Neuer Smart Forfour electric drive (2017): Erste Testfahrt So fährt der neue Smart Fourfour ed

von Thomas Geiger 12.06.2017
Inhalt
  1. 160 km mit neuem Smart Forfour electric drive (2017)
  2. Mini-Wendekreis im neuen Forfour ed (2017)
  3. electric drive fast doppelt so teuer wie Benziner

Erste Testfahrt im neuen Smart Forfour electric drive (2017), der sich dem Reichweitenwahn verweigert, der die meisten E-Auto-Hersteller ergriffen hat. Der Smart ist und bleibt auch in der Forfour-electric-drive-Version ein City-Flitzer, da reichen die offiziellen 160 Kilometer pro Ladung. Oder?

Der neue Smart Forfour electric drive (2017) verweigert sich dem Reichweiten-Hype, der spätestens mit dem Opel Ampera-E um sich gegriffen hat und besetzt weiterhin das Feld des agilen City-Flitzers. "Denn unser Focus ist der Stadtverkehr", sagen die Schwaben und begnügen sich deshalb mit einer Batterie-Kapazität von 17,6 kWh und einer Reichweite, die in der Theorie bis zu 160 Kilometer misst und in der Praxis meißt bei etwas mehr als 100 Kilometern liegen wird. Beim Smart Fofour electric drive leuchtet diese Strategie noch auf Anhieb ein, weil es im Auto erstens ohnehin nicht mehr Platz für einen größeren Akku gibt und weil man mit dem Winzling zweitens gar nicht auf die Langstrecke gehen möchte. Doch wenn die Mercedes-Schwester mit dem Zweitürer und dem Cabrio im Frühjahr zum ersten Mal auch den Forfour elektrisiert, muss man schon ein bisschen weiter ausholen mit der Argumentation. Denn der Viersitzer bekommt den gleichen Akku und schafft damit sogar nur 155 Kilometer. Dabei hat Smart uns doch nun schon seit bald zwei Jahren weißzumachen versucht, dass der neue Forfour electric drive (2017) ein erwachsenes Auto sei, mit dem man sehr wohl auch mal übers Land fahren kann.

Neuer Smart Fortwo electric drive (2017) im Video:

 
 

160 km mit neuem Smart Forfour electric drive (2017)

Als Elektroauto dagegen wird der neue Smart Forfour electric drive (2017) nach der Sichtweise der Schwaben zum Stadtfahrzeug mit erweitertem Nutzwert, weil die Einkäufe etwas umfangreicher sein dürfen, weil man jetzt auch den Hund mit in den Stadtpark nehmen oder mal das eigene Kind und den Nachbarsjungen von der Schule abholen kann. Nur zur Oma oder in den Wochenendurlaub schafft es der neue Forfour electric drive dann eben nicht mehr. Zumindest nicht ohne ein paar Boxenstopps. Wer sich auf diese Einschränkung einlässt, erlebt den Smart als nahezu ideales Elektroauto und erkennt in ihm zugleich den besten Smart. Mit dem vom Allianzpartner Renault zuglieferten 60 kW-Motor geht es jetzt in der Stadt nämlich richtig flott zur Sache: Beim Ampelsprint lassen die 160 ab der ersten Umdrehung verfügbaren Newtonmeter frech die kleinen Reifchen quietschen und wenn man in etwa 5,0 Sekunden schon bei 60 Sachen ist, schaut mancher GTI-Fahrer ziemlich dumm aus der Wäsche. Man muss ihm ja nicht verraten, dass der Smart jenseits der Stadtgrenzen keine Chance hat, weil der Sprint auf Tempo 100 insgesamt 12,7 Sekunden dauert und dem Viersitzer bei 130 km/h ohnehin die Puste ausgeht.

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Mini-Wendekreis im neuen Forfour ed (2017)

Dazu der auch beim Viertürer noch immer winzige Wendekreis von 8,65 Metern, die wunderbar stabile Straßenlage durch den vom zentnerschweren Akku weiter abgesenkten Schwerpunkt und endlich eine sämige Beschleunigung ohne Schaltpausen – so wird der neue Smart Forfour electric drive zum Autoscooter und die Innenstadt zum Rummelplatz. Und ganz nebenbei ist man endlich das nervige Geknatter des Dreizylinders los, das Lärmjunkies allerdings gegen Aufpreis durch ein Fiepen zur Warnung für die Fußgänger ersetzen können. Morgens ins Büro, mittags zum Einkaufen und nach dem Feierabend noch schnell zum Sport – wer sein Leben auf kleinem Raum führt, der kommt auch mit 17,6 kWh durch den Tag und lernt dann sogar die Vorzüge der beschränkten Batteriekapazität zu schätzen: Weil ein schwächerer Akku weniger Platz braucht, wird der ohnehin nicht gerade riesige Kofferraum des neuen Smart Forfour electric drive nicht weiter geschmälert und man kann auch noch immer die Rücksitze aufstellen als wären es Kinosessel. Statt ihn tagesweise zu laden, ist der Forfour electric drive selbst an der Haushaltssteckdose nach sechs Stunden zu 80 Prozent voll, kommt an der Wallbox auf eine Standzeit von drei Stunden und tankt die 80 Prozent ab Herbst mit einem Schnellader in weniger als 45 Minuten.

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electric drive fast doppelt so teuer wie Benziner

Aber das beste Argument für den kleinen Akku ist sein niedriger Aufpreis. Natürlich ist auch der neue Smart Forfour electric drive (2017) eigentlich viel zu teuer. Schließlich kostet er fast doppelt so viel wie der Basis-Benziner (11.1450 Euro). Doch erstens können die Schwaben so die lächerlichen 660 Euro Preisunterschied zum Zweitürer halten. Und zweitens ist er mit 22.600 Euro schon vor Abzug der Förderung nicht so weit aus der Welt, dass er nicht mehr als Zweitwagen in Frage käme. Spätestens da schließt man sich dann der aus der Not geborenen Daimler-Argumentation an und erkennt, dass weniger tatsächlich mehr sein kann.

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