Neuer VW T-Roc (2017): Erste Testfahrt (Update!) Am Steuer des neuen T-Roc

von Thomas Geiger 13.10.2017
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen VW T-Roc (2017)
  2. T-Roc mit Platzangebot auf Golf-Niveau
  3. Mit dem T-Roc zeigt sich VW wieder bunt

Mit dem neuen VW T-Roc (2017) schließt auch Volkswagen endlich zum großen Trend der kleinen SUV auf. Ob der Golf für's Grobe es schaffen kann sich auch hier an die Spitze zu punkten, zeigt er auf unserer ersten Testfahrt.

Kleine SUV liegen groß im Trend – und Volkwagen hat den mal wieder verschlafen. Bislang zumindest, denn jetzt bringen die Wolfsburger den neuen VW T-Roc (2017) endlich auf die Straße. Ab November soll der neue T-Roc zu Preisen ab 20.390 Euro das Feld von unten aufrollen. Selten hat ein neuer Volkswagen so jung und frisch gewirkt wie der neue VW T-Roc (2017). Scharfe Silhouette, knackige Proportionen und einen selbstbewussten Grill am Exterieur, modernes Infotainmentsystemen und überraschend viel Farbe für einen VW im Interieur. Und als uns die Entwickler auch mal kurz ans Steuer ließen, dann fühlte sich der Golf für's Grobe viel bestimmter, handlicher, spritziger an als etwa der VW Tiguan. Zwar basiert auch der T-Roc auf dem Modularen Querbaukasten und ist deshalb technisch nichts anderes als ein Golf on the rocks  – zumal er mit seinen 4,23 Metern auch ziemlich genau das Format des Bestsellers hat und preislich keine 2000 Euro darüber liegt. Doch obwohl die Zutaten alle bekannt sind, hat VW daraus diesmal einen völlig neuen und ziemlich erfrischenden Cocktail gemixt. Mit dem neuen VW T-Roc (2017) drehen sich zum ersten Mal seit der Premiere des New Beetle vor 20 Jahren plötzlich wieder arglose Passanten nach einem Volkswagen um und recken den Testfahrern anerkennend die Daumen entgegen.

Die erste Testfahrt im neuen VW T-Roc (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen VW T-Roc (2017)

Das liegt an der frischen Form des neuen VW T-Roc (2017) mit einem trotzigen Gesicht, das wegen der nach unten gerügten Tagfahrleuchten auch bei Nacht erkennbar ist. Und es liegt an einem buchstäblich spannenden Dachbogen und einem Heck, das auch ein Coupé schmücken würde sowie an vielen für VW ziemlich mutigen Farben, die man obendrein noch kombinieren kann: Zehn Grundlacke, vier Kontrastfarben und dazu innen noch Zierkonsolen und nähte in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen: so wird der neue VW T-Roc (2017) zum bunten Hund im Wolfsburger Einerlei – selbst wenn man ihn natürlich auch in „Caribou Grey“ mit mausgrauem Innenleben bestellen kann. Den Mut zu frischen Formen und frechen Farben beweisen die Niedersachsen aber nicht ohne Grund, sondern er ist aus der Not geboten. Denn VW ist mal wieder extrem spät dran und muss mit dem neuen VW T-Roc (2017), so räumen es die Verantwortlichen in Wolfsburg ein, schon ein wenig vorlaut auftreten, um sich im riesigen Heer der kleinen Geländewagen überhaupt Gehör zu verschaffen. Schließlich haben Autos wie der Renault Captur oder der Peugeot 2008 und natürlich der Opel Mokka sich bereits einen guten Namen gemacht, und mit ebenfalls nagelneuen Konkurrenten wie dem Citroen C3 Aircross, dem Kia Stonic oder dem Hyundai Kona wird der Weg zur Spitze des Segments für den neuen VW T-Roc (2017) kein Spaziergang.

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T-Roc mit Platzangebot auf Golf-Niveau

Obwohl der neue VW T-Roc (2017) zuallererst ein modisches Auto sein möchte, bedient er – so viel ist VW der Vernunft dann doch schuldig – auch die Ratio. Deshalb legen die Entwickler Wert auf ihre effiziente Raumausnutzung, die durch den großen Radstand von 2,60 Metern im Fond eine Beinfreiheit auf dem Niveau des Golfs ermöglicht und zu einem Kofferraum führt, der mit 445 bis 1290 Litern sogar 15 Prozent größer ist– selbst wenn die Designer mit der schräg gestellten Klappe sogar ein paar Dutzend Liter verschenkt haben. Allerdings geht der Flirt mit den Familien beim neuen VW T-Roc (2017)  nicht ganz so weit wie etwa beim Cousin Skoda Karoq oder beim großen Bruder Tiguan: Nach einer verschiebbaren Rückbank sucht man auf der Optionsliste des Golf-SUV deshalb zum Beispiel vergebens. Dabei ist die lang genug und bietet wie immer bei VW reichlich Möglichkeiten, Prestige und Preis des kleinen SUV in die Höhe zu treiben. Nicht umsonst bietet VW neben den vielen Design- und Dekorvarianten auch Extras wie das digitale Cockpit, den großen Touchscreen mit seinem wegweisenden Online-Infotainment und Unterstützer vom Stau- bis zum Parkassistent an. Dass der neue VW T-Roc (2017) dann schnell auf dem Preisniveau des Tiguan ist und wahrscheinlich schon nahe an den Touareg kommt, darf einen dann allerdings nicht überraschen.

 

Mit dem T-Roc zeigt sich VW wieder bunt

Mehr Auswahl als bei den anderen gibt es auch unter der Haube. Schließlich bietet VW den neuen T-Roc (2017) vom Start weg mit je drei Benzinern und drei Dieseln mit jeweils 115, 150 und 190 PS an und hat anders als die meisten Konkurrenten selbstredend auch einen Allradantrieb samt eines speziellen Offroad-Setups für die Elektronik im Programm. Spätestens wenn man den stärksten Benziner wählt, ist der Weckruf des Nachzüglers kaum zu überhören. Denn mit seinen 320 Newtonmetern ist der T-Roc so putzmunter, dass er auch beim verschlafensten VW-Kunden den Puls in die Höhe treibt. Erst recht, wenn man das sportlichste Fahrprofil wählt, die Elektronik alle Muskeln anspannt, das Fahrwerk straffer, die Lenkung direkter, das DSG schneller und das Gaspedal gieriger wird. Dann gibt der neue VW T-Roc (2017) den GTI fürs Grobe und fegt trotz des höheren Schwerpunkts um die Ecken, dass es eine wahre Freude ist. Dazu der Sprintwert von 7,2 Sekunden und auf der Autobahn ganz entspannt bis zum Spitzentempo von 216 – wer da noch vom Tiguan schwärmt, der trinkt auch koffeinfreien Espresso mit Süßstoff und Dosenmilch. Kein Wunder, dass sie in Wolfsburg schon mit einer Powerversion liebäugeln, die gerne mehr als 250 PS haben dürfte.

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