Neuheiten aus dem VW-Konzern Vier Richtige

21.01.2008

Der Volkswagen-Konzern rüstet zur Modelloffensive: VW entwickelt mit Unterstützung von Audi eine coupéhafte Luxuslimousine, Audi selbst plant einen kleinen Trend-Roadster. Bei Seat fahren die Vorserienmodelle einer sportlichen Mittelklasse-Limousine, und Skoda plant eine Kombiversion des Superb sowie einen neuen Microvan

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Klotzen statt kleckern lautet die neue Parole bei VW. Seitdem Konzernchef Martin Winterkorn den Generalangriff auf den japanischen Automobilgiganten Toyota verkündet hat, übertreffen sich sämtliche Konzernmarken mit der Planung von neuen Modellen und technischen Neuheiten. Und Winterkorn drückt weiter auf die Tube: Wir wollen beim Absatz jährlich um zehn Prozent zulegen.

Allein die Marke Volkswagen will bis 2010 rund 6,5 Milliarden Euro in neue Autos investieren. Das viele Geld geht nicht nur in die Nachfolger der Verkaufsschlager Polo, Golf oder Passat. Der Konzernchef will mit der Fertigstellung der beiden großen modularen Fahrwerks- und Technikbaukästen für längs und quer eingebaute Motoren (2009/2010) kostengünstige Synergien zwischen den Konzernmarken nutzen. Und das bringt uns überraschende Auto-Neuheiten.

Zum Beispiel die große, coupéhafte VW-Luxuslimousine, die zwischen dem jetzt in Detroit debütierenden Passat Coupé (Vorstellung in Heft 3/2008) und dem Phaeton platziert werden soll. Sie basiert auf dem Längsbaukasten des großen, sportlichen Audi A7 Coupés, das im nächsten Jahr auf der Frankfurter IAA gezeigt wird und Anfang 2010 starten soll. Das Design: dezenter als beim A7, betont klassisch mit bemerkenswert harmonischem Grill. Die Grundlinie hat VW-Konzerndesignchef Walter deSilva ausgegeben: Ich predige meinem Team schnörkellose, elegante Einfachheit.

Die gut 4,90 Meter lange Coupé-Limousine, bislang nur im kleinen Kreis diskutiert, könnte ein Jahr nach ihrem Audi-Organspender starten - und wie der A7 im Audi-Werk Neckarsulm gebaut werden. Avisierte Jahresstückzahl: 30000 bis 40000 Exemplare. Auch die Motoren des großen Vorzeige-Volkswagen würden dann von Audi kommen. Die Basis bei den Benzinern dürfte der 160 PS starke 1.8 T SI bilden, das Topmodell wird auf den 4,2-Liter-V8 mit 350 PS setzen.

Viel Power auch bei den Dieseln: Die Riege reicht vom 140 PS starken Zweiliter bis zum 4,2 Liter großen V8 mit ebenfalls 350 PS. Dazwischen soll es einen neuen aufgeladenen Sechszylinder-Diesel mit bis zu 300 PS geben.

Audi: Roadster für Einsteiger
Bei Audi selbst geht es nur noch im Eiltempo voran: Während BMW rund 8000 Arbeitsplätze abbauen muss, stellen die Ingolstädter in diesem Jahr 800 neue Mitarbeiter ein. Die Zahl der Fahrzeugmodelle wird von aktuell 25 auf 40 im Jahr 2015 erhöht, bis 2012 soll die Riesensumme von 7,9 Milliarden Euro für neue Autos ausgegeben werden. Und dabei spielt auch die kleine A1-Baureihe, deren Produktion Anfang 2010 in Brüssel starten soll, eine große Rolle. Sie nutzt die Technik des VW Polo (Vorstellung in Heft 23/2007).

Den Beginn markiert Anfang 2010 der Dreitürer, der Fünftürer folgt ein Jahr später. Und 2011 könnte schon die offene Version starten - ein kleiner, zackiger und nur 3,91 Meter langer Roadster für schätzungsweise knapp 19000 Euro, der dann gegen das Mini Cabrio antreten würde - viel günstiger als ein Audi TT Roadster (ab 33800 Euro). Die Zutaten: sportliches Design, ein mit viel Alu-Zierrat aufgepeppter Innenraum, ein solides Stoffdach, dazu FSI-Benzinmotoren von 100 bis über 200 PS. Auch Common-Rail-Diesel wären später möglich - von 110 bis zu 170 PS.

Seat: sportlicher Mittelklässler
Und was bietet der spanische VW-Ableger? In letzter Zeit mal erfrischend positive Nachrichten: 2007 gab es erstmals seit Jahren keinen finanziellen Verlust, sondern sogar einen kleinen Gewinn - ein Jahr früher als geplant. Das macht mutig: Bis 2018 will Seat-Chef Erich Schmitt mindestens 800000 Autos pro Jahr verkaufen, 2007 waren es erst gut 440000.

Im Juli startet der neue fünftürige Ibiza, der Dreitürer folgt drei Monate später. Und aus der krawalligen SUV-Studie Tribu wird im Frühjahr 2010 ein schickes Serienmodell auf Basis des VW Tiguan. Eine Speerspitze der neuen Eroberungspläne ist die neue Mittelklasse-Baureihe (B-Segment) oberhalb des glücklosen Toledo. Sie nutzt die solide Plattform des alten Audi A4 (bis 2007) und startet als Stufenhecklimousine schon Anfang 2009 - ein halbes Jahr später folgt die Kombiversion (Audi Avant-Basis). Der Name ist noch geheim, doch die wichtigsten Design-Informationen und Daten bekamen wir direkt aus Barcelona.

Das Auto bekommt die Linea Dynamica von Designchef Luc Donckerwolke, 41, der früher bei Lamborghini war. Seine neue Formensprache kann man schön an den wie Raubkatzenaugen geformten Frontscheinwerfern und den aufregend dynamischen Seitenlinien erkennen. Der Belgier spricht stolz von spannungsvollen, magischen Reizen in den Karosserieflächen.

Die ersten getarnten Vorserienmodelle fahren bereits durch Spanien, und Seat-Chef Schmitt (Wir werden in den nächsten Jahren viele in der Branche überraschen) verspricht für die neue Mittelklasse-Baureihe, die im großen Seat-Werk Martorell in einer völlig neuen, 250 Meter langen Produktionshalle produziert werden wird, hoch und heilig eine Qualität wie bei Audi. Die neue Limousine soll genügend Platz für fünf Leute und - bei ordentlichem Federungskomfort - eine gepfefferte Fahrdynamik bieten.

Die Motorenpalette, die zum Verkaufsstart offeriert werden soll, steht schon fest. Bei den Dieseln kommen die neuen sparsamen Zweiliter-Common-Rail-Triebwerke zum Einsatz - mit 140 und 170 PS. Und bei den Benzinern reicht die Palette nach dem derzeitigen Stand der Dinge vom 1,6-Liter mit 102 PS über den 1,8-Liter-Turbo bis zum sehr bulligen Zweiliter-FSI-Vierzylinder mit 200 PS.

Skoda: Superb auch als Combi
Auch bei der erfolgreichen tschechischen VW-Marke bekommt die Abteilung Attacke zunehmend Oberwasser. Ihre neueste Idee: eine praktische und familientaugliche Combi-Version des neuen Topmodells Superb (siehe Fahrvorstellung Heft 24/2007). Tüchtiges Tempo, denn das Basismodell, die Limousine, wird erst am 4. März auf dem Genfer Salon seine Weltpremiere haben - und dann im September in den Showräumen der deutschen Händlern stehen. Die technische Basis für den neuen Superb liefert der aktuelle Passat, die Motoren kommen allesamt aus dem VW-Konzernregal.

Schon zum Ende dieses Jahres folgt der knapp 4,90 Meter lange Superb Combi, ebenfalls auf Passat-Grundlage. Typisch Skoda: Der Lademeister soll potenzielle Käufer mit cleveren Details locken. So gibt es ei

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