Auf dem GTI-Treffen am Wörthersee (16. bis 20. Mai 2007) präsentiert Audi mit dem TT clubsport quattro eine puristische Studie auf Basis des TT Roadsters.
Statt Verdeck und A-Säule trägt der clubsport quattro eine niedrige, umlaufende Scheibe und zwei Höcker hinter den gekappten Überrollbügeln. Das flache, leicht abgedunkelte Scheibenband rahmt das Cockpit ein. Die zwei Höcker, die statt des Verdeckkastens hinter dem Innenraum sitzen, erinnern an den Rennsport, die flache Silhouette an waschechte Speedster der Sechziger Jahre.
Im Singleframe-Kühlergrill sollen horizontale Aluminiumeinsätze zusätzlich die Silhouette optisch absenken. Große Lufteinlässe und ein scharfkantiger Frontspoiler grenzen die Studie zum TT Roadster ab. Unter den Scheinwerfern sind Tagfahrlicht-LEDs integriert. Wie sonst nur noch beim Superstportler Audi R8 sind die vier Ringe nicht im Grill, sondern auf der Motorhaube platziert.
"Gecleant" ist auch die Seitenline der Studie. Statt Türgriffen gibt es eine Fernbedienung, die Türen springen auf Knopfdruck auf. Für den Rückblick müssen kleine Außenspiegel genügen. 20-Zoll-Räder mit Reifen in Größe 265/30 R20 betonen den bulligen Auftritt genauso wie die gegenüber einem Serien-TT um insgesamt 80 Millimeter verbreiterte Spurweite. Zusätzlich sind die Radhäuser ausgestellt.
Im Heckstoßfänger fällt der sichtbare Endschalldämpfer auf, der aus Edelstahl gefertigt ist. Die zweiflutige Anlage mit ihren ovalen Endrohren erinnert an die sportlichen Audi-Serienmodelle wie den RS 4. 
/>
Die Studie ist dayatonagrau lackiert, Grill und Seitengrill schimmern matt in Gunmetall. Einen optischen Kontrast setzen die orangefarbenen Bremssättel.
Auch innen setzt Audi auf Purismus. Die beiden Insassen sitzen in Rennsportschalen. Gemeinsam mit den drei Zoll breiten 4-Punkt-Gurten bieten sie Fahrer und Beifahrer auch in extremen Fahrsituationen optimalen Halt. Bei den Innenraum-Features wie Hutze, Armauflage und an der Rückseite der Schalensitze findet sich die Farbe orange wieder. In den schwarzen Ledersitz ist ein Lasermuster eingearbeitet. Es wurde speziell für den TT clubsport quattro entworfen und besteht aus einem Spiel mit dem TT Logo.
Mittelkonsole, Schalthebel, Pedale und Türgriffe sind aus Aluminium, ebenso die Leisten an Türen, Handschuhfach und Einstieg. Orange sind auch die senkrechten Zeiger von Drehzahlmesser und Tacho. In die mittlere Lüftungsdüse haben die Designer einen MP3-Player der dänischen HiFi-Firma Bang & Olufsen integriert.
Unter der Haube hat Audi aufgeräumt: Der Zweiliter-TFSI wurde auf Hochglanz poliert, Nebenaggregate wie ABS und Klimaanlage wanderten aus dem Motor- in den Innenraum. Ohne Kunststoffhaube erscheint das Aggregat "clean". Neben Sportluftfilter und einer speziellen, zweiflutigen Abgasanlage hat Audi ein anderes Saugrohr eingebaut, so dass der Vierzylinder etwas über 300 PS leisten soll. Ein zusätzliches Gimmick ist die Domstrebe mit dem integrierten Behälter für das Kühlwasser. 
/>
Die Kraft wird auf alle vier Räder übertragen. Damit ist der TT clubsport quattro der erste TT der neuen Generation mit Vierzylinder, bei dem der permanente Allradantrieb quattro zum Einsatz kommt. Ebenfalls neu in dieser Leistungskategorie ist das Getriebe. Das Direktschaltgetriebe S tronic schaltet dank seiner Doppelkupplung nahezu ohne Zugkraftunterbrechung und damit für den Fahrer unmerkbar. Er kann aber auf Wunsch die sechs Gänge auch manuell anwählen. Die Schaltvorgänge dauern nur Bruchteile einer Sekunde.
Erstmals kommt im TT die Keramikbremse zum Einsatz. Die Keramikbremse wird bisher unter anderem für den RS 4 sowie für A8 und S8 angeboten und erfreut sich bei den Kunden wachsender Beliebtheit.
Der Audi TT clubsport quattro soll eine puristische Fahrmaschine darstellen. Über die Fertigung einer möglichen Kleinserie wird bei Audi nachgedacht. (ao)
» Zur Bildergalerie
» Die PS-Parade im Überblick





















