Neuer VW T-Roc (2017): Erste Testfahrt Hinterm Lenkrad des neuen T-Roc

von Thomas Geiger 24.08.2017

Ein weiterer SUV-Star ante portas? Mit dem neuen VW T-Roc (2017) will Volkwagen dem Opel Mokka in den Kaffee spucken. Unsere ersten Testfahrt mit dem Golf für's Grobe ging es noch im Erlkönig durch die Wüste!

Kleine SUV liegen groß im Trend – und Volkwagen hat den mal wieder verschlafen. Bislang zumindest, denn jetzt bringen die Wolfsburger den neuen VW T-Roc (2017) endlich auf die Straße. Unsere erste Testfahrt fand noch im verhüllten Golf-SUV statt, irgendwo im Nirgendwo des nördlichen Südafrikas. Dort hat der kleine Kraxler schon mal bewiesen, dass er tatsächlich frischen Wind in das Boom-Segment bringen und vor allem dem Opel Mokka kräftig in den Kaffee spucken kann. Denn selten hat ein neuer Volkswagen so jung und frisch gewirkt wie der neue VW T-Roc (2017). Scharfe Silhouette, knackige Proportionen und einen selbstbewussten Grill am Exterieur, modernes Infotainmentsystemen und überraschend viel Farbe für einen VW im Interieur. Und als uns die Entwickler auch mal kurz ans Steuer ließen, dann fühlte sich der Golf für's Grobe viel bestimmter, handlicher, spritziger an als etwa der VW Tiguan.

VW T-Roc (2016) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen VW T-Roc (2017)

Mit 4,23 Metern Länge, 1,82 Metern Breite und nur 1,57 Meter Höhe ist die Serienfassung des neuen VW T-Roc (2017) 20 Zentimeter kürzer als der aktuelle Tiguan, duckt sich weiter auf die Straße und hat ein Heck, das sich viel stärker neigt. Das kostet zwar ein bisschen Platz im Kofferraum (445 Liter), sieht dafür aber um Längen besser aus. Und zumindest im Fond können selbst Erwachsene noch ganz ordentlich sitzen. Obwohl sogar noch einen Hauch kleiner als der Golf, basiert der Junior-Tiguan ebenfalls auf dem modularen Querbaukasten und bedient sich technisch aus der Großfamilie. Das gilt für die Assistenzsysteme, für Navigation, Bordunterhaltung oder LED-Scheinwerfer genauso wie für die Motoren, die bei den Dieseln zunächst 115 oder 136 PS leisten und bei den Benzinern eine Spanne von 115 bis 190 PS abdecken. Allerdings liebäugeln die Entwickler bereits mit einer R-Version, um den stürmischen Charakter des neuen VW T-Roc (2017) noch zu unterstreichen.

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Mit dem T-Roc liegt Volkswagen im Trend

Einen weiteren Vorzug dieser Verwandtschaftsverhältnisse lernt man zu schätzen, wenn der neue VW T-Roc (2017) mal in die Pampa fährt. Denn der Crossover hat nicht nur die Bodenfreiheit eines Geländewagens, sondern auch dessen Antrieb: Anders als Konkurrenten wie den Renault Captur gibt es den Winzling aus Wolfsburg auch als 4Motion mit Allradantrieb. Nach dem Atlas für die USA und dem Tiguan Allspace am anderen Ende der europäischen SUV-Palette ist das die dritte Neuheit, die VW auf die Buckelpiste schickt. Damit reagieren die Niedersachsen spät aber heftig auf den Trend – und melden sich zugleich aus einer anderen Nische ab. Denn der neue VW T-Roc (2017) wird in just jenem portugiesischen Werk produziert, in dem bis vor kurzem noch der Eos vom Band gelaufen ist. Und bei den zu erwartenden Stückzahlen für das kleine SUV ist kaum damit zu rechnen, dass sie dort bald noch Kapazitäten für einen Nachfolger des Cabrios haben werden.

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