Neuer Mercedes-AMG GLS 63 (2016): Erste Fahrt Neuer AMG GLS 63 stemmt 585 PS

von Thomas Geiger 24.05.2017

Spätestens, wenn der neue Mercedes-AMG GLS 63 (2016) im Kickdown seine 585 PS und 760 Newtonmeter mobilisiert, fühlt sich das SUV wie ein Sportwagen an. Unsere erste Fahrt im neuen Power-Benz!

Amerika, du hast es besser! Während sich bei uns ein neuer Mercedes-AMG GLS 63 (2016) extra Schelte der Umweltbewegten einhandeln würde, schlägt ihm in den USA an jeder Ecke Bewunderung entgegen. Nicht, dass die Amerikaner mit dem 5,5 Liter großen V8-Motor und den 585 PS wirklich etwas anfangen könnten. Schließlich dürfte in vielen Bundesstaaten schon ein unbedachter Kickdown ausreichen, um den GLS-63-Fahrer schneller in den Knast als das SUV auf Tempo 100 zu bringen. Dabei dauert das gerade einmal 4,6 Sekunden. Doch schon allein der satte Sound des AMG-Triebwerks begeistert die Heavy-Metal-Fans im Heimatland der Harley. Und das wuchtige Design steht dem neuen Mercedes-AMG GLS 63 (2016) ohne hin gut. Aber wer sich in den USA ein wenig auskennt, der findet immer und überall eine Nebenstraße, auf der sich die Leistung des Triebwerks doch mal ausprobieren lässt. Dann erlebt man, wie 760 Newtonmeter die Gesetze der Physik zerbröseln und der neue Mercedes-AMG GLS 63 (2016) zu einem wilden Büffel wird. So energisch kämpft das Mercedes-SUV gegen die Trägheit der Masse an – und so erfolgreich.

Neuer Mercedes GLS im Video:

 
 

Neuer Mercedes-AMG GLS 63 (2016) überraschend agil

Dabei zeigt sich der 5,13 Meter lange Mercedes-AMG GLS 63 (2016) überraschend behände und man merkt, dass die AMG-Truppe ihr Bestes im Kampf gegen die Pfunde getan hat. Das Fahrwerk ist strammer, die Lenkung direkter und die Bremse bissiger. Auch wenn das Doping aus dem Schwergewicht keinen leichtfüßigen Sprinter macht, taugt er doch zum Sportler – und erinnert ein wenig an Obelix, wenn er Römer verkloppen darf. Eben noch groß und gemütlich, wirft sich das SUV plötzlich mit viel Spaß in die Schlacht. Das gilt umso mehr abseits der Straße. Bei uns strikt verboten, findet sich in Amerika hinter jeder zweiten Kurve eine Möglichkeit, mit dem neuen Mercedes-AMG GLS 63 (2016) tatsächlich ins Abseits zu fahren. Wer nicht gerade in New York oder San Francisco wohnt, für den ist ein SUV deshalb nicht nur ein Großstadtpanzer, sondern eben ein echter Geländewagen. Und wer mit dem Benzer einmal durch eine Wüste gepflügt ist, sich einen Sandstrand entlang gekämpft hat oder im Monument-Valley besonders nah an die faszinierenden Redrocks herangeprescht ist, der weiß, dass die Kraft des neuen AMG GLS 63 (2016) durch nichts zu ersetzen ist. Außer durch noch mehr Kraft.

Fahrbericht Mercedes GLS Fahrbericht
Neuer Mercedes GLS: Erste Fahrt  

So fährt der neue GLS

 

Neuer AMG GLS 63 (2016) ist ein Gleiter

Aber auch auf dem Highway und bei einem strengen Tempolimit macht der neue Mercedes-AMG GLS 63 (2016) eine gute Figur: Das Sportfahrwerk in der Komfortstellung und den Abstandstempomaten aktiviert, dann lässt sich das große SUV genießen. Wie eine S-Klasse auf Stelzen. Natürlich ist der Mercedes trotz des neu ins Typenkürzel aufgenommenen S nicht ganz so feudal wie das Mercedes-Flaggschiff. Er bietet vor allem im Fond nicht ganz so viel Platz und auch keine ganz so üppige Komfort- oder Sicherheitsausstattung. Doch seit dem Facelift im Frühjahr passen zumindest Material-Anmutung und Infotainment-Ausstattung des neuen Mercedes-AMG GLS 63 (2016) zum hohen Anspruch – und zum hohen Preis. Wobei auch das mit dem Preis so eine Sache ist: Denn während man bei uns stolze 135.065 Euro hinlegen muss, gibt es den Power-Panzer in Amerika schon für 124.100 Dollar – über 25.000 Euro weniger also. Und selbst der Alltagsverbrauch von 18 Litern verliert seinen Schrecken, wenn man den riesigen 100-Liter-Tank des neuen Mercedes-AMG GLS 63 (2016) für 50 Dollar wieder füllen kann. Amerika, du hast es einfach besser. Vor allem, wenn man ein Auto wie den neuen Mercedes-AMG GLS 63 (2016) fahren möchte.

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