Neues Mercedes E-Klasse Cabrio Unterwegs in der E-Klasse für Genießer

von Thomas Geiger 25.01.2017
Inhalt
  1. Erste Mitfahrt im neuen Mercedes E-Klasse Cabrio
  2. Hochwertige E-Klasse-Ausstattung im neuen Cabrio
  3. Preis für das E-Klasse Cabrio bei ca. 50.000 Euro

Schon vor der offiziellen Präsentation durften wir im neuen Mercedes E-Klasse Cabrio platznehmen und mitfahren. Obwohl die E-Klasse noch teilweise getarnt ist, verrät Chefingenieur Christian Früh schon ein paar Details vom wichtigsten Cabrio der Schwaben.

Das Coupé ist noch gar nicht im Handel, da läuft sich schon das neue Mercedes E-Klasse Cabrio warm – und das kann man durchaus wörtlich nehmen. So dreht die Stuttgarter Sonnenbank mitten im Winter letzte Testrunden unter der glühenden Sonne im US-Staat Arizona. Rund um Phoenix und die mit eigenem Kopfsteinpflaster auf europäische Werte getrimmte Teststrecke schinden und winden sich die Prototypen im Dauerlauf. Damit später nichts quietscht oder knirscht, wenn Mercedes seine treuesten Kunden im September an die frische Luft setzt, werden allein die Verdecke des neuen Mercedes E-Klasse Cabrios dabei 20.000 Mal geöffnet und geschlossen, sagen die Entwickler, und ihre Marterstrecken entsprechen im echten Leben mindestens der zehnfachen Distanz. Die Mühe machen sich die Schwaben nicht ohne Grund, der Schuss muss schließlich sitzen: "Die E-Klasse ist unser Kernmodell bei den Cabrios", sagt Chefingenieur Christian Früh. Zwar fischt Mercedes mit der offenen C-Klasse schon im Segment darunter und auch die S-Klasse hat die Hüllen fallen lassen, doch während diese Autos neu sind im Portfolio, hat das Mercedes E-Klasse Cabrio viele Stammkunden, die Früh nicht verlieren will.

Fakten zur Mercedes E-Klasse im Video:

 
 

Erste Mitfahrt im neuen Mercedes E-Klasse Cabrio

Das neue Mercedes E-Klasse Cabrio lockt er vor allem mit hohen Alltagsnutzen: 14 Zentimeter länger als die C-Klasse und hinten sogar deutlich geräumiger als die opulente S-Klasse, ist das E-Klasse Cabrio ein vollwertiger Viersitzer geworden, in dem man es tatsächlich auch als Erwachsener ganz gut aushalten kann. Natürlich ist die Bank ein bisschen kürzer und dünner als bei der S-Klasse, die Lehne steht steiler und ist ebenfalls weniger weich gepolstert. Aber man spürt deutlich, dass das neue Mercedes E-Klasse Cabrio um zwölf Zentimeter gewachsen ist, von denen elf im Radstand und fünf beim Abstand zwischen Rückbank und Vordersitz ankommen: Wo Hinterbänkler bei der Konkurrenz oft die Knie zwischen die Ohren nehmen müssen, kann man in der E-Klasse zwar noch immer nicht lümmeln, sitzt aber aufrecht und bekommt bequem beide Beine auf den Boden. Wie ernst es Früh und seine Truppe mit der Viersitzigkeit und dem Alltagsnutzen meinen, sieht man auch an ein paar anderen Details: So haben sie in das weitgehend von der C-Klasse übernommene Dach eine dickere Dämmung eingearbeitet, die Konsolen hübsch mit Leder verkleidet und für den Fond sogar eigene Leseleuchten installiert. Außerdem glüht in den Polstern auf Wunsch eine Sitzheizung. Und 390 Liter Kofferraum sind für ein Cabrio auch nicht schlecht.

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Hochwertige E-Klasse-Ausstattung im neuen Cabrio

Die Detailänderungen am Design des neuen Mercedes E-Klasse Cabrios kann man angesichts der letzten Tarnfolien bei der Abnahmefahrt noch nicht erkennen. Und bei der Technik tut sich nichts: Es gibt für das Cabrio die bekannte Ausstattung mit allen Gadgets der E-Klasse vom Infotainment-Paket bis zum beinahe autonomen Fahren und den aus der C-Klasse bekannten Cabrio-Finessen wie dem Airscarf oder den elektrischen Windschott hinter den Sitzen. Und natürlich sind auch die Motoren alte Bekannte: Dass es Benziner vom E 200 mit 184 PS bis zum E 43 mit 401 PS sowie bei den Dieseln den E 220d mit 194 PS oder den E 350d mit 258 PS geben wird, ist deshalb fast schon selbstverständlich. Und dass Mercedes erstmals auch die 4Matic fürs neue Mercedes E-Klasse Cabrio übernimmt und in gleich vier Modelle einbaut, ist zumindest keine große Überraschung. Trotzdem ist das Cabrio nicht einfach ein Klon des Coupés, verteidigt Früh den Aufwand, den seine Kollegen bei der Abstimmung getrieben haben. Denn wo die Limousine so etwas wie das Urmeter der Marke ist und es allen recht machen muss und das Coupé ein leidenschaftlicher Sportler sein will, versteht Früh das Cabrio als vornehmen Power-Cruiser, der zwar agil aber nicht aggressiv sein soll. "Das ist schließlich die E-Klasse für Genießer", sagt der Chefingenieur und kann deshalb auch mit den rund 150 Kilo Mehrgewicht gut leben.

 

Preis für das E-Klasse Cabrio bei ca. 50.000 Euro

Diese Genießer hatte Mercedes auch bei der Innenausstattung im Sinn. Denn obwohl das neue E-Klasse Cabrio in weiten Teilen mit dem Coupé identisch ist, zollen die Schwaben den Hedonisten Tribut und bieten ihnen zumindest ein paar besonders expressive und exklusive Farben für Lack und Leder an. Über das Tizianrot haben die Kreativen lange mit den Entscheidern streiten müssen, bevor es den Segen von ganz oben gab. Jetzt muss Frühs Rechnung nur noch aufgehen und die offene E-Klasse muss sich neben den Cabrios von C- und S-Klasse behaupten, ohne dass die jungen Geschwister darunter allzu sehr leiden. Das wird nicht zuletzt auch eine Frage des Preises sein, über den Früh bei aller Offenheit noch nicht sprechen will. Doch wenn Mercedes schon bei der C-Klasse gute 20 Prozent Frischluftaufschlag zur Limousine berechnet, werden es bei der E-Klasse kaum weniger und man muss wohl mit guten 50.000 Euro rechnen. Einen Platz an der Sonne gibt es schließlich nicht zum Nulltarif.

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