Neuer McLaren 675LT Spider: Erste Fahrt Der 675LT Spider bietet McLaren pur

11.01.2017

Der neue McLaren 675LT Spider gilt als bisher radikalster offener Straßensportler aus Woking. Noch mehr Leistung trifft weniger Gewicht. Die Flunder erobert schon auf den ersten Asphalt-Metern die Herzen.

Der neue McLaren 675LT Spider setzt im ersten Check fort, was die Briten vor fünf Jahren mit ihrer Rückkehr in den öffentlichen Straßenverkehr begonnen haben: Er macht ordentlich Wind und wirbelt so manche Sportwagen-Weisheit aus früheren Zeiten vom Tisch. Seit der Rückkehr hat McLaren nicht nur mehr als 5000 Autos gebaut und satte Gewinne eingefahren, die Briten sind längst auch als ernsthafte Gegner für Ferrari, Lamborghini und Porsche akzeptiert. Doch gegen das, was jetzt kommt, sind der neue 570 S oder der 650 S nur laue Luftnummern. Denn wenn in diesem Sommer die Auslieferung des neuen McLaren 675 LT Spider beginnt, wird der Zweisitzer als stärkster und schärfster offener McLaren diesseits der Formel 1 einen wahren Sturm entfachen. Wie schon letztes Jahr das Coupé, setzt der in Erinnerung an den legendären F1 Long Tail benannte LT-Spider auf mehr Kraft und weniger Kompromisse: Die Leistung des V8-Turbos im Heck steigt von 650 auf 675 PS und das Drehmoment klettert um 22 auf 700 Newtonmeter. Bedeutet, in nur 2,9 Sekunden erreicht der neue 675 LT Spider Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 326 Sachen. Mehr zum Thema: McLaren 675LT Spider Vorstellung


 

Neuer McLaren 675LT Spider ist ungefiltert

Gleichzeitig speckt der neue McLaren 675 LT Spider rund 100 Kilo ab, weil die Ingenieure nicht nur noch mehr Karbon und Titan verbauen, sondern wirklich alles weglassen, was irgendwie verzichtbar ist. Die Kabine ist deshalb leer und ausgeräumt. Und ohne die übliche Dämmung fühlt man sich wie die letzte Erdnuss, die ein hungriger Esser gerade aus der Dose schüttelt. So ungefiltert knallen kleinste Steinchen in die Radhäuser, so roh und wild dröhnt einem das 3,8-Liter-Triebwerk im Nacken und so unvermittelt spürt man beim knochentrockenen Fahrwerk des neuen 675 LT Spider noch die winzigste Fahrbahnunebenheit. Dazu eine noch direktere Lenkung, Bremsen mit noch mehr Biss und eine Aerodynamik, mit noch mehr Abtrieb – fertig ist ein Rennwagen, der nur mit Mühe und Not in das Korsett der Straßenverkehrsordnung zu quetschen ist. Man muss kein PS-Profi sein, um zu merken, dass die Uhren im neuen McLaren 675LT Spider anders gehen. Mit mehr Karbon in der Karosse noch steifer, mit weniger Dämmung noch lauter, mit kürzeren Schaltzeiten der Doppelkupplung noch aggressiver und mit der schnelleren Lenkung noch schärfer. Im neuen McLaren 675LT Spider geht es ungeheuer intensiv und gefühlsecht zur Sache.

Vergleich zum Thema: McLaren 650S gegen die Sport-Elite

McLaren lässt sich 675LT Spider teuer bezahlen

Dabei stellt der neue 675 LT Spider das Coupé sogar noch in den Schatten. Und zwar weniger, weil einem durch das dreiteilige Hardtop die Sonne auf die Stirn scheint oder weil der Fahrtwind an den Haarspitzen zupft. Sondern vor allem, weil der Sound nun noch freier den knappen Innenraum flutet. Es gibt das Gefühl, man sitze nicht vor, sondern im Motor. Das klappt selbst dann, wenn das Dach geschlossen ist – denn während die Heckscheibe bei offenem Dach als Windschott stehen bleiben darf, kann sie bei geschlossenem Verdeck auch versenkt werden. Ergibt eine Liveschaltung in den Kraftraum. Doch die ansonsten ziemlich geniale Konstruktion im neuen 675 LT Spider hat auch ein paar Haken. Wer es mit der Raserei ernst meint, der stört sich an den 40 Kilo, die der Leichtbau-McLaren mit der aufwändigen Mechanik wieder aufsattelt. Und wer ungeduldig ist, für den sind die knapp 20 Sekunden Striptease des neuen McLaren 675LT Spider eine arge Geduldsprobe. Denn so schwer es einem beim Spiel mit dem Gasfuß auch fällt: Viel schneller als 40 Sachen dürfen nicht gefahren werden, wenn sich das Dach bewegt. Wenn es aber erst einmal offen ist, mag der Wind noch so stürmisch um die Nase wehen, raubt dieses Auto bei jedem Gasstoß den Atem. Die Puste bleibt einem bei dem neuen 675 LT Spider aber nicht allein wegen der Fahrleistungen weg, auch bei der Erwähnung des Preises droht ernsthafte Luftnot. Schließlich kostet der neue McLaren 675 LT Spider mit seinem schicken Klappdach mindestens 340.725 Euro und ist damit schlappe 80.000 Euro teurer als der normale Spider der Super Series. Doch keine Sorge, oft wird es nicht zur Atemnot im Autohaus kommen: Genau wie das Coupé ist auch der 675 LT Spider auf 500 Exemplare limitiert – und schon lange vor der Markteinführung restlos ausverkauft.

Mehr zum Thema: Im McLaren 675LT auf der letzten Rille



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