Neuheiten in der Mittelklasse Audi, BMW und Mercedes rüsten auf

01.12.2009

Drei starke Mittelklasse-Duos für die Verkaufshitparade: Audi arbeitet schon an der neuen A4 Limousine und am neuen Avant, bei BMW ist das nächste Dreier-Doppel in Sicht, und Mercedes entwickelt den Nachfolger der C-Klasse

Gerade gut zwei Jahre ist die Audi A4 Limousine auf dem Markt, doch schon arbeiten die Ingolstädter Designer am Nachfolgemodell, und auch für die Kombiversion Avant gibt es bereits Ideen.

Ein optischer Krawallo soll der Neue nicht werden. Aber ein eleganter Angreifer mit klaren, nur scheinbar einfachen Linien und ohne Schnörkel. Der Singleframe-Grill nicht mehr ganz so gewaltig, insgesamt eine auffällige optische Breite. „Gutes Design erkennt man daran, dass es sich selbst erklärt“, kommentiert Walter de Silva, VW-Konzerndesignchef, der den Stil von Audi entscheidend prägt.

Natürlich werden alle Details in der Ingolstädter Technischen Entwicklung noch schwer diskutiert, denn finale Entscheidungen zum neuen A4 fallen frühestens in zwei Jahren. Fest steht: Am Format des Autos (Länge 4,70 Meter) wird sich wenig ändern. Auch der neue Audi A4 nutzt den variablen modularen Längsbaukasten (MLB) des VW-Konzerns für Fahrzeuge mit längs eingebauten Motoren.

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Voraussichtlich gibt es lediglich rund einen Zentimeter mehr Spurweite, das ganze Auto wird noch ein paar Millimeter flacher und viel leichter als der aktuelle A4. Von bis zu 150 kg ist die Rede, Achs- und Bremsdimensionierung sollen daran angepasst werden, was den Verbrauch im Schnitt um bis zu 0,5 Liter senken soll. Audi-Entwicklungschef Michael Dick: „Die Umkehr der Gewichtsspirale ist eines unserer nachhaltigsten Ziele.“

Rücksitzlehnen aus Kunststoff, Ladeböden aus Polyurethan-Waben, neue Magnesium-Bauteile, hubraumverkleinerte Motoren, hochfeste Stähle und Aluminium in neuer Verbindungstechnik – alles aktuelle Themen. Der Clou könnte eine elektrifizierte Bremse sein, zunächst an der Hinterachse.

Dabei wird die Hydraulik durch eine Elektromechanik ersetzt (Bremssattel verfügt über einen Stellmotor). Dieses System soll bereits im Q5 Hybrid in Serie gehen. Ein möglicher A4 Hybrid (Lithium-Ionen-Batterien) würde voraussichtlich diese Technik übernehmen.

3er BMW: Völlig neue Dreizylinder in Sicht

Die Wachablösung der BMW 3er Reihe ist deutlich früher geplant. Im kommenden März gibt es noch das Facelift für Cabrio und Coupé, aber schon im Frühjahr 2012, so der aktuelle Stand, startet die neue 3er Limousine, sechs Monate später folgt die Kombiversion Touring, und 2013 kommen dann die Neuauflagen von 3er Coupé und Cabrio. Letzteres wird wieder ein faltbares Metallklappdach tragen.

Zur Form der neuen BMW 3er Reihe gibt es aus München schon etliche Hinweise. Designchef Adrian van Hooydonk bevorzugt im Gegensatz zu seinem umstrittenen Vorgänger Chris Bangle einen harmonisch-eleganteren Stil. Die Nieren werden – wie ganz früher – deutlich steiler stehen, voraussichtlich werden sie (wie die Scheinwerfer) auch noch etwas schmaler.

Angesagt ist auch eine größere Karosseriebreite (bis zu 1,5 Zentimeter), und im Fond soll es grundsätzlich mehr Bewegungsfreiheit geben. Natürlich bleibt es beim Hinterradantrieb. Die neue 3er Reihe bedient sich – zusammen mit der 1er Reihe – künftig aus einem gemeinsamen Technikbaukasten für Fahrwerk und Antrieb.

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Bei den Motoren, der Paradedisziplin von BMW, ist Revolutionäres in Sicht. In der Kurzfassung: weniger Hubraum, weniger Zylinder, mehr Kraft, weniger Verbrauch. Zwei Szenarien werden diskutiert. Nummer eins: BMW setzt im 3er auf die Nachfolger der 1,6-Liter-Vierzylinder, die gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern (Peugeot/Citroën) gebaut werden. Bisher kamen diese Motoren, die derzeit ein Spektrum von 75 bis 211 PS abdecken, nur im Mini zum Einsatz.

Nummer zwei klingt spannender und war bislang streng geheim: BMW-Ingenieure haben parallel eine eigene Benzin-Direkteinspritzer-Motorenbaureihe entwickelt, die von Mini bis 5er passen könnte – ein zylindermäßig erweiterbares Baukastensystem mit gleichem Stichmaß (Zylindermittelachsenabstand). Dazu gehören Zweizylinder mit einem Liter Hubraum, Dreizylinder mit 1,5 Litern, Vierzylinder als Zweiliter, Sechszylinder als Dreiliter.

Mercedes C-Klasse: dynamischer, sparsamer
Es war schlichtweg eine Sensation, als im Dezember 1982 die Mercedes-Baureihe W201 zu den Händlern rollte. Der 190er war startklar – das erste moderne Mittelklasseauto mit Stern. Endlich konnten die Schwaben dem 3er BMW Paroli bieten. Es folgten bislang drei C-Klasse-Generationen, von denen die aktuelle erstmals mit zwei Gesichtern den klassisch eleganten oder – im Fall der Ausstattung Avantgarde – den sportlich-dynamischen Auftritt pflegt.

Fans dieser Linie werden an dem für 2014 geplanten Nachfolger (Werkscode W205) ihre Freude haben, denn die C-Klasse der Zukunft wird stilistisch deutlich schärfer. Das gilt auch für die Ende 2014 einsatzbereite Kombiversion. Letztere wird zwar nur geringfügig länger, soll aber mehr Laderaum bieten als bislang (485 bis 1500 Liter). Rund 1600 Liter sind zu erwarten – auch, um den Abstand zum Raumriesen E-Klasse T-Modell (maximal 1950 Liter) zu verringern. Bei alldem sollen beide Karosserievarianten zusätzlich an Gewicht verlieren.

Auch antriebsseitig zieht Mercedes alle Register, um die Verbrauchswerte weiter zu drücken. Die potenten 2,2-Liter-Vierzylinder-Spardiesel des Typs OM 651 werden weiter optimiert. Zudem ist mit dem C 300 CDI Hybrid die erste Kombination der starken 204-PS-Variante mit einem Elektromotor geplant.

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„Wir testen und analysieren alle nur denkbaren Antriebsvarianten, die für einen Mercedes vorstellbar sind“, heißt es in Stuttgart. Dazu gehören hubraumverkleinerte Vier- und sogar Dreizylinder mit einfacher und doppelter Aufladung sowie Mild- und Vollhybride. Benzin-Direkteinspritzung ist als Standard formuliert. Mehr noch: Die nächste C-Klasse-Generation wird für den Einsatz von Brennstoffzellen (ab 2015) vorbereitet.

Ziel: elektrisches Fahren mit einer Reichweite von mindestens 400 Kilometern. Aber auch wenn anspruchsvolle Spritspartechnik Verbrauchswerte mit einer vier vor dem Komma möglich machen soll, behält Luxusanbieter Mercedes seine Stammkunden fest im Blick. Kultivierte V6-Zylinder-Diesel und -Benziner (231 bis über 300 PS) sind ebenso geplant wie eine völlig neue AMG-Variante. 
 Wolfgang Eschment/Stefan Miete

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