Neuer Toyota Auris Vollhybrid im Fahrbericht Toyota Auris 1.8 VVT i HSD

30.06.2010

Toyota rundet seine Kompaktklasse-Baureihe mit einer Vollhybrid-Version ab. Die Antriebstechnik des neuen Auris stammt vom Prius. Markteinführung im September

Eckdaten
PS-kW99 PS (73 kW)
AntriebVorderrad, Stufenlose Automatik
0-100 km/h11.4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit180 km/h
Preis22.950,00€

Mit dem Prius, der seit Mitte letzten Jahres in der dritten Generation vom Band läuft, haben die Japaner einen Ehrenparkplatz im Bewusstsein der autofahrenden Menschheit erobert: Hybridantrieb mit sechs Buchstaben? Toyota. Allein in diesem Jahr will der weltgrößte Autohersteller über eine Million Hybridfahrzeuge verkaufen.

Am 18. September geht der jüngst überarbeitete Auris als Benzin-Stromer an den Start, dessen Antriebstechnik vom etwas größeren Prius übernommen wurde. Äußerliche Erkennungszeichen des Spezial-Auris gegenüber dem Standardmodell sind leicht geänderte vordere Stoßfänger, spezielle 17-Zoll-Alu-Felgen, ein kleiner Heckspoiler und die für 690 Euro Aufpreis erhältliche Perleffekt-Lackierung „Novaweiß“.

EIN ECHTER VOLLHYBRID
Für zeitgemäße Sparsamkeit soll der bekannte Antriebsstrang sorgen, bei dem ein 99 PS starker 1,8- Liter-Benziner von einem 82 PS kräftigen Elektromotor unterstützt wird. Die Kraftübertragung übernimmt eine stufenlose Automatik. Elektrisches Fahren ist möglich, allerdings nur bis zu einer Geschwindigkeit von rund 50 km/h und für eine Strecke von etwa zwei Kilometern. Danach ist die Nickel- Metallhydrid-Batterie erschöpft.

Im Stadtverkehr gefällt der Auris mit geräuscharmem, teils sogar lautlosem Fortkommen, sofern das Gaspedal mit Feingefühl betätigt wird. Spontane Starts, etwa beim Abbiegen vor drohendem Gegenverkehr, sind kein Problem, denn der Vierzylinder greift sofort ins Geschehen ein, wenn hohe Leistung verlangt wird. Auf zügigen Überlandstrecken ist der Benziner stets im Dienst.

Wählt die stufenlose Automatik etwa an Steigungen eine kürzere Übersetzung oder wird auf der Autobahn die volle Leistung abgerufen, ist der Verbrenner laut. Subjektiv wirkt die Geräuschdämmung des Motors allerdings besser als im Prius. Minuspunkte sind die mit wenig Schenkelauflage versehenen Vordersitze und die gefühllose elektrisch unterstützte Lenkung.

Zudem reagiert die Federung auf Querfugen ruppig. Grund ist die straffere Fahrwerksauslegung des mit zusätzlichen 55 kg an der Vorderachse und 50 kg an der Hinterachse stärker belasteten Hybrids. Vorzüge sind der geringe Verbrauch – auf einer nicht repräsentativen Testrunde in Spanien reichten dem Japaner 5,4 Liter pro 100 Kilometer – und der Preis: Mit 22.950 Euro kostet der Auris Hybrid nur 850 Euro mehr als das fünftürige Dieselmodell 2.0 D-4D (126 PS). Und die Automatik ist serienmäßig an Bord.
Stefan Miete

Technische Daten
Motor 
Zylinder4-Zylinder, 4-Ventiler
Hubraum1798
Leistung
kW/PS
1/Min

73/99
5200 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
null
k.A.
Kraftübertragung 
GetriebeStufenlose Automatik
AntriebVorderrad
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbel. Scheiben
h: Scheiben
Bereifungv: 215/45 R 17
h: 215/45 R 17
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)1305
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)11.4
Höchstgeschwindigkeit (km/h)180
Verbrauch 
Testverbrauchk.A.
EU-Verbrauch4l/100km (Super)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)89

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