Neuheiten von Audi Gipfelstürmer

23.07.2009

Audi will ganz nach oben: Bis zum Jahr 2015 sollen die etablierten Premium-Rivalen Mercedes und BMW überholt sein. Natürlich auch mit neuen Autos – im Anmarsch sind 15 Modelle, mit denen die Ingolstädter zum Teil völlig neue Segmente besetzen

Krise, was für eine Krise? In der Branche herrscht Katzenjammer, doch bei Audi gibt es starke Sprüche. „Wir bewegen uns kontinuierlich weiter zum Ziel“, so Vorstandschef Rupert Stadler gegenüber der AUTO ZEITUNG. „Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts wollen wir die erfolgreichste Premium-Marke sein.“ Nur bei den Absatzzahlen? Nein, das wäre natürlich zu banal. Das betreffe auch „die Wertschätzung der Marke, die Imageposition und die Wertigkeit der Produkte“, erklärt Stadler.

Audi scheint drauf und dran, den Rivalen BMW und Mercedes den Schneid abzukaufen. „Wir sehen die Chance, im Vergleich zum Wettbewerb gestärkt aus der Krise zu kommen“, findet Stadler. Die aktuellen Absatzzahlen unterstreichen das: Während BMW und Mercedes im April weltweit ein Minus von rund 24 Prozent verbuchten, kam Audi mit einem Rückgang von nur 5,9 Prozent davon – und verspricht für 2009 ein „signifikant positives Ergebnis“, also einen ordentlichen Gewinn. Und weil die Ingolstädter immer kostengünstig Technik-Synergien innerhalb des VW-Konzerns nutzen, haben sie auch mehr Geld für luxuriöse Qualität. „Bei den Innenräumen werden wir in der Liebe zum schönen Detail in den nächsten Modellgenerationen noch eine Schippe drauflegen“, verspricht der Audi-Chef. Alles noch schicker, feiner und die Technik noch effizienter. Hinzu kommt der Einstieg in völlig neue Karosserievarianten. Wir zeigen 15 Neuheiten, einige schon in Händlersichtweite, andere noch geheime Designmodelle.

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Erster Aufschlag: der A5 Sportback
Ein schneidiger, viertüriger Ableger des A5 Coupés mit gro-ßer Heckklappe und variabel umklappbaren Rücksitzen, der schon im September in den Showräumen steht. Die Motoren entsprechen denen des A5 Cabrio, ergo erwarten wir die vierzylindrigen TSI-Benziner mit 180 und 211 PS, den 3.2 V6 FSI (265 PS), dazu den sparsamen Zweiliter-TDI (170 PS) und als Top-TDI den Dreiliter-V6 (240 PS). Die stärkeren Modelle gibt’s wahlweise mit dem permanenten Allradantrieb quat-tro (Torsendifferenzial), und für Sportfans natürlich die S-Version: nicht mit dem V8 des S5, sondern mit 333 PS starkem Kompressor-V6, gut bekannt vom S4. Und der Preis ist heiß: rund 33000 Euro. Ein ähnliche Offerte ist bei BMW oder Mercedes nicht zu haben. Vorgestellt wird der A5 Sportback wohl auf der Party zum 100. Geburtstag der Marke am 16. Juli.

Auch das neue Flaggschiff A8 sehen wir noch 2009: Nach dem letzten Stand der Dinge wird es nun Ende November präsentiert. „Das wird die sportlichste Luxus-Limousine dieser Klasse“, prophezeit Stadler. Sie werde „neue Maßstäbe im Innenraum“ setzen und vorbildlich wenig Kraftstoff verbrauchen – Verkaufsstart ist im April nächsten Jahres. Den 2.8 FSI ersetzt hier ein V6-Kompressormotor mit rund 250 PS, der 3.0 TDI erstarkt auf etwa 250 PS. Der 4,2-Liter-V8 soll viel weniger verbrauchen, der W12 erhält Benzin-Direkteinspritzung – ein schwergewichtiger V12 TDI wie im Q7 ist gar nicht erst geplant.

Vom Großen zum Kleinen: Anfang 2010 beginnt im Werk Brüssel die Produktion des neuen Edel-Kleinwagens A1: Mitte 2010 startet der Dreitürer (rund 15000 Euro), ein halbes Jahr später der Fünftürer. Basis ist der neue modulare Querbaukasten des VW-Konzerns (MQB), den auch der VW Polo nutzt. An Bord ist gegen Aufpreis Audis neues, fahrspaßförderndes elektronisches Vorderraddifferenzial XDS, ebenso das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Später soll es sogar einen S1-Sportler mit fast 200 Kompres-sor-Turbo-PS geben (1.4 TFSI). Die zivilen Motoren: 1.2 TFSI mit etwa 105 PS, darüber 1.4 TFSI bis zu 160 PS und dieselnde 1,6-Liter-TDI (ab 90 PS). Start-Stopp-Automatik, Bremsenergie-Rückgewinnung? Alles dabei. Später wird auch das individuell einstellbare drive select-Fahrdynamiksystem folgen. Ebenso der höhergelegte A1-Allroad-Allradler (Haldexkupplung). Auch der Offroad-Ableger Q1 ist im Plan, mit und ohne Allradantrieb dürfte das SUV dann 2013 starten.

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Für die Freunde der Gas-Spaß-Fraktion gibt es noch mehr Zunder. So startet Mitte 2010 das Power-Coupé RS 5 mit einem 4,2 Liter großen Achtzylinder-FSI und bis zu 470 PS – auf Wunsch auch über 250 km/h schnell. Den gleichen Motor werden die neuen RS 4-Modelle nutzen, die wie bisher als aufgerüstete Sportlimousine und als Kombi Avant auftreten. Und als Überflieger erleben wir  – neuer Planungsstand – April 2010 live den R8-Alu-Supersportler als Roadster mit Stoffverdeck in zwei Motorversionen: als 4,2-Liter-V8 mit 420 PS und als V10 mit 525 PS. Vorgestellt wird der Zweisitzer nun schon in gut drei Monaten auf der Frankfurter IAA.

Und 2011? Volles Programm. Highlight ist die neue Audi A3-Familie, von der zuerst der Dreitürer im Frühjahr startet. Spätestens Anfang 2012 folgt der kombiähnliche Dynamiker Sportback. Erstmals gibt es Ende 2012 auch eine A3-Stufenheckversion – speziell für den US-Markt konzipiert.

Der Audi Q7 marschiert ins Fitnesstudio

Vorher, im Spätsommer 2011, erscheint der coupéartige SUV-Ableger Q3 – der allradgetriebene Offroader (Haldexkupplung) wird im spanischen Seat-Werk Martorell gebaut, bis zu 80000 Stück jährlich. Später wird es ihn auch mit Frontantrieb geben. Die Motoren der A3-Riege reichen vom 1,2-Liter-TFSI mit 105 PS über die neuen 1,6-Liter-TDI bis zum Zweiliter-Turbo (über 270 PS). Noch einer für 2011 (Jahresanfang): das fast fünf Meter lange, nur 1,40 Meter hohe, viertürige Luxuscoupé A7, auf der Detroiter US-Autoshow als Studie gezeigt. Auch dieser Sportback hat die praktische Heckklappe – und 500 Liter Ladevolumen. Dazu im Innenraum vier Einzelsitze, Edelholz im Yacht-Stil und ein riesiges Panoramadach. Als V6-Diesel mit 225 PS nippt der A7 im Schnitt nur 5,9 Liter. Auch der neue A6 ist für 2011 terminiert – er soll viel mehr Fahrdynamik bieten, dazu Verbrauchssenkungen von bis zu 20 Prozent und eine neue Garde von Fahrerassistenz- und Soundsystemen. Auch die höhergelegte Allroad-Geländeversion kommt.

2012 wird das Jahr der Kleinen
Audi startet den Stadtmini auf Basis des Konzernzwergs „up!“, der bei VW (Lupo-Nachfolger), Seat (Arosa-Erbe) und Skoda schon 2011 flitzt. Der Audi wird ein trendiger Luxusmini mit drei- und vierzylindrigen TFSI- und TDI-Sparmotoren (1,0/1,2 Liter). Und Ende 2012 könnte schon der moderne A2-Nachfolger kommen. Ein schlanker Öko-Star, der laut Stadler „das Zeug zur Ikone“ hat: 3,85 Meter lang, 1,50 Meter hoch, wieder vanähnlich mit hoher Sitzposition, extrem leicht (Stahl-Alu-Mix), mit voll variablem Sitzkonzept und kleinen dreizylindrigen Spritspar-Turbos.

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Nicht viel länger, aber breiter (1,75 Meter) ist die auch für 2012 avisierte Audi-Version des VW-Mittelmotorkonzepts: ein kompromissloser Viermeter-Roadster unterhalb des TT. Der hochagile Stoffdach-Flachmann – Achslastverteilung 45 zu 55 (v./h.) – ist für alle neuen Vierzylinder-TFSI-Motoren ausgelegt, die, um 180 Grad gedreht, direkt hinter den Sportsitzen powern. Leistungen: 125 bis 250 PS.
Fehlt noch einer? Ja, der dicke Q7. Der marschiert ins Fitnessstudio und darf erst 2012 wieder raus: schlanker, flacher, mit neuen Sparmotoren und endlich auch Hybridtechnik. Wolfgang Eschment

AUTO ZEITUNG

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