Neuer Suzuki SX4 S-Cross: Erste Fahrt Neuer SX4 wird rustkal(er)

10.01.2017

Deutlich mehr Chrom, deutlich mehr Kanten und neue Motoren sollen dem neuen Suzuki SX4 S-Cross mehr Schwung verleihen. Ob das klappt, verrät unsere erste Fahrt mit dem frisch überarbeiteten SUV!

15.036 Zulassungen – was der Topkonkurrent aus Wolfsburg in ein paar Wochen schafft, dafür hat der Suzuki SX4 rund drei Jahre gebraucht. Davon lassen sich die Japaner aber nicht entmutigen, sondern putzen ihren Crossover noch einmal kräftig heraus: Wenn der neue Suzuki SX4 S-Cross zu kaum veränderten Preisen ab 19.790 Euro Ende September in den Handel kommt, funkelt am überarbeiteten Crossover ein riesiger Kühlergrill. Mit ihm haben die Japaner die ganze Front des neuen Suzuki SX4 S-Cross retuschiert, darunter eine kantige Schürze geschraubt und das SUV einen Zentimeter weiter aufgebockt. Das lässt den neuen Suzuki SX4 S-Cross insgesamt etwas rustikaler aussehen, rückt ihn aus der Lifestyle-Ecke heraus und hin zu den kernigen Charakterköpfen. Offenbar haben sich die Kunden an den vielen Softies sattgesehen, die auf der SUV-Welle reiten. So begründen die Japaner den Stil- und Sinneswandel beim neuen Suzuki SX4 S-Cross. Mehr zum Thema: Erste Fahrt im Suzuki Vitara S

Neuer Suzuki SX4 S-Cross im Video:

 

 

Viel Hartplastik im neuen Suzuki SX4 S-Cross

Während sich außen einiges ändert, bleibt innen alles beim alten. Das ist gut, weil der neue Suzuki SX4 S-Cross mit seinen 4,30 Metern Länge und den 2,60 Metern Radstand reichlich Platz für Kind und Kegel bietet, man auch im Fond ordentlich sitzen kann und das Gepäckabteil mit 430 Litern genügend Raum für lange Reisen bietet. Es ist aber auch schade, weil das Cockpit des neuen Suzuki SX4 S-Cross noch immer eine triste Wüste aus dunklem Hartplastik ist. Aus ihr sticht allein das vom Importeur nachgerüstete Touchscreen-Navigationssystem in seinem imitierten Klavierlackrahmen heraus. Ansonsten sind die Schalter im neuen Suzuki SX4 S-Cross eher grobschlächtig, die Anzeigen arg verpixelt und die Assistenzsysteme allenfalls Durchschnitt. Ja, der neue SX4 hat eine automatische Abstandsregelung und einen Notbremsassistenten. Aber das System ist so nervös und warnt selbst in völlig harmlosen Situationen so früh, dass man es nach zwei Ampelphasen am liebsten wieder ausschalten möchte. Dafür halten unter der Haube neue Zeiten Einzug: Denn als Alternative zum bekannten und bewährten 1,6-Liter-Diesel mit 120 PS gibt es im neuen Suzuki SX4 S-Cross nun gleich zwei neue Benziner. Für Knauser bringt Suzuki den Dreizylinder-Turbo, der das stattliche SUV mit einem ganzen Liter Hubraum, 111 PS und 170 Newtonmeter in Fahrt bringen will. Und für Genießer gibt es einen 1,4-Liter-Benziner im neuen Suzuki SX4 S-Cross, der ebenfalls auf den Nachdruck eines Laders setzt. Der entlockt dem etwas kratzigen, dafür aber recht quirligen Motor 140 PS und 220 Newtonmeter. Mit denen sind im neuen Suzuki SX4 S-Cross immerhin 200 km/h drin. Mehr zum Thema: So kommt der neue Suzuki Swift

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Neuer SX4 S-Cross mit Allrad zu haben

Weil die meisten SUV doch nur in der Stadt gefahren werden, ist der neue SX4 in der Regel als Fronttriebler unterwegs. Doch hat Suzuki ja auch abseits der Straße eine lange Tradition und belässt es beim neuen SX4 daher nicht nur beim schönen Schein. Neben einer Sechsgang-Automatik für beide Benziner (1500 Euro) gibt es deshalb zum großen Motor für 1700 Euro auch Allradantrieb. Damit bekommt man dann zwar ein Paket, das den neuen Suzuki SX4 S-Cross wirklich zu einem vernünftigen Auto auf dem Niveau von Fahrzeugen wie dem Nissan Qashqai oder dem Mitsubishi ASX macht. Doch hat der in Ungarn produzierte Japaner dabei noch immer zwei Probleme: Zum einen fährt der neue Suzuki SX4 S-Cross im Guten wie im Schlechten so unauffällig, dass man den Fahreindruck – Abenteuer-Optik hin, Funkel-Grill her – bereits fünf Minuten nach dem Aussteigen vergessen hat. Und zweitens klettert der Preis des neuen Suzuki SX4 S-Cross dann schon auf 28.790 oder mit Automatik sogar auf 30.290 Euro. Dafür wird man auch bei den etwas populäreren Marken fündig.

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