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Tokyo Motor Show 2009

Die Übersicht

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Honda, Nissan und Mitsubishi blieben der IAA in Frankfurt fern, zeigen ihre Premieren während der Tokio Motor Show. Dafür sind die japanischen Hersteller in Tokio fast unter sich. Einziger deutscher Hersteller ist Alpina

Am 24. Oktober beginnt die Messe auf dem Makuhari-Gelände. Traditionell zeigen japanische Hersteller in ihrer Heimat besonders kreative Fortbewegungsmittel – aber auch heiße Sportwagen.

Honda
zeigt neben Motorrädern und Autos auch ein neues elektrisch betriebenes Einrad, das ausgeklappt ein wenig aussieht wie ein fahrender Hocker. Das Einrad U3X ist zusätzlich in der Tür der Studie EV-N untergebracht. Der EV-N ist ein äußerst kompaktes, elektrisch angetriebenes Stadtfahrzeug. Für längere Strecken ist der FCX Clarity gedacht; die Mittelklasse-Limosuine wird von einer Brennstoffzelle angetrieben. Zwei Hybridfahrzeuge stehen bei Honda: Der CR-Z Concept 2009, ein kleiner Sportwagen im Geiste des Achtziger-Jahre-Kleinsportlers CRX, und der Skydeck, ein Van für sechs Personen.

Lotus ist kein japanischer Hersteller, sondern eine britische Autoschmiede in malaysischen Besitz. Extra für Japan legen die Briten 35 Stück des Exige auf. Der Scura ist mattschwarz lackiert, ein dreiteiliger, glänzend schwarzer Streifen zieht sich von vorn bis hinten, diverse Carbon-Anbautele ergönzen das Stealth-Outfit. Ein 260 PS-Kompressormotor auf Toyota-Basis bringt den Exige in 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Spitze ist mit 245 km/h angegeben.

Mitsubishi baut die Elektroauto-Familie weiter aus. Der i-MIEV wächst zum kleinen Lieferwagen heran und bekommt den Namen Cargo. Von einem Plug-In-Hybrid wird der Concept PX-MiEV angetrieben. Die Studie kann also zur Verlängerung der Reichweite auch an der Steckdose aufgeladen werden. PX steht für Plug-in-Hybrid-Crossover, MiEV ist die Abkürzung für Mitsubishi innovative Electric Vehicle. Das allradgetriebene Klein-SUV soll nur zwei Liter Kraftstoff auf Hundert Kilometer verbrennen und über Allradantrieb verfügen. Und auch eine Cargo-Variante des i-MiEV ist in Tokio zu sehen.

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Nissan
setzt auf die Elektromobilität: Die Serienversion des Elektrofahrzeugs LEAF hat Publikumspremiere. Motorrad und Auto kombiniert die Studie Land Glider – ein auf zwei Passagiere zugeschnittener Stadtwagen mit vier Rädern und aktiver Neigetechnik. Außerdem stellt Nissan eine neue Luxuslimousine vor. Der Fuga kommt in Japan schon im Herbst auf den Markt, 2010 soll er als Infiniti nach Europa kommen. Qazana heißt die Studie zu einem Compact Sport Crossover – alsso einem Mix aus diversen Segmenten, der Variabilität und Fahrspaß verbinden soll.

Subaru wird ab 2011 in Kooperation mit Toyota ein Auto bauen – Toyota hat erst vor kurzem seine Anteile an Subaru-Mutter Fuji Heavy Industries erhöht. Auf der Tokio Motor Show zeigen die Allradspezialisten einen Van mit Flügeltüren und alternativem Antrieb, das Subaru Hybrid Tourer Concept.

Toyota präsentiert den Sai. Die Hybrid-Limousine hat Weltpremiere in Tokio. Vom Prius unterscheidet sich der Sai vor allem durch einen deutlich kräftigeren Antrieb. Ein 2,4-Liter-Benziner und ein Elektromotor realisieren eine Leistung von 190 PS. LED-Scheinwerfer sparen Strom und damit Sprit. Kunststoffe auf Pflanzenbasis und ökologische Stoffe im Innenraum verbessern die CO2-Bilanz des Sai. Der Prius Plug-In war schon auf der IAA zu sehen. Mittels Steckdose kann die elektrische Reichweite des Hybridautos auf 20 Kilometer gesteigert werden. Einen alternativen Antrieb hat auch der FT-86 unter der Haube. Denn einen Boxermotor gibt es sonst nicht im Toyota-Programm.

Der Sportwagen soll die 2005 eingestellte Celica beerben und richtig viel Spaß machen. Dafür sorgen ein eigenes Chassis mit Heckantrieb und ein tiefer Schwerpunkt. Das ist nun gerade nicht die Stärke von ultrakurzen Kleinwagen. Doch bei der Studie FT-EV II steht anderes im Vordergrund. Der 2,73 Meter kurze Stadtwagen lässt sich per Schiebetüren einfach besteigen, Drive-By-Wire ersetzt das Lenkrad.

Und Alpina? Der Hersteller verfeinerter BMW-Modelle zeigt den B7 Biturbo in Langversion zum ersten Mal der Weltöffentlichkeit. Außerdem führen die Buchloer den D3 Biturbo in Japan ein – um zu demonstrieren, wozu ein moderner Selbstzünder in der Lage ist. Denn in Japan gelten strenge Abgasgesetze und einen Diesel vermutet man dort eher unter der Haube eines Nutzfahrzeugs.
Andreas Of

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