Neuer Renault Scénic: Erste Fahrt Neuer Scénic als Spaß-Van

10.01.2017

Der neue Renault Scénic steift das staubige Image der langweiligen Familienkutsche ab. In einer ersten Fahrt können wir uns von den Qualitäten des Designer-Vans überzeugen.

Spaß am Leben – das ist das Credo, nach dem Laurens van den Acker die vierte Generation des neuen Renaults Scénic gezeichnet hat. Mit serienmäßigen 20-Zoll-Rädern, einem Charaktergesicht und der Option auf eine markante Zweifarbenlackierung streift der Van deshalb das staubige Image des langweiligen Pampersbombers ab und stemmt sich so zugleich gegen die Flut der SUV, die seiner Gattung das Leben so schwer machen. Wie viel Erfolg er dabei hat, wird man ab Mitte September merken, wenn die Franzosen zu Preisen ab 19.990 Euro mit der Auslieferung des Scénic beginnen. Aber der neue Renault Scénic hat nicht nur die Form geändert, sondern auch das Format. Die Neuauflage legt in Radstand, Länge und Breite um jeweils ein paar Zentimeter zu. Auf nun 4,41 Metern bietet sie deshalb jetzt auch im Fond genügend Platz für Erwachsene und schluckt durch die Heckklappe zwischen 506 und 1554 Liter Gepäck. Wem das nicht reicht, der bekommt für 1300 Euro Aufpreis auch wieder einen Grand Scénic. Der geht noch einmal um etwa 25 Zentimeter in die Länge, sein Kofferraum wächst bei voller Bestuhlung um 212 bzw. 347 auf 718 und 1901 Liter und im Heck ist plötzlich so viel Platz, dass man auf Wunsch auch eine dritte Sitzreihe aus dem Boden zaubern kann. Dumm nur, dass die Luft damit für den fast 8000 Euro teureren Espace ziemlich dünn wird.

Renault Scénic Vorstellung (Video):

 

 

Der neue Renault Scénic ist pfiffig und detailverliebt

Wie jeder Van setzt auch der neue Renault Scénic nicht nur auf den großen Raum, sondern vor allem auf die pfiffigen Kleinigkeiten. Es gibt deshalb neben der variablen Sitzlandschaft, bald ein Dutzend Ablagen, von denen eine cleverer ist als die andere. So wird aus dem Handschuhfach zum Beispiel eine riesige Schublade, die Mittelkonsole kann man einmal längs durch den Wagen schieben und weil der Nachwuchs das Malbuch längst gegen ein iPad ausgetauscht hat, sind in den Klapptischen nun auch Halterungen für Tablet-Computer integriert. Dazu gibt es für den Fahrer ein neues Cockpit, wie er es schon aus Mégane oder Espace kennt: Die digitalen Anzeigen rücken endlich wieder hinter das Lenkrad und in der Mittelkonsole steht senkrecht ein großer Touchscreen, der so viele Funktionen bündelt, dass man sonst nicht mehr viele Knöpfe im Armaturenbrett braucht. In der ersten Welle kommt der neue Renault Scénic mit zwei Benzin- und drei Diesel-Motoren mit 110 bis 160 PS, die wie immer bei den jüngeren Renault-Modellen dem Ideal vom Downsizing folgen und deshalb nicht mehr als 1,6 Liter Hubraum haben. Wo diese Triebwerke im großen Bruder Espace gerne ein bisschen angestrengt wirken, fühlt man sich im neuen Renault Scénic damit noch gut aufgehoben. Insbesondere der 130-PS-Diesel macht eine ordentliche Figur, passt mit seiner unaufdringlichen Art gut zum entspannten Reisen und hat mit 320 Newtonmetern genügend Bums für spontane Überholvorgänge.

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Der neue Renault Scénic bleibt ein Van

Aber selbst wenn man die Multisense-Regelung auf Sport dreht, sich die Lenkung etwas direkter anfühlt und die Cockpitbeleuchtung auf Rot wechselt, darf man sich vom neuen Renault Scénic nicht täuschen lassen: Ein Van ist und bleibt ein zutiefst vernünftiges und für den Fahrer deshalb ziemlich langweiliges Auto. Die Federung gutmütig und kompromissbereit, die Lenkung linientreu aber lustlos und die Fahrleistungen mit einem Sprintwert von 11,4 Sekunden und einem Spitzentempo von 194 km/h nicht zur Steigerung des Blutdrucks angetan – im neuen Renault Scénic sitzt man nicht um des Fahrens willen, sondern um anzukommen. Aber dafür ist man am Ende der Reise auch so entspannt, dass man das Leben am Ziel tatsächlich genießen kann. Nur weil man Kinder hat, ist der Spaß schließlich nicht vorbei.

Mehr zum Thema: Gebrauchtwagen-Ratgeber Renault Scénic



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