleinere Ableitung des 2.0T im aktuelllen Modell und kommt bereits im A3 sowie im
Skoda Octavia zum Einsatz. Der Vierzylinder kommt auf 160 PS und 250 Newtonmeter. Dem vorläufigen Basis-Benziner genügen 8,6 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf Landstraßentempo, maximal erreicht der 1.8 TFSI 225 km/h.

Das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe und die aufpreispflichtige Multitronic übertragen die Kraft auf die Vorderräder. Im EU-Zyklus verbraucht der Vierzylinder-Turbo 7,1 Liter auf hundert Kilometer.
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Bis zum Erscheinen des S4 ist der 3.2 FSI der stärkste Benziner im A4. Der V6 mit Direkteinspritzung realisiert aus 3197 ccm Hubraum 265 PS und erreicht ein Drehmoment von 330 Newtonmetern. Der V6 ist an den Allradantrieb quattro gekoppelt und bis zum Erscheinen der Sechsgang-Tiptronic (ab 2008) nur mit Sechsgang-Schaltung lieferbar. Damit erreicht der 3.2 in 6,2 Sekunden 100 km/h und eine abgeregelte Spitze von 250 km/h.

Neu ist hier das "Audi valvelift System" (AVS), bei dem der Ventilhub mit unterschiedlich geformten Nockenstücken verstellt wird. AVS sorgt dafür, dass die Brennräume ideal gefüllt werden, die Drosselklappe kann meist voll geöffnet bleiben, was den Verbrauch reduziert. Für den 3.2 FSI quattro gibt Audi einen Verbrauch von 9,2 Liter an - 1,2 Liter weniger als beim Vorgänger.

Mit "drive select" kann der A4-Fahrer drei Kennlinien anwählen und so den Charakter seines Autos verändern. Das System beeinflusst die Gasannahme des Motors, die Schaltpunkte des Automatikgetriebes, Servounterstützung, Lenkung und die elektronisch regelbaren Stoßdämpfer des Sportfahrwerks. Wenn das Bediensystem MMI an Bord ist, kann zusätzlich ein "Individual"-Profil aus 24 Einstellmöglichkeiten erstellt werden. Die Servolenkung hat je nach Modell eine variable Übersetzung.

Wie im A8 gibt es auch im A4 für audiophile Autofahrer ein Soundsystem von Bang & Olufsen. Das High-End-System der dänischen Klang-Ingenieure arbeitet mit einem 505 Watt leistenden Verstärker und 14 Lautsprechern.

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Gesteuert wird das Soundsystem ebenso wie die Navigation und diverse Fahrzeugeinstellungen über das "Multimedia Interface" (MMI), das in Verbindung mit dem Navigationssystem an Bord ist.

MMI hat in der Basisversion einen monochromen Bildschirm mit Pfeildarstellung. Die Vollversion bietet einen Sieben-Zoll-Farbdisplay. Beide MMI-Varianten können um ein Autotelefon ergänzt werden.

Mit dem Übertragungsstandard Bluetooth entleiht sich das Autotelefon die Daten von der SIM-Karte des Handys und schaltet dieses ab. Das Handy kann in der Jackentasche bleiben, telefoniert wird nun über die Fahrzeugantenne. Über den MMI-Drehdrückknopf oder das Multifunktionslenkrad kann nun das Telefon gesteuert werden.

Neben Bluetooth-Autotelefon und einem Bang & Olufsen-Soundsystem wird die Aufpreisliste diverse Assistenzsysteme aus der Oberklasse enthalten. Hinter dem "lane assist" verbirgt sich ein Spurhalteassistent, der per Kamera Begrenzungslinien auf der Fahrbahn erfasst. Verlässt der Fahrer die Spur, ohne zu blinken, warnen ihn Vibrationen im Lenkrad. Intensität und Zeitpunkt der Vibrationen lassen sich in drei Stufen einstellen.

Nicht nur auf das Verlassen der Fahrspur selbst, auch auf den nachfolgenden Verkehr achtet der A4. Zwei Radarsensoren im Heckstoßfänger beobachten den Raum hinter und neben dem Auto. Sobald sich ein anderes Auto schnell von hinten nähert, oder im toten Winkel fährt, warnt "side assist" mit einer LED-Anzeige im Außenspiegel-Gehäuse. Wenn der Fahrer nun den Blinker setzt, werden die Leuchtioden heller und blinken mit hoher Frequenz etwa eine Sekunde lang. Das System ist bei Geschwindigkeiten oberhalb von 60 km/h aktiv und kostet Aufpreis.

Bei Tempi zwischen 30 und 200 km/h arbeitet die optionale "Adaptive Cruise Control"(ACC), ein Tempomat, der die gefahrene Geschwindigkeit an vorausfahrende Autos anpassen kann. Hier erfassen Radarwellen ein Feld von 180 Meter Länge und acht Grad Öffnungswinkel vor dem Auto. Ein
Rechner kalkuliert den Abstand zum vorausfahrenden Auto und dessen Geschwindigkeit. Der Fahrer kann Geschwindigkeit, Abstand und Dynamik der Regelung einstellen. ACC hält den Abstand, indem es Gas gibt oder den A4 mit einer Verzögerung von höchstens 3m/s2 abbremst. Wenn der Vordermann stark bremst und der Abstand knapp wird, lässt das System dem Fahrer eine kurze Frist zum Reagieren, bevor eine rote Warnlichte